Das Pionnierwefen.
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Fig. 4 jD. Gedanke, indem man immer
an dem Grundfatze fefthalten
mufs, die Zugkraft der Pferde
fo viel als nur möglich zu
fchonen, um fie vorkommenden
Falles, namentlich aber
beim Berganfahren vollends
auszunützen. Man hat daher
darauf zu f e h e n,
dafs fie beim Bergabfahren
nicht angelt
r e n g t und um di efe n
Zweck zu erreichen,
durch die Bremfe k r ä ftigfl
unterflützt we rden.
Diefe mufs daher für
fich allein und ftets fo viel
wirken, dafs der Wagen niemals
in das Rollen komme,
die Pferde fomit frei und fall
zuglos dahinfchreitenkönnen
und hauptfächlich nur zur
Lenkung und theilweifenFortbewegung
des Wagens das
Ihrige beizutragen haben.
Diefer Zweck kann angemeffen
und für alle Lagen nur
in zweckmäfsiger Weife
durch Sperrung der PI in terra der erreicht werden, und zwar durch
Bremsbalken oder Bremsftöckel, welche, gleichviel ob fie fich nun an die Vorderoder
Hinterfeite diefer Räder anlegen, durch ein Geftänge mit Schraubenfpindeln
nach Bedarf fich in der Weife Hellen laffen, dafs letztere je nach
der minderen oder ftärkeren Neigung der S t r a f s e auch minder
oder mehr angezogen werden. Die allgemeine Einführung d i e f e s P r i ncipes
bei den Laft-Fuhrwerken aller Art und felblt bei leichten Wagen fpricht
laut genug für diefe Anichauung.
Hauptmann Norrman hat übrigens feine, wenn auch nicht ganz richtige
Idee doch möglichft einfach und gut durchgeführt. Diefe Sperrvorrichtung
mag für leichtes Fuhrwerk in gewiffen Gegenden ganz gut anwendbar und der
weiteren Ausbildung würdig fein, ift dagegen für fchweres Fuhrwerk niemals
empfehlenswerth.
PlauptmannN orrman hat, der Laft feines Wagens entfprechend, ein Drei
gefpann gewählt, welches von dem fchon erwähnten Bocke aus geleitet wird.
Das mittlere Pferd geht innerhalb einer kurzen Doppeldeichfel (Gabel), welche
an der Sprengwage beweglich angebracht ift und nicht weiter als bis etwa vor
die Bauchgurte reicht. Dazu hat er auch die Pferdegefchirre eigenartig, vor
Allem die Widerhaltriemen fehl* kurz einrichten müffen, damit die drei eng nebeneinander
gehenden Pferde die beiden Deichfelftangen beim Zurückhalten vorne
heben, wodurch fie rückwärts die Sprengwage mit den beiderfeits darauf beteiligten
eifernen Winkelhebel nach abwärts drücken und dadurch die von dort ausgehenden
Bremfengeftänge in Thätigkeit bringen.
Die Sprengwage ift durch zwei Arme mit dem vorderen Querflück verbunden,
mittelft Bolzen, welche durch die aufwärts gebogenen Platteifen durchgehen,
beweglich. Um die Sprengwage in der horizontalen Lage zu erhalten,
befindet fich unter jedem Arme eine dreiblättrige kurze Feder, welche auf der
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