Die Locomobilkeffel.
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Der Keffel Nr. 531 in der Ausdellung hatte 0-83 und 0 65 Meter zur Breite
und Länge der Feuerkiffe und befafs 30 Rohre je 213 Meter zwilchen den Rohr
wänden lang, und 64 Millimeter im Lichten weit.
Die Heizfläche beftimmt (ich daraus mit 15 2 Quadratmeter, die Roffgrölse
l/ 28 und die Rohr-Querlchnitte betragen >/ 5 . 5 davon.
Er hatte mit 4 Atmofphären Ueberdruck zu arbeiten und die Bleche des
0 84 Meter weiten Cylinderkeffels waren 9 Millimeter dick.
Andere Locomobile waren noch ausgeffellt von
Marfhall Sons &Comp. in Gainsborough.
E. R. & F. Tur ne r in Ipswich hat einen ähnlichen Strahlvorwärmer wie
Garett.
W 0 o d s & Comp, in Stowmarket.
Kockum’s Mek. Werkffad in Malmö. Die Speifepumpe hatte nur ein
Druckventil, aber einen Windkeffel aus Meffing, und das Speiferohr formte im
Rauchkaften eine Schleife.
Die franzöfifchen Locomobile.
Die Locomobilkeffel franzöfifcher Conftruction haben meid eine Feuer-
büchfe, welche im Grundrifs zwei Drittel eines Kreifes bildet, der durch die ebene
Rohrwand befchnitten ift Der Heizmantel ift dann ein reiner Verticalcylinder
von beträchtlicher Höhe, an den fleh der runde Horizontalkeffel in dark gefchwun-
gener Durchdringungslinie mit Hilfe eines Winkeleifen-Bandes fchliefst.
Die ebene Rohrwand mufs unten mächtig ausgebogen werden, um fleh zum
eingenietheten Boden-Schlufsring zwifchen Heizmantel und Feuerbüchfe zu
finden, und der Kreis-Roff untergreift diefe überhängende Blechwand.
’ Der Cylinderkeffel id meid fehr klein im Durchmeffer und fo tief gerückt,
dafs er viel höher als die englifchen Keffel und felbd gänzlich mit Feuerrohren
gefüllt erfcheint.
Der überhöhte Heizmantel dient dann als Dom, deffen Kreisdecke mit der
Feuerdecke durch eine centrifche Hängfchraube gekuppelt id. Eine Reihe
kleinerer artiger Detailconflrucffionen fügen fleh dann noch an.
Wohl bauen auch einige franzöfifche Firmen die Locomobilkeffel mit vier
eckigen Feuerkiden, wie ich es z. B. von Flaud und von Vincent bedimmt weifs.
Diefe traten aber in der Ausdellung nicht auf, und da auch Andere fehlten, welche
runde Feuerbüchfen machen (Claparede, Cador etc.), fo kann immerhin die vor
geführte Form als die heute charakteridifch franzöfifche gelten.
Alle arbeiten mit höheremDruck als in England beliebtid, und gewöhnlich
erfcheinen 6 bis 7 Atmofphären gewählt.
Fad durchwegs id ein Drehhahn im freiliegenden Dampfrohr zur kegu-
lirung des Ganges verwendet, und dets fitzen die Sicherheitsventile dired neben
einander auf einem gemeinfamen Paarflutzen.
Bede & Comp, in Verviers. Der Keffel der Strafsenlocomobile diefer
Firma pafste völlig in den eben befchriebenen Typus. Die Feuerbüchfe (der Rod
unten) hatte o-68 Meter, der Aufsenmantel 0-84 Meter Durchmeffer. Die
Rohrwand fchnitt derart in die Feuerbüchfe, dafs fie gegenüber der Heizthure
nur o 53 Meter als gröfste Tiefe befafs.
Die Feuerdecke lag 0 9 Meter über den Rod und lag in gleicher Hohe mil
der oberden Erzeugenden des die Röhren umfchliefsenden Langkeffels. Diefer
hatte 0 60 Meter Durchmeffer und war von 51 Röhren (ä 45 Millimeter licht) gänz
lich und völlig fymmetrifch erfüllt. Die Rauch-Rohrwand lag rÖ2 Meter weit von
derjenigen der Feuerbüchfe entfernt, war kreisrund eben, und mit einem Winkei
ring angefetzt.