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MAK

Full text : Genie- und Pionnierwesen (Gruppe XVI, Section 3), officieller Ausstellungs-Bericht

Das  Picnnierwefen.

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Fig.  8.

WIEN.

Starz-Gelei

ft  Z°0°  r::  BEWEGLICHE  STIRfi 1
[)  RAMPE  AUF  EISENBAHN»
4?^^  RAUERN  RUHEND.

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112,0°
FAHRBAHN

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Laffen  wir  nun  frühere  Berichtetflatter  weiter  fprechen.  Nach  cliefen  kann
der  Ort  der  Anlage  nach  Zweck  und  Abficht  entweder  nächfl  eines  gröfseren
Bahnhofes,  eines  Stationsplatzes  oder  auch  auf  jedem  beliebigen  Punkte
längs  der  laufenden  Verkehrsbahn  gewählt  werden,  woraus  man  folgert,  dafs  die
Concentrirung  von  Truppen  aller  Waffen  und  des  Kriegsmateriales  behufs  Weiterbeförderung ­
  nicht  wie  bisher,  an  die  gröfseren  Bahnhöfe  allein  mehr  gebunden
fei,  fondern  dafs  es  den  Leitern  der  Truppenbewegungen  im  Grofsen  nun  frei
flehe,  die  Concentrirung  nach  jedem  Bahn  punkte,  der  hiezu  zweckmäfsig
dünkt,  anzuordnen,  dafelbft  die  Glorine  anlegen  zu  laffen  und  die  Einwaggonirung
und  Beförderung  fofort  einzuleiten.
Allerdings  kann,  wenn  das  Rondeau  einmal  angelegt,  und  auf  die  bereits
erwähnte  Weife  mittelft  der  Schienenftränge  und  der  eingelegten  Bogen  mit  der
laufenden  Verkehrsbahn  in  Verbindung  gebracht  ifl,  ein  grofsartiger  Fahrbetriebs-Park
  auf  dem  ganzen  Syfleme  der  Glorine  gefammelt  und  rangirt  werden,  fo  dafs
man  die  Züge  nach  erfolgter  Einwaggonirung  nach  jeder  Richtung  ablaffen  kann.
Ein  weiterer,  fehr  anerkennenswerther  Vorzug  ift  der,  dafs  das  Syftem  der  Glorine
die  Drehfeheiben  vollkommen  überflüffig  macht.  Die  zeitraubende  Umwendung
der  Mafchine  und  die  Verfchiebung  der  Wagen  entfällt  dadurch  ganz,  indem  es
nur  weniger  Minuten  bedarf,  um  in  das  Rondeau  der  Glorine  einzufahren,  den
Kreis  zu  durchlaufen  und  die  auf  diefe  Weife  umgekehrten  Mafchinen  mit  dem
ganzen  Wagenzug  wieder  in  die  laufende  Bahn  nach  links  oder  rechts  einzuführen.
Als  ein  weiterer  Vorzug  der  mobilen  Glorine  mufs  noch  bezeichnet  werden,
dafs  diefelbe,  nach  Angabe  des  Erfinders  mit  dem  eifernen  Oberbau-Syfteme  von
Köfllin  und  Battig  hergeflellt,  eines  befonderen  Unterbaues  und  der  Bettung
entbehren  kann,  indem  diefes  Syftem  das  Legen  auf  dem  gewachfenen
(natürlichen)  Boden  ermöglicht,  und  es  nur  darauf  ankommt,  zu  trachten,  dafs
die  zu  einander  gehörigen  und  paffenden  Beflandtheile  zufammengefügt  und
befefliget  werden.  Man  meint,  dafs  mit  einer  folchen  Garnitur,  wenn  fie  einer
Mannfchaft  zugewiefen  wird,  welche  fchon  in  Friedenszeit  in  dem  Auf-  und
Abladen,  Zufammenfügen  und  Abreifsen  der  Garniturtheile  gehörig  eingeübt
wird,  die  complete  Glorine  in  24  Stunden  herzuflellen  und  fofort  dienflfähig  einzurichten ­
  wäre.
Bei  Erwägung  aller  Vortheile  darf  man  jedoch  auf  zwei  Umflände  nicht
vergeffen,  welche  die  Anlage  von  mobilen  Gl  or  inen  in  den  meiden  Fällen
dort,  wo  man  fie  wünfeht,  unmöglich  machen  werden.  Die  geträumten  Vortheile
find  fonach  meiflentheils  als  illuforifche  zu  bezeichnen.
Hat  man  fich  vor  Allem  eine  Vorftellung  von  derGröfse  des  Raumes  gemacht,
den  das  ganze  Schienennetz  einer  Glorine  einnimmt?  Ein  Platz  von  1120  Klafter
Länge  und  etwas  mehr  als  400  Klafter  Breite,  der  alfo  nahezu  eine  Fläche  von
drei  öfterreichifchen  Jochen  einnimmt,  der  fo  geringe  Niveau  Unterfchiede  zeigt,
            
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