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Full text: Marinewesen (Gruppe XVII, Section 1 bis 4), offcieller Ausstellungs-Bericht

Marmewefen. 
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kleinere Material und die Abfälle zur Bildung des mittleren, tiefflen Kernes des 
Dammes, die gröfseren Steine zur Bekleidung diefes Kernes und die gröfsten 
Blöcke zur Begrenzung desfelben bis zu einer Tiefe von 6 Meter unter der 
Wafferlinie dienten, während von diefem Niveau an, von welchem, wie erwähnt, 
die Wellen bereits nach der Oberfläche hin immer mächtiger ihren Effedl zur 
Geltung bringen, die äufsere Verkleidung mit grofsen, künftlichen Blöcken von 
io bis 15 Kubikmeter Inhalt hergeflellt würde. Die Partie des Dammes B C 
(lafelXV), welche das Baffin de la Joliette abfchliefst, ifl auf diefe Weife vor 
27 Jahren hergeflellt worden, der weitere Theil bis zum Baffin National vor 
17 Jahren, und hat der ganze Damm fleh feither vollkommen gehalten. Diefe 
Methode der Sortirung des Materials fcheint alfo die Haltbarkeit des Dammes 
nicht zu beeinträchtigen und bietet den Vortheil., dafs das Verhältnifs der leeren 
Zwifchenräume zum Dammvolumen circa 03 :1 beträgt, während bei Dämmen, 
welche nach der üblichen Weife, derzufolge grofses und kleines Material gemengt 
zur Auffchüttung gelangt, die leeren Räume nur 20 Percent ausmachen, im Ganzen 
alfo 10 Percent an Auffchüttungsmaterial und diefsbezüglicher Arbeit erfpart 
wird. Diefs gilt aber nach dem Erachten des Berichterflatters nur für freiftehende 
Dämme und für einen Untergrund wie in Marfeille. 
Für die Herflellung der einzelnen Moli, von deren einem Fig. 98 einQuer- 
profil veranfchaulicht, wurde folgende Methode angewandt: Es wurde zunächft 
dem Umfange des zukünftigen Molo entlang eine Unterlage für die Quaimauern durch 
mäfsig grofse Steinwürfe hergeflellt, auf diefe Steinwürfe die Quaimauern mittelfl 
künfllicher Blöcke bis auf das endgiltige Niveau der Moli über derFluth errichtet, 
und der ganze durch die Quaimauern eingefchloffene Raum durch Erdanfchüttun- 
Fig. gS. 
gen ausgefüllt. Auch diefe Methode hat fleh für Marfeille fehr gut bewährt und 
ill für Verhältniffe, wie fle dafelbfl obwalten, aber auch nur für folche Local- 
verhältniffe, nicht wo der Untergrund ein nachgiebiger ifl, fehr zu empfehlen. 
Die Breite der Moli felbfl hängt von der Dispofltion der Waarenhäufer und 
der Anzahl der Eifenbahngeleife und Strafsenzüge ab, mit welchen ein folcher 
Molo verfehen werden foll. Bei der Befprechung des Hafens von Hamburg wurde 
bereits ein folcher Molo befchrieben. 
In Marfeille variirt die Breite der Moli von 150 bis 70 Meter und ifl bei den 
dortigen Localverhältniffen meifl richtig angelegt. Es wäre jedoch arg 
gefehlt, die geringfle Breite unter den Moli von Marfeille als 
die Minimalbreite von Moli überhaupt zu betrachten. Dort z. B., 
wo. wie bei Trieft erwähnt werden wird, der Untergrund nach 
giebig und die Herflellung guter Moli koflfpieliger ifl, ifl die 
jenige geringfle Breite derfelben, welche noch eine rafche 
Umladung der Schiffe ermöglicht, die zweckmäfsigfle, und da 
bei einem gefchicktenEifenbahn-Dienfle die Anzahl derEifen 
bahn-Geleife auf einem Molo fehr reducirt werden kann, und 
obgleich im Allgemeinen Waarenhäufer ohne Stockwerks Anlagen einen billigeren 
Betrieb ermöglichen, doch in folchen Fällen, wo die Flerflellung breiter Moli 
andere Bedenken verurfachen, Waarenhallen mit Stockwerks-Höhe, welche
	        
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