Rufsland.
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nicht nur ziemlich fpurlos vorüber, fonclern fie gab fogar zu einem weiteren Auffchwunge
derfelben Anlafs, indem es nunmehr galt, der auswärtigen Concurrenz
durch Verbefferung der inländifchen Fabricate Stand zu halten. 1857 wurde der
Zoll weiter auf 3 Rubel 50 Kopeken ermäfsigt, welcher Satz gegenwärtig noch
Geltung hat. Die nachftehende Tabelle, welche die Importziffer von roher und
gefponnener Baumwolle in den Jahren 1822 bis 1871 wiedergibt, geflattet einen
Schlufs auf die in diefem Zeiträume zu Tage getretenen wichtigen Fortfehritte.
Import
Durchfchnittsziffer der Jahre 1822 bis 1833
„ „ „ 1834 bis 1843
Jm Jahre .... . *844
Durchfchnittsziffer der Jahre 1845 bis 1850
,. „ 1851 bis 1854
1855 bis 1858
., 1859 bis 1861
,. .. „ 1862 bis 1864
„ „ „ 1865 bis 1868
1869 bis 1871
Rohe Baumwolle
100.000 Pud
330.000
590.000 „
1,0 00.0 0 0
1,700.000
1,900.000
3,600.000
650.000 ,.
2,100.000
3.200.000 „
Gefpinnfte
4OO.OOO
570.000
60O.OOO
400.000
100.000
180.OOO
130.000
73.000
I25.OOO
213.000
Pud
r>
n
Aufser diefem Quantum Rohbaumwolle, welche von Europa importirt
wurde, fand auch über die afiatifche Grenze eine Einfuhr flatt, welche vornehmlich
während der Baumwoll - Krifis eine nicht unwefentliche Steigerung erfuhr. So
wurden von Afien aus importirt:
Im Jahre 1862
1863
„ „ 1864
1865
1866
„ „ >867
400.000 Puds
490.000
700.000
466,000
580.000
760.000 „
Neuere Einfuhrziffern exiftiren leider nicht, weil 1868 die Aufhebung des
Orenburg’fchen und fibirifchen Zollcordons erfolgte.
Mit der aus diefen Tabellen erfichtlichen Vermehrung des Importes beider
Baumwoll-Arten geht die Zunahme der Spinnereien, Webereien und Druckereien
Hand in Hand. Man zählte folcher Anlagen zufammen:
Im Jahre 1820 492
1825 550
, 1830 629
1835 698
1839 76o
„ „ 1844 823
„ „ 1849 836.
Hieraus ift eine 7opercentige Vermehrung während diefer 30 Jahre
erfichtlich. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Baumwoll-Induftrie
in den letzten 20 Jahren. Auf Genauigkeit machen ihre Ziffern freilich keinen
Anfpruch, doch find fie ficher eher zu niedrig als zu hoch gegriffen.