Geographifche Lehrmittel.
derfelben, dann die Wefer und Oder roth bezeichnet. Die politifche Abgrenzung
ift nur gegen die nicht deutfchen Länder angedeutet und zwar nur einfach punk-
tirt, um jede Störung durch ftark aufgetragene oder colorirte Linien foweit als
möglich zu vermeiden; im Inneren find gar keine ftaatlichen Unterfchiede Acht
bar und wird das Ganze nur mit „Deutfchland“ bezeichnet, an das fich noch
Deutfch-Oefterreich anreiht. Von den Ländern find die eigenen Namen fchwarz
gedruckt, weil fie fchon auf der vorausgegangenen politifchen Karte von Europa
(Karte VII) vorgekommen find ; nur vier Provinzen von Preufsen, dann Galizien
find hier neu und defshalb roth. Von Städtenamen enthält die ganze Karte: Wien,
Ofen-Peft, Warfchau, Trieft, Venedig, Amfterdam, Berlin und Hamburg (fchwarz);
Bremen, Stettin, Danzig, Memel, Koblenz, Mainz, Bafel, Regensburg, Prag (roth).
Die zweite Karte (Nr. IX) ift in demfelben Mafsftabe, wie die vorige und bringt
nur die wichtigeren Nebenflüffe der früher genannten Ströme, einige niedrigere
Gebirgszüge und einige der anfehnlicheren Städte hinzu. — Die dritte Karte
(Nr. X) wiederholt die vorige und fügt nur die Namen von 24 neuen Städten
hinzu. Der Text bringt die Einwohnerzahl diefer und der früher angeführten
Städte (letztere alfo wiederholend) der Reihe nach von der gröfsten bis zur
kleinften der bisher genannten; aufserdem find diefelben Städtenamen noch ein
mal wiederholt, aber fo gruppirt, dals fie zur Einübung der geographifchen Länge
und Breite dienen können. — Erft die vierte Karte (Nr. XI) enthält die politi
fche Eintheilung Deutfchlands. Nachdem der Schüler fich auf den vorausgehenden
Karten ein überfichtliches und zugleich einheitliches Bild von dem plaftifch
fo ausdrucksvoll geftalteten Lande in die Vorftellung eingeprägt hat, ift hier die
Gefahr, ein zerriffenes und damit für immer ein geographifch unwahres Gemälde
zu erhalten, kaum mehr vorhanden, oder kann wenigftens leichter umgangen
werden. Der Text enthält die einzelnen Staaten mit ihren Hauptftädten; dann
die Gefammtbevölkerung des deutfchen Kaiferreiches, ferner die Gröfse und Ein
wohnerzahl aller Staaten desfelben.
Der zweite Curfus umfafst dreizehn Karten, jede wieder mit einem ein
fachen, alle Ueberladung vermeidenden Texte. Die erfte ift wieder mathema-
tifcher Natur und enthält unter Anderem die Windrofe, drei Abbildungen des
geftirnten Himmels, annähernd innerhalb des Horizontes von Mittelde-utfchland,
mit der jeweiligen Stellung einiger befonders hervortretenden Sterngruppen für
drei verfchiedene Zeiträume des Jahres. Planeten, nach ihrer ungefähren Gröfse
der Reihe nach geordnet. Geftalt der Erde, Kugel und Abplattung. Der Text
erläutert die auf der Karte angeführte Zeichnung, gibt den Umfang der Erde am
Aequator und an einzelnen Breitenkreifen, die Länge der Erdachfe, verfchiedene
„erfte“ Meridiane. —Nr. II gibt eine Ueberficht der phyfikalifchen Verhält-
niffe Amerikas, nebft einer Karte des Küftenftriches von Bofton bis Wafhington.
Nr. III enthält eine allgemeine Darftellung der phyfikalifchen Verhältniffe
von Afien, fpeciell jene von den Gebieten der afiatifchen Türkei. Auch einige der
gröfsten Städte find eingezeichnet, deren Einwohnerzahl der Text angibt. —
Nr. IV zeigt hauptfächlich die politifche Eintheilung Afiens und Amerikas, fpeciell
die Nordoft-Staaten der Union. Der begleitende Text gibt namentlich die Bevöl
kerung der Staaten und der gröfsten Städte an. — Nr. V bringt Afrika. Speciell
das Gebiet des Atlasgebirges. Aufserdem Neuholland mit dem wichtigeren Infel
gruppen der Südfee. — Nr. VI enthält den Südoften, Often und Norden Europas,
während die nächftfolgende Karte den Süden, Südweften und Weiten (Italien.
Spanien, Frankreich) umfafst. — Nr. VIII zeigt die Alpen in ihrer gelammten
Ausdehnung nach Länge und Breite, nach ihrer Gliederung in Hauptknoten und
Hauptzüge, fpeciell die Schweiz. —Nr. IX bringt Oefterreich-Ungarn. .— Die
drei folgenden Karten behandeln wieder Deutfchland und zwar Nr. X die Flüffe
und Gebirge von ganz Deutfchland. — Nr. XI die Staaten von Norddeutfchland.
— Nr. XII die Staaten von Süddeutfchland, dann fpeciell die kleinen Staaten
Mitteldeutfchlands, aufserdem das Königreich Sachfen. — Die letzte Karte, die
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