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MAK

Full text : Marinewesen (Gruppe XVII, Section 1 bis 4), offcieller Ausstellungs-Bericht

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Alexander  Friedmann.

Entlang  diefem  Wellenbrecher  hätte  das  Meer  bis  zu  40  Meter  Tiefe  und  würde
deffen  Profil  zu  dem  des  jetzigen  äufseren  Dammes  lieh  verhalten  wie  das  beb
flehend  Fig.  qb  veranfchaulichte  zu  dem  Fig.  qr  gegebenen,  welche  letztere  das
wirkliche  Profil  des  jetzigen  Aufsendammes
  B  CD  darftellt.  Die  Ausführung ­
  des  Wellenbrechers  ift
jedoch  noch  nicht  definitiv  befchloffen
  und  wird  die  Zögerung  damit
erklärt,  dafs  Dampffchiffe  auch  bei
ungünfligen  Winden  zumeifh  ihre
Einfahrt  in  die  Häfen  in  geficherter
  Weife  vornehmen  können  und
defshalb  eines  Vorhafens  weniger
bedürfen,  diefe  alfo  lediglich  denSegelfchiffen
  zugute  kommen  würden,
die  Anzahl  der  Segelfchiffe  aber  im
Abnehmen  fei.  *  Andererfeits  wird
wieder  zu  Gunften  diefes  Wellenbrechers ­
  geltend  gemacht,  dafs,
follte  die  Nothwendigkeit  einer  Vergröfserung
  der  Hafenanlage  in  Marfeille
  neuerdings  eintreten  (und,
wenn  Trieft  und  Genua  fo  wie  bisher ­
  noch  fernerhin  die  Laftträger
als  die  einzigen  Ein-  und  Auslademafchinen
  für  Schiffe  beibehalten,
fo  glaubt  der  Berichterftatter,  dafs
diefe  Nothwendigkeit  der  Vergröfserung
  für  Marfeille  gar  bald  wieder
eintreten  wird),  ftatt  neuer  Baffinanlagen ­
  der  Kiifte  entlang,  durch
welche  diefelben  immer  weiter  von  der  eigentlichen  Stadt  zu  liegen  kommen,  verpacht ­
  werden  könnte,  Baffinanlagen  durch  Moli  zu  creiren,  welche  an  den  jetzigen
Aufsendamm  B  CD  in  ähnlicher  Weife  ficli  anfchliefsen,  wie  die  einzelnen  Moli
der  vorhandenen  Baffins  in  die  Küfte  eingreifen  und  würde  alsdann  der  Wellenbrecher ­
  gleichzeitig  als  Aufsendamm  für  neue  äufsere  Baffins  von  Nutzen
werden.
Den  ungeheueren  Aufwand  an  Material,  welchen  die  Anlage  eines  Wellenbrechers ­
  wie  der  Fig.  qb  erheifchen'  würde,  hofft  man  dadurch  zu  beftreiten,  dafs
man  den  Wellenbrecher  nicht  .ganz  aus  Steinwürfen,  fondern  in  den  Partien,
welche  bis  ungefähr  20  Meter  unter  der  Ebbe  liegen,  Anfchüttungen  aus  dem
Material  herftellt,  welches  durch  Terrainaushebungen  für  die  Anlage  neuer
Quartiere  in  Marfeille  gewonnen  werden  Toll,  und  die  alsdann  gewonnene  Grundanlage ­
  des  Dammes  zum  Schutze  gegen  den  Einflufs  der  See  mit  Steinwürfen  aus
natürlichen  Blöcken  bekleidet.  Da  der  Welienfchlag  in  einer  Tiefe  von  6  bis
7  Meter  unter  Waffer  fich  kaum  mehr  fühlbar  macht  und  das  Terrain  des  Meeresbodens ­
  felbft  wenig  nachgiebig  ift,  fo  kann  auf  diefe  Weife  die  untere  Hälfte  des
Dammprofiles  mit  genügender  Sicherheit  hergeftellt  werden.  Die  obere  Hälfte
von  20  Meter  ab  würde  auf  die  gleiche  Weife  aufgeführt  werden,  welche  bei  der
Anlage  des  Aufsendammes  der  Fig.  qj  in  Anwendung  kam.  Diefer  letztere  ift
nämlich  aus  Steinwürfen  hergeftellt,  deren  Material  aus  hiezu  eröffneten  Steinbrüchen ­
  gewonnen  und  welches  vor  Verwendung  fortirt  wurde,  fo  dafs  das

✓
*  Der  Berichterftatter  hat  feine  diefsbezüglichen  Anfchauungen  bei  Behandlung  der
Concurrenzfähigkeit  der  verfchiedenen  Schiffstypen  fub  /  B  dargelegt.
            
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