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Alexander Friedmann.
Vorrichtungen und Waarenmagazine den Quais entlang errichtet, ermöglichen ein
rafches Ein- und Ausladen, Trockendocks und Reparatur-Werkllätten eine gute
Inftandhaltung der Schiffe.
Fifcherei, Salinen und fonftige mit dem Seewefen zufammenhängende
Gewerbe, vom Staate an einer möglichft langen Küfte beftens gefchützt, fördern
die Heranbildung des Matrofen, indem fie ihn von Kindheit an mit dem Elemente
feines fpäteren Berufes vertraut machen.
Ein gutes Confulatswefen erleichtert den heimifchen Bürgern die Benützung
der fremden Gefetze zur Förderung gerechter Intereffen und Bewahrung vor will
kürlichen Schädigungen. Eine gute Kriegsmarine endlich fichert im Frieden
den Schiffen zur See, im Kriege denHäfen des Landes dieFreiheit des Verkehres.
Man fieht alfo, das Seewefen ift der Inbegriff zahlreicher, grofsartiger Ver-
anftaltungen, die allenthalben fchon defshalb volle Aufmerkfamkeit verdienen, weil
zu ihrer Schaffung und Erhaltung die bellen Elemente menfchlicher Leiftungs-
fähigkeit angeregt und bethätigt werden, deren allgemeinere Kenntnifs aber für
den Bürger von Oefterreich, das an der Adria feit Eröffnung des Suezcanales eine
fo günftig gelegene Küfte befitzt, erhöhte Bedeutung haben würde, da mit der
erweiterten Kenntnifs der Hilfsmittel des Seeverkehres auch die beffere Aus
nützung der geographifchen Vortheile des Landes Hand in Hand gehen würde.
Entfprechend der vorftehendenUeberficht wird der Rapport in die folgen
den Abfchnitte eingetheilt:
1. Schiffe für Handelsmarine, Kriegsmarine und Binnengewäffer.
2. Mafchinen und Mittel zur Bewegung des Schiffes.
3. Seekarten und Apparate zur Orientirung des Schiffsführers auf
offener See.
4. Leuchtthürme und Warnzeichen zur Orientirung des Schiffsführers in der
Nähe der Küfte.
5. Seehäfen und Mittel zum Aus- und Einladen, Reinigen und Repariren
der Schiffe.
6. Fifcherei, Seeinduftrie und Rettungswefen.
Schiffe für Handelsmarine, Kriegsmarine und Binnen
gewäffer.
Allgemeine Principien, Formen und Dimenfionen.
Zur Vorficht eine Verltändigung über einige wenige Grundbegriffe :
Jedes Schiff, welches immer fein Zweck oder feine Bauart fein mag, mufs ftabil,
feil und lenkbar und im Verhältniffe zur disponiblen Triebkraft g e f c hw i n d
fein; ein Schiff für den Seeverkehr mufs überdiefs, behufs Seetüchtigkeit,
durch feinen Bau und feine richtige Ladung gegen die Ueberfluthung durch die
Wellen gefichert und zur rafchen Behebung von Havarien gut bemannt und
genügend ausgerüllet fein.
Ein Schiff ift 11 a b i 1, wenn es im ruhigen Waffer aufrecht fchwimmt und
im bewegten Waffer fich fo verhält, dafs es durch den Einflufs der gröfsten Wellen
und des ftärkften Windes der Gegenden, die es zu paffiren hat, aus feiner Gleich-