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Dr. A. von Waltenhofen.
Antriebe von Silva Pint o, Präparator des Inftitutes. — Graphifche Darftellung
erdmagnetifcher und anderer Beobachtungen am Obfervatorium des Infanten
D. Luiz in Liffabon. —• Eine gleichfalls ausgeftellte elektrifche Uhr bleibt
einer anderen Sektion diefes Berichtes Vorbehalten.
Frankreich. A d in i ni ft r a t i o n d e s lignes t e 1 e g r a p h i q u e s. —
E. Barbier a Paris. Die L e c 1 an c h e’fche Kette in verfchiedenen Formen,
befonders für telegraphifche Zwecke eingerichtet. — Boulay & Comp. ä Paris.
Elektromagnetifche Motoren (Syftem D u m o u 1 i n - F r o m e n t) in verfchiedenen
Gröfsen; elektrotherapeutifche und Ruhmko r ff’fche Apparate. — P. Du-
moulin-Froment ä Paris. „Eleklromoteur ä rotation immkdiate“, gröfseres
fehr fchön ausgeführtes Modell. (Conftruktion bereits bekannt.) — E. Vinay
ä Paris. Widerftandsfcalen mit Stöpfelfchalter, S i e in e n s’fche Form. —Der tele
graphifche Blitzableiter von Digney frhes & Comp.; die elektrifchen Uhren
von Deschiens und Dumoulin-Froment; die Telegraphenmaterialien von
Bonis, Legay u. f. w. find Gegenftand einer anderen Sedtion diefes Berichtes.
L. Breguet, Paris. Der vielbefprochene Jamin’fche Blättermagnet.
Fünfundvierzig dünne, nach der Breitfeite gebogene magnetifirte Stahllamellen zu
einem an beiden Schenkeln armirten Magazine vereinigt, im Uebrigen durch nicht
magnetifche Zwifchenlagen getrennt. Das Gewicht des Magneten foll 50 und die
Tragkraft 500 Kilo betragen, alfo ungefähr das Vierfache von der nach der
Haecker’fchen Formel berechneten Tragkraft. —Magnetindukiofen, theils für
Telegraphenfignale, theils zum Minenzünden (durch Funken) engerichtet. Stahl-
magnete mit Eifenkernen armirt, in deren Umwindungen das Abreifsen eines vor
gelegten Ankers (durch Niederdrücken eines Tafters) einen Strom inducirt, der
entweder felbft zum Zeichengeben dient oder delfen Extracurrent bei den mit ent
fprechender Umfchaltung verfehenen Minenzündern die Funken gibt. — Zwanzig-
elementige Polarifationsbatterie mit Wippe. Bleierne Elektroden in verdünnter
Schwefelfäure in Doppelzellen mit Diaphragma. — Magnetoelektrifcher Rotations-
apparat nach Gramme. Ein kleineres Modell und ein gröfseres, mit Dampfmafchine
betrieben, in der Mafchinenhalle. Der Grundgedanke der Conftruclion ift gewiffer-
mafsen die Umkehrung des dem Kravogl’fchen Motor zu Grunde liegenden
Principes. Ein zwifchen den Polen eines magnetifchen Magazins rotirender eiferner
Ring (aus weichem Eifendraht gefertigt) bildet den gemeinfchaftlichen Eifenkern
eines Syftemes von Induktionsfpiralen, welche, auf den Ring gewickelt, mitrotiren
und deren Drahtenden an der Achfe mit. den Elektroden des Apparates in ent-
fprechendeVerbindung treten. (Vergleiche Leipzigerjahrbuch der Erfindungen 1871.)
Dubofcq, Paris. Seine treffliche elektrifche Lampe in rühmlich!!
bekannter folider und eleganter Ausführung.
Gaiffe, Paris. Elektrotherapeutifche Apparate von anerkannter Vorzüg
lichkeit. Batterien, Induktoren (Schlittenapparate und Rotationsapparate), nebft
den verfchiedenartigften Hilfsgeräthfchaften; Alles in fehr hübfcher Ausführung.
S c h w e i z. Die Chronofkope und elektrifchen Uhren von H a s 1 e r & E f c h e r
in Bern und von M. Hipp in Neuenburg find Gegenftand anderer Sektionen
■diefes Berichtes.
Italien. Dr. Antonio Cofta Saya, Meffina. „Dinamometro magnetico“.
Apparat zur Demonftration der Fundamentalgefetze des Magnetismus. Das freie
Ende einer am anderen Ende horizontal befeftigten magnetifirten Stahlfeder trägt
einen kleinen, auf verticaler Scala fpielenden Zeiger und wird der Einwirkung
eines in geeignete Lage gebrachten Magnetftäbchens ausgefetzt. Die Feder
erleidet dadurch an der Scala abzulefende Biegungen, welche die wirkfamen
Kräfte vergleichen laffen und fowohl das C o u 1 o m b’fche Gefetz, als auch die
Vertheilung des Magnetismus in einem Stabe nachzuweifen geftatten.