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Full text: Marinewesen (Gruppe XVII, Section 1 bis 4), offcieller Ausstellungs-Bericht

Marineweien. 
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weite der Lmfen günftig zu geftalten, als auch, weil je intenfiver das Licht ift, um 
fo grofser auch die Entfernung der Linfen von der Leuchte fein mufs , damit die 
Lichtftrahlenmcht zu gedrängt auf die Linfe fallen und fonach nicht ein zu grofser 
.eil derselben durch die Linfen verfchluckt werde. Der Durchmeffer der 
dioptrifchen Trommeln eines jeden Leuchtapparates beträgt für Leuchtthürme 
erfter Ordnung I 80 Met^r; zweiter Ordnung 140 Meter; dritter Ordnung roo 
Meter; vierter Ordnung 050 Meter; fünfter Ordnung 0-375 Meter; fechfter 
Ordnung 0 300 Meter. Die mit Hilfe diefer Apparate erzielte Sehweite bei klarem 
Wetter yariirt zwifchen 10 und 22 Seemeilen und wird, da hiefür auch Sie Thurm- 
hohe mitbeftimmend ift, bei der Befchreibung jeden Thurmes angegeben werden. 
Der ganze optifche Apparat ift zu feinem und des Wärters Schutz gegen 
Unwetter von einer Laterne und diefe wieder von einem feften Drahtgitter umge- 
ben, damit die Vögel, gegen das Licht fahrend, nicht die Scheibe oder Laterne 
emlchlagen Die Drehung der Linfentrommel um die Flamme wird durch eine 
Uhr bewerkftelligt, welche durch Gewichte bewegt wird, und zwar mit gröfster 
Genauigkeit, da die Intervalle zwifchen den einzelnen Lichtblitzen in Katalogen 
verzeichnet und für die Schiffer mafsgebend find. Hiefür ift die Trommel fo con- 
ruirt dafs für ihre Drehung der geringfte Widerftand geboten wird, und in jeder 
Beziehung folche Vorforge getroffen, dafs denkbar keinerlei Störung des Betriebes 
emtreten könne. 
, Ver Apparat Fig. 2g ift von Henry Lepaute conftruirt, war von der 
lanzofifchen Regierung zur Aufteilung gebracht und ift ein ganz ähnlicher, nur 
größerer für den Fig. 26 veranfchaulichten.'fpäter befchriebenen Leuchtthurm Du 
Four beftimmt. ' 
Der m Fig. 2g und jo veranschaulichte Leuchtapparat, von Sautter 
<. Lemonnier erzeugt, war im öfterreichifchen Marinepavillon zur Ausftellung 
gebracht und zeigt eine Aenderung der bisherigen optifchen Apparate. Die 
res n e 1 lchen Linfen haben noch immer den Nachtheil, dafs fie koftfpielig find 
und befonders deren Montirung grofse Präcifion erheifcht und defshalb fchvyieriger 
1 . er Apparat Fig.2g nun hat, ftatteiner einfachen Trommel mit Fr e s n e l’fchen 
fiZ LT 1 Tr °T? n i Und W6lche in im Grundrifs veranfchaulicht 
gL D 1 T TT ^ wird durch dioptrifche Ringe gebildet, welche die fämmt- 
Scheibe weite e rbefö7ern a 1 I ; ichtftr ‘ hle “ radial in horizontalen 
Diefe horizontalen gebrochenen Strahlen fallen auf die äufsere Trommel 
6 we che durch plano-cylmdrifche Gläfer gebildet ift, und die radial auffallenden 
Strahlen zu einem viereckigen Bündel vereinigen, deffen äufserfte Divergenz circa 
6 Grad betragt. Die Glasringe und plano-cylindrifchen Gläfer laffen fiel leichter 
und cTehufE V r UrfaCht Nothwendigkeit, das Innere beider Trommeln A 
CrLL I Einbringung der Oel-Petroleumlampe zugänglich zu machen eine 
KS h 5 r" di 1 6m Behllfe ein Viertheil der inneren Trommd in 
den Stellen bezeichnet, auf eine Leuchte niedrigeren Grades und müffen an 
en Stellen x x je zwei plano-cylmdrifche Gläfer in Scharnieren wie kleine 
uren angeordnet werden, fo dafs, um den Brenner einzuftellen, diefe eröffnet 
und die Vierteltrommel B innerhalb der Haupttrommel A auf die Seite gedreht 
ZZt: v 0n T-, D r S einfache ConftrUion und wird überdiefe für eil 
niedriger. 16 ' 161 ' ^ d ‘ e Wlrkfamkeit des Apparates um einen Grad 
S a u 11 emen auf den g leichen Principien beruhenden Linfenapparat.von 
AaI fÜr einen elektrifchen Leuchtthurm angeordnet dar 
welche Z d ܰfl Che / Linrenrin g e . «Tift d ie plano-cylindrifche Linfentrommel 
«eiche, oberhalb an den Rollen DD hängend, durch diefe gleichzeitig bei der 
Drehung geführt wird. Die für Fig. S o hervorgehobene Compilation füldie Ein 
IX ng r, er r1 Pe dadl,rch —eden, dafs die Ls den plLo cyl n- 
drifchen Glafern hergeftellte äufsere Linfentrommel oberhalb angebracht ift.
	        
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