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Full text: Mathematische und physikalische Instrumente (Gruppe XIV, Section 1 und 2), officieller Ausstellungs-Bericht

Optifche und akuftifche Apparate. 
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welcher der Photograph Herr C. Hauck ebenfalls ausgeflellte fchöne Photo 
graphien mikrofkopifcher Objedte herftellte. 
H. Radi gu et in Paris (Boulevard des Alles du Calvaire, 15) ftellte 
feine planparallelen Glasplatten und Spiegel von bekannter Güte aus, D u b o s c q 
L. J. in Paris einen Silbermann’fchen und die Firma Starke und Kämme 
rer in Wien einen Stampfer’fchen Helioftaten in vorzüglicher Ausführung. 
Spedtralapparate gewöhnlicher Conftrudtion mit einem Prisma zur che- 
mifchen Analyfe finden fich in den Expofitionen von Defaga in Heidelberg, 
W. J. Hauck in Wien, D u b o s c q L. J. in Paris und Anderen. G. & S. Merz 
in München lieferte feinen vorzüglich gearbeiteten, zu aftronomifchen Unter- 
fuchungen eingerichteten Spedtralapparat a vision diredt, die Genfer Gefell- 
fchaft zur Ausführung phyfikalifcher Apparate einen Spedtometer mit grofsem 
Theilkreife zur Meffung der Winkel und einer Vorrichtung zum Vertical- und 
Schiefftellen desfelben, Pieretti&Ercoli in Lucca ein Spedtrofkop ä vision 
diredt für Beobachtungen mit freiem Auge und ein folches für aftronomifche 
Beobachtungen mit dem Fernrohre, Starke & Kämmerer in Wien einen 
Spedtralapparat mit zwei Prismen, welche in einem Kärtchen von paffender 
Form fo eingefehloffen find, dafs das von der Seite einfallende Licht des nicht 
verdunkelten Zimmers abgehalten wird. 
Endlich lieferte die Firma Franz Schmidt & Haenfch in Berlin eine 
Reihe von Spedtralapparaten nach Hofmann, nach Janfen ä vision diredt mit 
5 Glasprismen und nach Zenker, ebenfalls ä vision diredt mit Schwefelkohlen- 
iloff-Prismen. Diefe Firma exponirte auch einen Spedtralapparat nach der Con- 
ftrudtion von Vierodt zur Vergleichung der Lichtintenfität für die verfchiedenen 
Farben zweier Lichtquellen und zur Ünterfuchung der Abforption. 
Bei dem gewöhnlichen Spedtralapparat wird die Spalte für das eintre 
tende Licht durch zwei Platten gebildet, von denen die eine feft, die zweite 
aber mittelft einer Schraube bewegt und dadurch die Spalte je nach Bedürf 
nis enger oder weiter gemacht werden kann. Vierodt theilt nun die beweg 
liche Platte in zwei Hälften, eine obere und eine untere, jede diefer beiden Hälfte 
iftmit einer Mikrometerfchraube fammt graduirter Trommel zu bewegen, fo dafs 
man im Stande ift, für jede die Spaltenbreite zu beftimmen. Sind die beiden Spalten 
gleich breit, fo find die ihnen entfprechenden durch das Prisma gebildeten 
beiden über einander liegenden Spedtra gleich hell. Verdeckt man aber die 
eine Spalte durch einen Diaphankörper, fo wird im Allgemeinen das entfprechende 
Spedtrum dunkler, und zwar verfchieden dunkel für die verfchiedenen Farben. 
Man kann nun die unbedeckte Spalte enger machen und fo für jede Farbe, 
offenbar im Allgemeinen bei jedesmal anderer Spaltenbreite, eine gleiche Inten- 
fität derfelben im oberen und unteren Spedtrum erzielen. Das umgekehrte Ver 
hältnifs der Spaltenbreite liefert auch erfichtlich das Verhältnifs der Intenfitäten 
in den beiden, durch gleichbreite Spalten erzeugten Spedlren, fomit auch die 
durch den diaphanen Körper erzeugten Schwächungen im durchgehenden 
Lichte. Durch Vorfchieben von Rauchgläfern von bekannter Abforption kann 
man auch eine Lichtfchwächung mit oder ohne Verengerung der Spalte her 
beiführen. Man kann auch mit einem folchen Apparate zwei Lichtquellen in Bezug 
auf die Intenfität ihrer verfchiedenen Farben vergleichen, rvenn man das 
Licht der einen durch die obere, jenes der anderen durch die untere Spalte 
einläfst. Kann das Licht der einen nicht in derfelben Richtung einfallen, fo kann 
man auch vor die eine Spalte das Kirchhoff’fche totalreflectirende Prisma 
anbringen und fo die eine Lichtquelle feitlich aufftellen. Um die Meffungen 
jeder Stelle des Spedtrums ficher durchführen zu können, find im Ocularrohre 
des Spedtralapparates (an Stelle des Fadenkreuzes) zwei undurchfichtige Schie 
ber mit verticalen Rändern anzubringen, die immer beliebig genähert werden 
können. Diefe Vorrichtung erlaubt das ganze Spedtrum abzublenden, mit Aus 
nahme derjenigen Stelle, welche man gerade unterhielten will. (Pogg. Ann. 140, 172.)
	        
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