Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Marinewesen (Gruppe XVII, Section 1 bis 4), offcieller Ausstellungs-Bericht

Marinewefen.

61

zwei  Dochte,  deren  innerer  32  Millimeter,  deren  äufserer  41  Millimeter  Durchmeffer ­
  hat;  für  Leuchtthürme  3.  und  2.  Ordnung  drei  Dochte  von  32,  41  und  60
Millimeter  Durchmeffer,  für  Leuchtthürme  1.  Ordnung  endlich  meift  vier  Dochte
deren  äufserfter,  gröfster  einen  Durchmeffer  von  72  Millimeter  hat.  Es  waren  noch
gröfsere  Brenner  ausgeftellt,  fo  ein  nach  Farquuhar  vonSautter&Lemonnier
  erzeugter  Brenner,  welcher  fechs  Dochte  enthielt,  von  denen  der  fünfte
92  Millimeter,  der  fechste  112  Millimeter  Durchmeffer  hatte.  Die  Leuchtkraft  eines
vorerwähnten  vierdochtigen  Brenners  ift  gleich  der  von  29  Carcelllichtern,  die
eines  fechsdochtigen  F  ar  quuh  ar’fchen  angeblich  gleich  77  Carcelllichtern.’
Die  Lampe  der  Fig.  2g  wird  mit  Oel  genährt;  in  derfelben  wird  das
Leuchtmaterial  mittelft  kleiner  Pumpen,  welche  durch  ein  fpecielles  kleines  Uhrwerk ­
  bewegt  werden,  bis  zum  Niveau  der  Dochtränder  gepumpt,  von  wo  das
nichtverbrannte  Oel  wie  bei  der  Moderateurlampe  überfliefst.  Die  Lampe  des.
Apparates  Fig  jo  wird  mit  Petroleum  genährt,  welches,  in  dem  etwas  über  dem
Niveau  der  Brenner  aufserhalb  des  optifchen  Apparates  fituirten  Gefäfse  E  enthalten, ­
  durch  ein  regulirbares  kleines  Hähnchen  in  das  verftellbare  Röhrchen  G
eintropft,  welches  mit  der  Lampe  communicirt  und,  oben  etwas  niedriger  als  das
Niveau  des  Brenners,  einen  verftellbaren  offenen  Trichter  hat,  demzufolge  das
Petroleum  im  Brenner  nur  bis  zum  Niveau  befagten  Trichters  fteigen  kann,
während  was  aus  E  mehr  einfliefst  als  die  Lampe  aufzehrt,  in  das  Ueberlaufröhrchen
  h  und  von  da  in  H  fich  anfammelt.  In  beidenFällen,  Fig.  2g  und  Fig.so,  ift  das
Oelquantum  refpedtive  Petroleumquantumjeden  Gefäfses  fo  grofs,  dafs  es  der  Lampe
während  der  längften  Nacht,  ohne  nachgefüllt  zu  werden,  Material  zu  liefern  vermag.
Das  Leuchtmaterial  felbft  ift  gegenwärtig  zumeift  Rüböl.  Doch  findet  das
Petroleum  auch  bei  den  Leuchtthürmen  allmälig  Eingang,  feitdem  die  Bedenken,
die  feine  leichte  Entzündlichkeit  anfänglich  verurfachte,  durch  gröfsere  Vertrautheit ­
  der  Wärter  mit  dem  Materiale  fchwinden,  und  Reynaud,  der  Direktor  des
Leuchtthurmwefens  in  Frankreich,  eine  grofse  Anzahl  von  Leuchtthürmen  mit
Petroleumlampen  verfehen  liefs.
Das  nächftfolgende  Lichterzeugungs-Mittel,  die  Verbrennung  von  Kohle
im  elektrifchen  Strome,  war  in  mehreren  Fällen  zur  Ausheilung  gebracht.  In
allen  ward  der  elektrifche  Strom  durch  fogenannte  elektrifche  Mafchinen,  das  ift
durch  Induktionsapparate  erzeugt,  welche  durch  kleine  Dampfmafchinen  betrieben ­
  wurden.  Die  Induaionsapparate  find  rein  phyfikalifche  Apparate  und  als
folche  Gegenftand  der  Behandlung  anderer  Berichterftatter.  Hier  wiegt  nur  das
Erachten:  Erftens  ob,  vorausgefetzt,  dafs  die  elektrifchen  Mafchinen  bereits  den
vollen  Grad  erheifchter  Verläfslichkeit  erreicht  haben,  eine  complete  kleine
Dampfmafchine  mit  Refervemafchine  und  completer  Dampfkeffel  mit  Refervekeffel
nicht  eine  umftändliche  Inftallation  find,  ohne  Referve-Dampfmafchine  und
Referve-Dampfkeffel  aber  der  Fall  einer  Störung  in  Mafchine  und  Keffel  genügend
unfchädlich  gemacht  werden  kann,  um  jahraus  jahrein  Nacht  für  Nacht  den  Induktionsapparat ­
  zu  betreiben;  zweitens  ob,  vorausgefetzt,  dafs  der  regelmäfsige
Betrieb  eines  Induktionsapparates  ebenfo  gefichert  fei,  als  der  Betrieb  der
fchlichten  Oel-  und  Petroleumlampen,  die  Entfernung,  von  welcher  aus  diefe
letzteren  gefehen  werden  können,  nicht  genügt,  oder  eine  gröfsere  Diftanz  Gefahren ­
  beffer  zu  vermeiden  vermöchte.
Es  fcheint,  dafs  die  Praxis  diefe  beiden  Fragen  nicht  zu  Gunften  der
elektrifchen  Beleuchtung  erledigt  und  diefe  letztere  für  Leuchtthürme  nur  ausnahmsweife ­
  vor  fehr  frequenten  Häfen  zweckmäfsig  befindet.  Gröfsere  Wahrfcheinlichkeit
  dei  Verwendung  und  auch  gröfsere  Wichtigkeit  hat  das  elektrifche
Licht  für  Dampffchiffe,  wo  Motoren  ohnehin  bereits  vorhanden  find,  die  Inftallation ­
  alfo  weniger  umftändlich  und  es  manchmal  zweckmäfsig  ift,  nicht  nur  durch
ein  gutes  Signallicht  gefehen  zu  werden,  fondern  mittelft  guter  Reflektoren  auf  eine
gewiffe  Diftanz  hin  eine  befchränkte  Fläche  zur  befferen  Erkennung  zu  beleuchten.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.