1. Der Geleisebav.
87
auch im Winter bei anhalten
der strenger Kälte gut gehal
ten, und nur bei der Con-
struction II und zwar da, wo
sich die ganz schlechte, mit
lehmiger Erde stark gemischte
Kiesbettung befindet, zeigten
sich nach Aufgang des Frost
wetters im Frühjahre 1865
einige Senkungen und Ausbie
gungen, wie solche damals
auf einzelnen Strecken der
gewöhnlichen Bahncon-
struction(Schwellenbau) eben
falls häufig vorkamen.
Diese Senkungen sind
auch in den folgenden Jahren
unter ähnlichen Verhältnissen
bei der Construction 11 aufge
treten, und es hat sich hierbei
deutlich gezeigt, dass die
Senkungen lediglich der
schlechten Beschaffenheit des
Bettungsmaterials und des
Untergrundes zuzuschreiben
sind, da in Folge dessen eine
genügende Entwässerung,
zumal die Geleisestrecke im
Einschnitte liegt, nicht zu
erreichen war. In späterer
Zeit wurde deshalb mit dem
Ersätze des schlechten Bettungsmaterials durch guten Kies, sowie
durch die Entfernung der an dieser Bahnstrecke noch bestehenden
Erdbanketts vorgegangen; in dessen ist die Kiesbettung trotz dieser
Verbesserungen wegen der von jeher bestandenen zu geringen Stärke
von 0.144 bis 0. 28 Meter, welche beim Einbringen des guten Kieses nur
um ein Geringes hat vermehrt werden können, immer noch als eine