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Full text: Apparate und Anlagen von Wasserleitungen (Gruppe XVIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

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Oberbau. 
von 28.636 Pfund die Schiene brach, während die Lasche noch 
völlig unversehrt war und eine gewöhnliche eiserne Laschenver 
bindung schon bei 12.653 Pfund riss. Diese Bruchproben waren auf 
der Ausstellung 1873 zu Wien im Original vertreten. 
Die Länge der Federlaschen bei den doppelköpfigen Schienen 
misst 38 Centimeter, bei den Brunel’schen Schienen 36 Centimeter 
und bei den Stevens- (fälschlich Vignol-) Schienen 31 Centimeter. 
Ausser diesen Laschen brachte G. E. Dering seine Feder 
keile (Spring-Key) aus gehärtetem Stahle zur Ausstellung, welche 
Keile uns ebenfalls schon von der Pariser Ausstellung 1867 bekannt 
sind, aus einem federnden, gerollten Bleche bestehen und die 
Holzkeile bei der Stuhlbefeftigung zu ersetzen bestimmt sind. 
Das dritte Object, welches Dering aus dem Gebiete des Ober 
baues zur Anschauung brachte waren die ebenfalls schon von Paris 
1867 her bekannten federnden Nägel, die „Spring-Trenail’s“, 
welche aus Figur 253 ersichtlich sind, wieder aus einem konisch 
gerollten Stahlbleche bestehen und sich in den gebohrten Schwellen 
löchern durch ihr „Federn“ völlig festsetzen. 
13. Oberbau in Württemberg. 
Die Bestrebungen, welche Württemberg bezüglich der Ver 
besserung des Eisenbahnoberbaues macht, und welche auf der 
Ausstellung 1873 zu Wien durch Geleisepläne ersichtlich waren, 
erstrecken sich auch auf die Erprobung der Steinwürfel und des 
eisernen Oberbaues, und wurden von dem Minister v. Varnbüler 
in einem Berichte an Seine Majestät den König ddo. 16. März 
1870 (Nr. 67 des „Württembergisehen Staatsanzeigers“) in gedrängter 
Weise anschaulich gemacht. Wir entnehmen diesem allerdings jetzt 
schon sieben Jahre alten Berichte die folgenden Notizen. 
n) Steinwürfeloberbau. Auf der Linie Aalen-Goldshöfe liegen 
seit 1867 = 1260 lfd. Fuss, auf der Enzbahn = 14.300 lfd. Fuss 
Würfelbau. Sandsteine hielten sich besser als Kalk- und 
Dolomitsteine; die Würfel haben nach und nach ihre Neigung 
gegen die Horizontale verändert, die Schienenfüsse 1 bis 5 
Linien tief sich in die Steine eingefressen, und die Erschütte 
rungen öfteres Lockerwerden der Schraubenmuttern ver 
anlasst; die Unterhaltungskosten betrugen pro 100 Fuss 
Geleiselänge:
	        
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