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MAK

Full text : Mathematische und physikalische Instrumente (Gruppe XIV, Section 1 und 2), officieller Ausstellungs-Bericht

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L.  Ditfcheiner.

brannte  Knallgas-Blafen  liefern  defto  mehr  verfchwommene  Figuren,  je  gröfser
fie  find  und  je  tiefer  ihr  Klang  ift.  (Pogg.  Annal.  149,  424.)
Der  Apparat  zur  Demonfiration  der  Brechung  des  Schalles  befteht  aus
zwei  aus  Holzbrettern  gefertigten  Parabelftücken,  deren  jedes  durch  einen  Schnitt
fchief  zur  Parabelachfe  auch  durch  eine  gerade  Linie  begrenzt  wird.  An  der
Begrenzungslinie  legt  man  nun  diefe  beiden  fo  aneinander,  dafs  ihre  Umgrenzung
eine  continuirliche  ift,  und  die  geraden  Schnitte  miilTen  fo  geführt  werden,  dafs
die  Neigungen  beider  Achfen  gegen  die  gemeinfchaftliche  Normale  der  Schnittlinie
dem  Brechungsverhältnifle  von  Luft  und  Kohlenfäure  entfprechen.  Ein  ganz
gleiches  Paar  folcher  Bretter  wurde  ebenfalls  gebildet  und  beide  Paare  in  einer
gewiflen  Diftanz  durch  einen  die  Ränder  verbindenden  und  den  Raum  nach  aufsen
fchliefsenden  Blechftreifen  verbunden.  Diefer  fo  gebildete  Cylinder  wird  nun
durch  eine  parallel  der  geraden  Schnittlinie  nicht  zu  ftark  gefpannte  Membran  in
zwei  Theile  getheilt.  In  den  einen  auf  diefe  Art  entflehenden  Raum  wird  Luft,
in  den  andern  Kohlenfäure  gegeben,  fozwar,  dafs,  wenn  in  dem  Brennpunkte  der
einen  Parabel  ein  Funke  überfpringen,  oder  eine  Knallgasblafe  zur  Explofion
gebracht  wird,  die  von  dort  ausgehenden  Schallftrahlen  vom  Blechftreifen  parallel
zur  Parabelachfe  refledlirt  werden,  auf  die  Membran  gelangen  und  dort  in  das
andere  Medium  gebrochen,  von  dem  Blechftreifen  abermals  refledlirt  und  im
Brennpunkte  diefer  Parabel  wieder  vereinigt  werden.  Nach  den  Verfuchen  von
Mach  geben  die  Funken  keine  Staubfigur  im  anderen  Brennpunkte,  da  die  von
ihnen  ausgehende  Wellenbewegung  zu  fchwach  ift,  um  zwei  Reflexionen  und  eine
Brechung  ohne  Schaden  zu  ertragen.  Selbft  Knallgasblafen  geben  diffufe,  kaum
brauchbare  Figuren  im  zweiten  Brennpunkte.  Defshalb  hat  Mach,  um  wie  bei  der
refledlirenden  Ellipfe  eine  gefchloflene  Wellenfläche  zu  erhalten,  einen,  anderen
Verfuclr  ausgefülrrt.  Man  conftruire  um  die  Punkte  A  und  B  eine  Eicurve
u  %»  =  Oonft.,  fo  dafs  nicht  beide  Punkte  innerhalb  diefelbe  fallen,  und  bringe
drei  folche  Bretter  parallel  übereinander.  Das  mittlere  ift  etwas  kleiner.  Der
Rand  des  mittleren  und  des  oberen  Brettes  find  durch  eine  Membran  verbunden
und  der  Raum  mit  Kohlenfäure  gefüllt.  Das  mittlere  und  obere  Brett  verbindet
ein  Blechftreifen  und  zwifchen  dem  unteren  und  mittleren  befindet  fich  Luft.  Der
funke  überfchlägt  in  Luft  in  A }  die  Schallwelle  biegt  um  den  Rand  des  mittleren
Brettes  durch  die  Membran  in  die  Kohlenfäure  ein  und  erzeugt  in  dem  Punkte  B
auf  der  beftäubten  Glasplatte  eine  fchöne  fcharfe  Staubfigur.  Die  Figur  verfchwinnet
  und  es  entliehen  einige,  jedoch  nicht  mehr  concentrifche  Rippen  in  einem
anderen  Punkte  C,  wenn  die  Kohlenfäure  durch  Luft  erfetzf  wird.  (Pogg.  Ann.
‘49  428.)
Bei  dem  Apparate  für  die  Schwingungen  geftrichener  Saiten  find  zwei
Saiten  kreuzweife  übereinander  gefpannt,  fo  dafs  die  eine  etwa  in  zweiCentimeter
Entfernung  über  die  andere  hinweggeht  Wenn  man  diefe  Saiten  gleichzeitig  mit
dem  Bogen  ftreicht,  fo  erhält  man  in  dem  Ueberdeckungsfelde  der  beiden  verfchwommenen
  Saitenbilder  ein  fehl-  fchönes,  fcharfes  Parallelogramm,  das  fich
langfam  ändert  und  zeitweilig  zu  einer  geraden  Linie  zufammenfchrumpft.  Man
fieht  daraus,  dafs,  weil  die  Schwingungscurve  für  alle  Phafenunterfchiede  ein
Parallelogramm  ift  die  Saite  nur  mit  conftanter  Gefchwindigkeit  hin-  und  hergehen
kann.  (E.  Mach,  Pogg.  Ann.  134,  311.)
Bei  dem  Apparate  zu  ftrobofkopifchen  Unterfuchungen  der  Luftwellen
ift  eine  Reihe  König’fcher  Brenner  in  die  Seitenwand  einer  Orgelpfeife  eingefetzt.
Macht  man  die  Flammen  fehl-  klein,  fo  leuchten  fie  fall  nur  momentan  periodifch
auf  und  es  laffen  fich  die  Schwingungen  der  Stimmgabeln,  Saiten,  Pfeifen  u.  f.  w.
bei  diefem  Lichte  fehr  fchön  und  fcharf  beobachten  Die  Kundt’fchen  Staubwände ­
  fieht  man  auf  diefe  Weife  in  einer  gläfernen  Orgelpfeife  fehr  fchön  hinund
  herfchwingen.  Man  kann  die  Luft  in  der  Pfeife  auch  mit  fehr  fchönen  Querlinien
  überziehen  auf  folgende  Weife.  Ein  Platindraht  ift  an  der  oberen  Wand
der  horizontalen  Pfeife  der  ganzen  Länge  nach  durch  das  Rohr  gezogen.  Derfelbe
            
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