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MAK

Full text : Russland, officieller Ausstellungs-Bericht

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Wilhelm  von  Lindheim.  Rufsland.

den  Hebel  einzufetzen  hätte;  diefs  find  die  längft  erkannten  Schäden,  deren
rationelle  Heilung  den  internationalen  Verkehr  unzweifelhaft  mehr  fördern  würde,
als  jene  motivirte  aber  ohnmächtige  Agitation,  welche  auf  Rufslands  Eintritt  in
die  Reihe  der  Freihandelsftaaten  abzielt.  Man  mufs  fich  mit  dem  Erreichbaren
und  mit  der  Zuverficht  begnügen,  dafs  die  Frucht,  wenn  fie  auch  langfam  reift,
doch  immerhin  reift  j  denn  in  demfelben  Mafse  als  Rufslands  Induftrie  erftarkt
und  fich  ausbreitet,  in  demfelben  Mafse  als  Rufslands  natürliche  Produdlion
an  der  Sättigung  der  Menfchen  theilnimmt  und  das  hiedurch  ins  Land  gezogene
Capital  die  heimifchen  Bedürfniffe  potenzirt,  in  demfelben  Mafse  endlich  als  der
göttliche,  unverlöfchliche  Funke  des  Prometheus  das  ruffifche  Volk  durchdringt
und  es  gleiche  Bahnen  wandeln  läfst  wie  die  wefteuropäifchen  Nationen  —  wenn
in  demfelben  Mafse  Alles  gefchehen  und  erreicht  fein  wird,  wird  fich  diefes  grofse
Reich  dem  Welthandel  ganz  von  felbft  erfchliefsen.  —
Ein  ruffifches  Sprichwort  fagt:  Man  empfängt  den  Mann  nach  feinem
Rocke  und  entläfst  ihn  nach  feinem  Herzen.  Rufsland  hat  mit  feinem  ftattlichen
Kleide  auf  der  Wiener  Weltausftellung  fich  Freunde  und  warme  Bewunderer
erweckt.  Die  vorliegende  Studie  hat  den  Herzfchlag  diefes  Reiches  zu  belaufchen
fich  beftrebt,  und  der  Verfaffer  ifl  der  warmen  Ueberzeugung,  dafs  wie  auf  Individuen, ­
  fo  auch  auf  Länder  und  Völker  der  fchöne  Gedanke  Anwendung  findet:
Vor  den  Eigenfchaften,  Vorzügen  und  Talenten  eines  Anderen  gibt  es  kein—beffer
Rettungsmittel  —  denn  die  Liebe!  —  —
            
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