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Full text: Genie- und Pionnierwesen (Gruppe XVI, Section 3), officieller Ausstellungs-Bericht

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Emerich Zinncr. 
Fi S- 3- 
Bei einer Geleisweite von 4 Fuis 2 Zoll und einer Achfenfpannung (Abftand 
der beiden Achsmitten) von 5 Fufs 6 Zoll hat der complete Wagen ein Gewicht 
von 13, mit Beladung von 28 Wiener Zentner. Die Kürze des Wagens und dann 
der Umftand, dafs der aufgeladene Ponton über die Räder foweit herabreicht, dafs 
er mit feinen Borden nur 2 Fufs 8 Zoll vom Boden abfteht, fowie die übrigen 
Dimenfions-Verhältniffe des Eifens, verleihen eben dem Fuhrwerke jenes leichte 
und gefällige Ausfehen. Dennoch ift der Wagen felbft etwas fchwerer als die 
bisherigen aus Holz erzeugten Kriegs-Brückenwagen. Schwächer in den einzelnen 
Conftru<5lionstheilen als der Proje&swagen, dürfte aber ein Brückenwagen mit 
der erwähnten Belafhmg nicht gehalten werden, denn bei dem Proje<5ts wagen 
lind gerade die der erforderlichen Sicherheit angemeffenen Dimenfions-Verhält 
niffe mit ebenfo viel Gefchick als Glück ermittelt worden. Die Räder haben zwar 
bei den fchon erwähnten Verfuchen einige Deformirungen infoferne erlitten, dafs 
iie in Folge von etwas verbogenen Speichen an einigen Stellen unrund wurden, 
und dafs die Mittellinie des Radreifes nicht mehr in einer auf die Nabenachfe 
fenkrechten Ebene (der Radebene) lag, fondern nahezu bis auf 1 Zoll variirte; 
doch behauptete der Herr Projeclant, dafs diefe Deformirungen nicht Folge der 
Harken Inanspruchnahme bei den Fahrverfuchen, fondern der erflen ungewohnten 
Erzeugungsweife feien. .Speichen und Radreif könnten in ihren Dimenfionen aller 
dings etwas ftärker gehalten fein. 
Das Wagengeftelle befteht aus den Langbäumen, deren vorne und hinten 
niederhängende Winkel den Ponton, den Wagenriegel u. f. w. tragen, dann aus 
einem grofsen Hinter- und einem kleinen Vorder-Kalten, fammt zwei Fufsbretern. 
Die Langbäume find aus Spanteifen (Winkeleifen), unter fich mit vier gleichen 
Eifen verbunden und auf der Aufsenfeite mit einem auf der Oberfeite durch 
Bandeifen gefchütztem Tannenbrete verftärkt, wodurch der innwendige Raum zur 
Stütze der Killen, zur Auflegung der Querunterlagen, der Pfolten und zur Auf- 
Itellung des Fufsbretes bei deffen Gebrauch als Kutfchbock freigelaffen wird. 
Als Kutfchbock dient für gewöhnlich der Ponton felbft, bei leeren Wagen aber 
das obere Fufsbret, wozu die aus Rundeifen erzeugten Stützenftangen in elfterem
	        
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