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Full text : Genie- und Pionnierwesen (Gruppe XVI, Section 3), officieller Ausstellungs-Bericht

Das  Pionnierwefen.

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Fig.  4  jD.  Gedanke,  indem  man  immer
an  dem  Grundfatze  fefthalten
mufs,  die  Zugkraft  der  Pferde
fo  viel  als  nur  möglich  zu
fchonen,  um  fie  vorkommenden ­
  Falles,  namentlich  aber
beim  Berganfahren  vollends
auszunützen.  Man  hat  daher
  darauf  zu  f  e  h  e  n,
dafs  fie  beim  Bergabfahren ­
  nicht  angelt ­
  r  e  n  g  t  und  um  di  efe  n
Zweck  zu  erreichen,
durch  die  Bremfe  k  r  ä  ftigfl
  unterflützt  we  rden.
  Diefe  mufs  daher  für
fich  allein  und  ftets  fo  viel
wirken,  dafs  der  Wagen  niemals ­
  in  das  Rollen  komme,
die  Pferde  fomit  frei  und  fall
zuglos  dahinfchreitenkönnen
und  hauptfächlich  nur  zur
Lenkung  und  theilweifenFortbewegung
  des  Wagens  das
Ihrige  beizutragen  haben.
Diefer  Zweck  kann  angemeffen
  und  für  alle  Lagen  nur
in  zweckmäfsiger  Weife
durch  Sperrung  der  PI  in  terra  der  erreicht  werden,  und  zwar  durch
Bremsbalken  oder  Bremsftöckel,  welche,  gleichviel  ob  fie  fich  nun  an  die  Vorderoder ­
  Hinterfeite  diefer  Räder  anlegen,  durch  ein  Geftänge  mit  Schraubenfpindeln
nach  Bedarf  fich  in  der  Weife  Hellen  laffen,  dafs  letztere  je  nach
der  minderen  oder  ftärkeren  Neigung  der  S  t  r  a  f  s  e  auch  minder
oder  mehr  angezogen  werden.  Die  allgemeine  Einführung  d  i  e  f  e  s  P  r  i  ncipes
  bei  den  Laft-Fuhrwerken  aller  Art  und  felblt  bei  leichten  Wagen  fpricht

laut  genug  für  diefe  Anichauung.
Hauptmann  Norrman  hat  übrigens  feine,  wenn  auch  nicht  ganz  richtige
Idee  doch  möglichft  einfach  und  gut  durchgeführt.  Diefe  Sperrvorrichtung
mag  für  leichtes  Fuhrwerk  in  gewiffen  Gegenden  ganz  gut  anwendbar  und  der
weiteren  Ausbildung  würdig  fein,  ift  dagegen  für  fchweres  Fuhrwerk  niemals
empfehlenswerth.
PlauptmannN  orrman  hat,  der  Laft  feines  Wagens  entfprechend,  ein  Drei
gefpann  gewählt,  welches  von  dem  fchon  erwähnten  Bocke  aus  geleitet  wird.
Das  mittlere  Pferd  geht  innerhalb  einer  kurzen  Doppeldeichfel  (Gabel),  welche
an  der  Sprengwage  beweglich  angebracht  ift  und  nicht  weiter  als  bis  etwa  vor
die  Bauchgurte  reicht.  Dazu  hat  er  auch  die  Pferdegefchirre  eigenartig,  vor
Allem  die  Widerhaltriemen  fehl*  kurz  einrichten  müffen,  damit  die  drei  eng  nebeneinander ­
  gehenden  Pferde  die  beiden  Deichfelftangen  beim  Zurückhalten  vorne
heben,  wodurch  fie  rückwärts  die  Sprengwage  mit  den  beiderfeits  darauf  beteiligten
eifernen  Winkelhebel  nach  abwärts  drücken  und  dadurch  die  von  dort  ausgehenden ­
  Bremfengeftänge  in  Thätigkeit  bringen.
Die  Sprengwage  ift  durch  zwei  Arme  mit  dem  vorderen  Querflück  verbunden, ­
  mittelft  Bolzen,  welche  durch  die  aufwärts  gebogenen  Platteifen  durchgehen, ­
  beweglich.  Um  die  Sprengwage  in  der  horizontalen  Lage  zu  erhalten,
befindet  fich  unter  jedem  Arme  eine  dreiblättrige  kurze  Feder,  welche  auf  der
2*
            
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