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MAK

Full text : Marinewesen (Gruppe XVII, Section 1 bis 4), offcieller Ausstellungs-Bericht

Marinewefen.

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welche  in  Fig.  gj  dunkel  fchraffirt,  genügend  kenntlich,  an  90  Sicherheitspfeiler
zwifchen  fich  beftehen  laßen,  deren  Dicke  und  Anzahl  übrigens  vor  der  Sprengung
noch  reducirt  werden  wird.  Die  zwei  Haupttunnels,  welche  vom  Schachte  aus  rechts
und  links  dem  Ufer  am  nächften  liegen,  find  auf  die  projedtirte  Länge  beinahe
fertig  getrieben,  ebenfo  der  Haupttunnel  am  ausfehreitenden  Winkel  des  Fangdammes ­
  (fiehe  Fig.  jj),  welcher  unter  dem  Rücken  des  Riffes  laufend,  der
Schichtung  des  F  elfe  ns  folgt  und  faft  die  Länge  des  Riffes  hat.  Newton  fchreibt
diefsbezüglich:  Die  Sohle  des  Schachtes  liegt  33  englifche  Fufs  unter  dem  mittleren ­
  Niederwafferftande.  Die  Sohle  der  Gallerien  folgt  im  Allgemeinen  der  Neigung ­
  der  Oberfläche  des  Felfens.  Die  Drainage  des  Werkes  wird  mittelft
radialer,  bis  ans  Ende  des  Tunnels  laufender  Wafferröhren  und  durch  zwei
Pumpen,  wovon  jede  eine  Capacität  von  100  Gallonen  befitzt,  bewerkflelligt.
\  on  diefen  Pumpen  wurde  bis  jetzt  noch  nicht  volle  Leiflungsfähigkeit  beanfprucht.
  Das  Riff  befteht  aus  hartem  Gneifs  mit  beinahe  fjnkrechter  Schichtungund
  läuft  im  Allgemeinen  in  nordöftlicher  Richtung.  Die  Bohrlöcher  wurden
meift  durch  Burleigh  s  Percuffionsmafchinen  hergeflellt;.  Diamanten-Bohrmafchinen
und  Handbohrer  fanden  ebenfalls  Verwendung.  Das  bewegende  Medium  der
Bohrmafchinen  ift  comprimirte  Luft;  die  Bohrlöcher  haben  die  Tiefe  von
3  bis  4  Fufs.  —  Ihre  Ladung  befteht  aus  ungefähr  i/ 3  Pfund  Nitroglycerin
für  jedes  Bohrloch.  Die  Gefahr,  durch  grofse  Ladungen  die  Felfendecke  über
dem  Tunnel  und  den  Gallerien  zu  flark  zu  erfchüttern,  beftimmt  die  Wahl
diefer  kleinen  Ladungen  und  erklärt  den  langfamen  Fortfehritt  im  Vergleich
mit  den  Tunnelarbeiten  auf  dem  Feftlande.  Bis  jetzt  ereignete  fleh  noch  kein
einziger  Unglücksfall  während  der  Zubereitung  und  der  Sprengarbeit  mit
20.000  Nytroglycerin-Ladungen.
Der  Fangdamm  wurde  im  Monate  Juli  1869  angefangen,  die  Abteufung  des
Schachtes  im  Monate  Oktober  desfelben  Jahres  begonnen.  Die  gesammte  Länge
der  durchgeführten  1  unnels,  Stollen  und  Verbindungsgallerien  betrug  1872  am
1.  Februar:  4716  englifche  Fufs.  Die  Unterfuchung  der  gelammten  Oberfläche,
unter  welcher  der  Felfen  geräumt  wird,  ift  beinahe  vollendet.
Um  „Hell  Gate“  für  Schiffe  gröfseren  Tiefganges  zu  eröffnen,  ift  es  nothwendig
  ,  ein  weiteres  Rift,  Flood  Rock  genannt  (in  Fig.  fkizzirt),  zu  entfernen,
wodurch  die  gegenwärtige  Breite  des  Fahrwaffers  von  600  Fufs  auf  das  Doppelte
erweitert  werden  wird.  Der  Arbeitsplan,  welcher  bei  „Hallet’s  Point“  angewendet
wurde,  wird  auch  für  die  Entfernung  diefes  Felfens  zu  Grunde  gelegt  werden.  Die
kleineren  ,  im  Thalwege  liegenden  Riffe  find  theilweife  auf  andere  Art  entfernt
worden.  Eine  dazu  gebaute  Mafchine  bohrt  von  der  Oberfläche  des  Waffers  aus
Sprenglöcher  in  den  Felfen.
Diefe  Arbeiten  werden  für  New-York  durchgeführt.  New  York  ift  eine
wichtige  Stadt,  und  wenngleich  auch  ohne  diefe  Sprengungen  die  Einfahrt  nach
diefem  Hafen  unter  allen  Bedingungen  gefichert  war,  fo  ift  doch  eine  Erleichterung
diefer  Einfahrt  eine  löbliche  und  zweckmäfsige  Arbeit.
Die  Sprengung  der  felfen  vor  und  bei  dem  eifernen  Thore,  welche  die
Donau  des  ganzen  öfterreichifchen  Gebietes  von  ihrem  unteren  Laufe  und  dem
fchwarzen  Meere  den  gröfsten  Theil  der  Fahrzeit  nahezu  abfchliefsen,  würde  eine
ungleich  leichtere,  doch  ungleich  wichtigere  Arbeit  fein.  Die  Wichtigkeit  ift  wohl
fchon  feit  einem  Jahrhunderte  erkannt  und  deren  Ausführung  feit  Jahrzehnten
debattirt,  aber  theils  politifche  Verhältniffe,  wie  das  nothwendige  Einverftändnifs
mit  den  Nachbarftaaten.  theils  die  fchwere  Wahl  zwifchen  den  Mitteln  zum  Zwecke,
theils  auch  die  grofsen  Koften,  zu  deren  Befchaffung  doch  immer  eine  allgemeine
Eikenntnifs  der  Nothwendigkeit  erheifcht  ift  ,  verzögerten  diefe  Arbeit.  Die
politischen  Hinderniffe  find  jetzt  in  Folge  eines  internationalen  Uebereinkommens
befeitigt;  im  gleichen  Sinne  ift  auch  die  Koftenfrage  als  eine  internationale
erledigt  ,  und  bleibt  nur  noch  zu  wünfehen  ,  dafs  nicht  die  Wahl  zwifchen  den
Mitteln  die  Ausführung  verzögere.  Denn  es  gibt  keine  Felfenfprengungsmethode
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