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MAK

Full text : Apparate und Anlagen von Wasserleitungen (Gruppe XVIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

I.  Der  Geleisebau.

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gewonnenen  Erfahrungen  über  das  Verhalten  des  dortigen  Oberbaues ­
  nach  denjenigen  Mittheilungen  wiedergegeben  werden,  die
ich,  auf  mein  specielles  Ansuchen,  direct  dem  Herrn  Ober-Baurath
Dr.  Hermann  Scheffler  verdanke.

Das  im  ersten  Hefte  des  „Organs  für  die  Fortschritte
des  Eisenbahnwesens“  vom  Jahre  1862  vom  Ober-Baurath
Dr.  Scheffler  beschriebene  Project  eines  eisernen  Oberbaues  ist
sofort  auf  der  frequentesten  Linie  der  Braunschweigischen  Eisenbahn ­
  zwischen  Braunschweig  und  Wolfenbiittel  in  zwei  Strecken,
eine  jede  von  y e  Meile,  beide  zusammen  von  ‘/ 4  Meile  =  1. 85  Kilometer ­
  Länge,  im  September  des  Jahres  1864  zur  Ausführung  gebracht
worden.  Die  später  ausgeführten  Constructionen  werden  weiter
unten  besprochen  werden.
Diese  zwei  ersten  Constructionen  I  und  II  sind  durch  die
beiden  Figuren  284  und  285  näher  verdeutlichet.
Durch  die  verschiedenen  Dimensionen  dieserbeiden  Constructionen ­
  beabsichtigte  man  zunächst  Erfahrungen  über  die  zweckmässigste
  Lage  der  Querverbindungen  und  über  die  zulässigen
Minimaldimensionen  der  Unterschienen  zu  machen.
Die  Unterschienen  und  Querverbindungen  sind  durch  Nieten
mit  einander  verbunden,  die  Oberschienen  auf  den  Unterschienen
dagegen  mit  Schraubenbolzen  in  Entfernungen  von  1. 4  Fuss  englisch
=  O.i  Meter  befestigt,  die  Bolzenlöcher  in  den  Oberschienen
haben  eine  ovale  Form,  um  eine  Längenausdehnung  des  Schienengestänges ­
  in  Folge  des  Temperaturwechsels  zu  ermöglichen.
Die  Stossfugen  der  Ober-  und  Unterschienen  liegen  auf
Verband  und  die  Stossfugen  der  letzteren  sind  durch  eine  untergeschraubte ­
  Blechlasche  verstärkt.  Auch  in  dieser  Lasche  sind  die
Bolzenlöcher  aus  obigem  Grunde  oval  geformt.  Die  beiden  Geleisestreckenliegeningerader, ­
  freier  zweigeleisiger  Bahn  neben  einander, ­
  und  zwar  auf  die  halbe  Länge  in  gutem  durchlässigen  Kiese,
zur  anderen  Hälfte  aber  in  schlechtem  feinkörnigen,  undurchlässigen ­
  Kiese.  Beide  Geleise  sind  nun  (1876)  seit  12  Jahren  im
Betriebe,  werden  täglich  ein  jedes  von  25  bis  40  Zügen,  worunter
Schnell-  und  Courierzüge,  sehr  schwere  Güterzüge  und
            
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