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Full text: Dampfkessel (Gruppe XIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

Die Halb-Locomobilkeffel. 
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Heizfläche. Das normale Verhältnis ifli: 20 bisi: 3°i während es bei einzelnen bis 
i : 50 linkt. Letzteres ift nur eine Verfchwendung an Blech, wie es auch die von 
einzelnen Ausflellern veröffentlichten Verfuchsergebniffe erkennen laßen, wo bei 
forcirtefler Feuerung (über 100 Kilogramm Kohle pr. Quadratmeter Roll: und 
Stunde verbrannt) nur circa 15 Kilogramm Dampf pr. Stunde vom einzelnen 
Quadratmetern Heizfläche gewonnen werden und dennoch über 3 Kilogramm 
Kohle per Pferd verbraucht wurden. 
An Ausrüftungsgegenfländen kam hierbei nichts bemerkenswert!! Neues vor. 
Amerika. 
Sylsby Manufaftur Island Works gaben der Feuerfpritze „Mockba“ einen 
flehenden Field-Keffel mit oberen centrifchen Schornflein. Die Röhre im gröfsten 
Kreife hingen fall den Roll berührend gerade nieder; die der inneren Kreife 
wurden immer kürzer und bogen fleh mehr und mehr der Mitte zu, fo, dafs das 
Feuer ihre Zwifchenräume durchbrechen mufs, wenn es zum Schornflein zieht. 
England. 
Apple by Brother's in London gaben ihren Dampfkrahnen flehende 
Keffel, deren einer aufsen ri Meter Durchmeffer und r87 Meter Höhe mafs und 
innen eine runde Feuerlpüchfe von O'gi Meter Weite bei 117 Meter Höhe hatte. 
Letztere war noch von zwei Querrohren (a 20 Centimeter) durchzogen. Seine 
Heizfläche Hellte fleh auf 4'3 Quadratmeter, der Roll auf i/ 7 derfelben, und das 
Blech hatte mit 10 Millimeter Starke einem Dampfdrücke von 4 Atmofphären zu 
widerflehen. Von den zwei Sicherheitsventilen war eines mit Federwage, das 
andere mit direkter Belaflung (über 40 Kilogramm) niedergehalten. Der Rauch 
abzug gefchah durch ein centrifches Rohr, welches Feuerbüchs- und Keffeldecke 
verband und abfleifte ; oberhalb letzterer ging er in einen Schornflein mit fchwach 
conifcher Erweiterung nach oben über. Die Keffel waren auf ihrem eifernen 
Die Reading I ron Works brach 
ten die Zeichnungen eines neuen Keffel- 
fyflems. Ihr Nozzle- (Schnauzen-) Keffel 
war ein Querrohrkeffel, deffen innere runde 
Feuerbüchfe oben in eine viereckige Röh 
renkammer überging, in der fleh mehrere 
Reihen waffergefüllter enger Horizontal- 
rohren rechtwinklig kreuzten. 
Vor den Mündungen jeder Röhren 
zeile lag je ein gemeinfamer Trog, deffen 
nach auf- oder abwärts gekehrte offene 
Seite die Richtung der Wafferflrömung 
regelte. 
Hier miiffen die Heizgafe durch das 
gehäufte Rohrnetz dringen und werden 
fn Folge des fletigen Anprallens gut 
benützt, fo lange der Keffel frei von Flug- 
afche bleibt. 
Zum inneren Reinigen der Rohre 
mufs der Obertheil des Aufsenmantels 
weggehoben werden, was wegen der Ver 
bindung mit dem hindurch gehenden 
Speifewaffer-Behälter befefligt.
	        
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