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Full text : Apparate und Anlagen von Wasserleitungen (Gruppe XVIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

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C.  Frifchauf.

i  76  Meter  Höhe  und  140  Meter  gröfste  Breite.  Die  Thalübergänge  haben  ein
Meter  weite  gufseiferne  Röhren.
Die  Quelle  der  Dhuis  ift  in  einer  Höhe  von  128  Meter  und  das  Refervoir
von  Menilmontant  180  Meter  hoch  gelegen,  daher  ein  Gefälle  von  20  Meter.
Für  die  Stadttheile  in  mittlerer  und  tiefer  Lage  wurden  die  Quellen  des
Vannethales  abgeleitet  und  der  Aquaedudb  wird  täglich  90-  bis  100.000  Cubikmeter
Waffer  liefern,  wenn  er  vollendet  ift,  während  er  jetzt  circa  40.000  Cubikmeter
in  die  Stadt  führt.
Die  hiezu  abgeleiteten  Quellen  geben  im  Mittel  100  000  Cubikmeter  per
l  ag  und  es  wird  noch  eine  befondere  Quelle  als  Referve  für  die  Zeit  des  niederen
Wafferftandes  abgeleitet,  welche  den  Namen  Poche-epie  führt.  Die  Quellen  haben
ein  wunderbar  klares  Waffer  und  find  fall  ftets  ungetrübt;  eine  davon,  die  von
St.  Philibert,  hat  während  14  Jahren,  feit  fie  im  Befitze  der  Stadt  ift,  niemals  eine
Trübung  gezeigt.
Die  Herren  Mangon  und  Wurtz,  Mitglieder  des  Inftitutes  von  Frankreich  haben
das  Waffer  chemifch  unterfucht  und  feftgeftellt,  dafs  es  17  bis  20  Centigramm  kohlenfaueren
  Kalk  im  Liter  enthält,  was  ein  äufserll:  vortheihaftes  Verhältnifs  ift,  da
das  Waffer  noch  etwas  Kalk  an  die  Leitung  abfetzt  und  fo  die  gufseifernen  und
bleiernen  Röhren  nicht  angreifen  kann.  Nach  Dumas  und  anderen  franzöfifchen
Chemikern  ift  für  die  Zuträglichkeit  des  Waffers  eine  Dofis  von  15  bis  20  Centigramm ­
  auf  ein  Liter  Waffer  unerläfslich.
Die  Quellen  des  Aquaeducftes  der  Vanne  find  in  zwei  Gruppen  getheilt;  in
die  hochgelegenen  und  die  niedriggelegenen  Quellen.  Das  Waffer  von  einer  der
elfteren  wird  noch  durch  Turbinen  und  Centrifugalpumpen  um  einige  Meter
gehoben.  Die  hohen  Quellen  liefern  nie  weniger  als  35.000  Cubikmeter  täglich,
manchmal  aber  fogar  100.000,  die  niedrigen  Quellen  liefern  feiten  unter  40.000
Cubikmeter.
Drei  Wafferwerke,  von  der  Vanne  getrieben,  heben  das  Waffer  diefer
Quellen  oder  werden  vielmehr  erft  vom  nächften  Jahre  an  diefe  Arbeit  verrichten,
da  fie  noch  nicht  vollendet  find.
Die  Länge  des  Aquaeducles  ift  folgendermafsen  zufammengefetzt:

Gewölbter  Canal  in  Durchftichen  93.000  Meter,
n  n  auf  Pfeilern  16.600  „
n  *  „  unterirdifch  41.900  „
Röhrenleitung  21.500
Gefammtlänge  .  .  .  173.000  Meter.

Dabei  find  noch  inbegriffen  16.223  Meter  für  die  Verbindung  und  Faffung  der
Quellen,  und  zwar  9605  Meter  offene  und  6618  gefchlofifene  Canäle  und  aufserdem
  ein  kreisförmiger  Sammelcanal  von  20.386  Meter  Länge  und  170  bis  r8o
:  etei  Durchmeffer.  Der  Hauptaquaedudd,  welcher  fich  daran  fchliefst,  ift  ebenfalls
kreisförmig  bei  2  bis  210  Meter  Durchmeffer.
Die  1  halleitungen  beftehen  aus  zwei  gufseifernen  Röhrenfträngen  von
i'io  Meter  Weite.
Die  gefammte  Höhendifferenz  diefer  Leitung  beträgt  31*17  Meter  von  den
Quellen  bis  zum  Montrouge  ;  das  Gefälle  des  Sammelcanals  beträgt  0*20  Meter  per
Kilometer,  das  des  gemauerten  grofsen  Aquaeductes  o*io  bis  0*12  Meter  und  die
Höhendifferenz  der  Heberleitungen  o*6o  Meter  per  Kilometer,
Der  Sammelaquaedudf  fetzt  fich  folgendermafsen  zufammen:

Einfacher  Einfchnitt  12.240  Meter,
25  Tunnels  ’  s . 74 ö  n
Uebergänge  und  gewölbte  Brücken  1.000
Röhrenleitung  durch  die  Vanne  1.400
Gefammtlänge  .  .  .  20.386  Meter.
            
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