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Full text: Dampfkessel (Gruppe XIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

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J. F. Radinger. 
Genau in der halben Keffellänge Hand der Dom mit einer Gufsdecke, 
welche das Mannloch und die Ventilfätze trug. Ein zweites Einfteigloch mit unver 
fteiftem Rand befand fich vorne zwifchen den Feuern in der ebenen Wand. 
Die Heizung gefchah mit einem Mehl’fchen Roft von 
1.2 Meter Länge, deffen Stäbe in vier Reihen lagen, ä 300 
Millimeter lang und 5 Millimeter dick waren und deren Enden, 
kammartig ineinandergreifend, Spalten von gleicher Weite entftehen liefsen, deren 
grofser Gefammtquerfchnitt (faft '/ä der Roftfläche betragend) erlaubt, das kleinfte 
und fchlechtefte Material zu verbrennen. Eine einfeitige Verfchneidung wahrte das 
Hinabgleiten der Stäbe von der fcharfen Auflagkante. 
Die Heizthüren mit Spaltfchieberung und gelochter Schutzplatte wurden 
durch je eine federnde Schlufsfalle gehalten. Sie befanden fich in einer grofsen 
eifernen Stirnplatte, die mit dem Vorderboden des Keffels eine ltagnirende Luft- 
fchichte einfchlofs, welche nur von den eingenietheten vier Walferftand-Röhren 
und den heraustretenden Blechen der Innenkelfel durchbrochen wurde. 
Das Vorwärm-Speiferohr war aus einzelnen geraden gufseifernen Röhren 
zufammengefetzt, deren jedes zwei angegoffene Kniee nach entgegengefetzter Seite 
für die Flanfchenverfchraubung enthielt. In der Rohrflucht zeigte jedes Knie einen 
Angufs mit einem Reinigungs-Schraubenpfropfen und in das Mauerwerk waren 
Thüren eingebaut welche den Zutritt zu denfelben erlaubten. 
Die obenliegenden Vorwärmer waren an beiden 
Enden durch Gufsvorköpfe mit Mannlöchern gefchloffen. 
Hinten fetzte fich je ein Aft des Druck-Speiferohres an fie, 
aber vorne verband fie wieder ein zwifchengefchraubtes 
T-Rohr. Aus diefem zog das Waffer durch ein am Ober- 
pflafter hinlaufendes Rohr zum Speifekopf hinter dem Dome und fiel in den Keffel 
mittelft eines Rohres, welches in der Tiefwafferlinie zwifchen den vier Galloway- 
ftutzen (aber nicht gerade auf die Blechniethung) mündete. 
Der Sorge, dafs der hochliegende Vorwärmer fein Waffer durch das Speife- 
rohr in den Keffel finken läfst und diefen erfäuft, war durch die Einfchaltung des 
normalen felbftwirkenden Speifeventiles gänzlich vorgebeugt, denn die geringe 
Druckhöhe der Wafferfäule kann das dampfbelaftete Ventil nicht heben. Sollte 
aber dennoch bei forcirtem Betrieb einmal eine höhere Spannung in jenem Vor 
wärmer entftehen, fo müfste dann aber gerade das fteigeude Waffer im Haupt- 
keffel dem Heizer ein Signal fein, dafs er nicht weiter gehen darf.
	        
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