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Full text: Holzbearbeitungs-Maschinen (Gruppe XIII, Section 2), offocieller Ausstellungs-Bericht

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Dr. Exner. 
Seit einer Reihe von Jahren wirkt Topham äufserft verdienft- 
iich für das Sägemühlwefen in Oefterreich; er befafst (ich, abgefehenvom Baue 
der Dampfmafchinen, ausfchliefslich mit der Conftruclion von Holzbearbei- 
tungsmafchinen. 
Die grofse Mehrzahl der in Oefterreich im Betriebe flehenden Säge- 
niafchinen rührt von Topham her. 
Em auf englifcher Grundlage erbaute Form ift alfo in gewiffem Sinne für 
die in 1 än d i fc h en Sägen ty p i fc h geworden. 
Ein fo 1 cher Erf olg ift nur bei Gefchäf'tsf üchtigkei t nach jeder 
Richtung hin möglich. 
Die Topham’fchen Sägen arbeiten mit continuirlichem Walzenvorfchube; 
dabei erhält nicht nur die untere Walze eine rotirende Bewegung, fondern 
auch die obere Riffelwalze, welche fonft häufig blos als Druckwatze dient, 
wird durch conifche Zahnräder in Rotation verfetzt. 
Diefs ift bei grofsen Blöcken, wo viele Sägeblätter agiren fehr 
werth voll. b > 
Das Auswechfeln der Sägeblätter ift durch Bügel von genau 
gleicher Stärke, in welche das Sägeblatt nur eingehängt zu werden braucht 
fehr erleichtert. 
Eail Pfaff in Ottakring baut ähnliche Gatter von vorzüglicher Be- 
ichaffenheit. 
In der deutfchen Abtheilung der Mafchinenhalle waren im Ganzen nur 
zwei Gatterfägen und diefe von der renommirten Mafchinenfabrik der Ge 
brüder S c h in a 11 z in Offenbach am Rhein ausgeftellt. 
Diefes Etabliflement verwendet mit beftem Erfolge eine Sorte f e h r z äh e n, 
nicht härtbare n^Gufsftahles zu feinen Gatterrahmen. 
Der Vorfchub gefchieht während des Schnittes, alfo beim Nieder 
gange der Säge. 
Wird das Holz während desSchnittes, alfo während des Ni e d e r gan• 
g e s vorgefchoben, fo kommt jeder Zahn zur Action, die Sägen brauchen nur 
ganzwenig oben v o r zuhängen und der V o r f c hu b läfst fich während des 
Schneidens innerhalb gewiffer Grenzen vergröfsern oder v e rkle i ne r n, 
ohne dafs dadurch eine Gefährdung der Blätter oder ein todter Gang entflieht. 
Der continuirli che V o r fch ub dagegen hat feine volle Berechtigung 
überhaupt nur bei continuirlichem Schnitte, nicht aber bei inter- 
mittirendem. 
Das eine Schmaltz’fche Walzengatter mit freiftehenden gufseifernen Stän 
dern war auf abgehobeltem Fundamentrahmen montirt; die F r ic ti o n s f ch a 1- 
tung für intermittirenden Vorfchub bewegt zwei Paare cann elirter Wal 
zen, von denen dieoberen, als Druckwalzen dienend, mit den unteren 
durch conifche Räder verbunden find; zwei auf Schienen laufende Karren 
tragen die Enden des zu fchneidenden Stammes. Der Antrieb findet von unten 
ftatt, was, wenn überhaupt die Fundamentverhältnifle es erlauben, wohl immer 
dem Antriebe von oben vorzuziehen ift. 
Die zweite exponirte Mafchine war eine doppelte Bretter- und 
Schwarten fä ge, freiftehend, für mindeftens auf einer Seite befäumte Hölzer. 
Auf einer abgehobelten Fundarnentplatte mit zwei Lagern und Schwungradwelle 
fleht ein einziger kräftiger Hohlftänder mit D o pp e 1 gatter ausSchmiede- 
eifen, das auf jeder Seite bis acht Sägeblätter aufnehmen kann. 
Auch hier ift für intermittirenden Vorfchub durch Frictionsfchaltwerk und 
verticale cannelirte Walzen geforgt. 
Diefe Sägen können auf das Befte zur Verwerthung von ftarken Schwar 
ten, zum Verfchneiden von ftarken Bohlen zu dünnen Brettern und zu 
ähnlichen Zwecken empfohlen werden.
	        
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