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Dr. Exner.
aut \h dle Fraife an ihrem Standorte fix einbetten und dagegen das Werkftück
nach der Form eines Modells, das (ich ftets dreht und dabei an einen Führer“
recte „Fühler“ anlehnt, fich der Fraife mehr oder weniger nähern oder entfernen
lauen. Diefs find die Grundideen für die zwei Hauptarten von copirenden Fraismafchmen.
Das erlte Princip ift auf das Engfte mit der „Copir-Drehbank“ verwandt
(Blanchard s Erfindung, fiehe Kohn’s Ausftellungsbericht 1862).
Mlt der Einführung des Copirens jeder beliebigen regellofen Form wodurch
die mafchmelle Erzeugung von Schuhleiften, Stuhlbeinen, Gewehrfchäften
Kadfpeichen, Axt- und Hammerftielen etc. realifirt wurde, ift fcheinbar das
eigentliche Gebiet der Mafchinenarbeit verlaffen , die Natur der Mafchinen
welche nur eine geradlinige , kreisförmige Bewegung zuzulaffen fcheint verlaugnet.
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. P“; rs ware lndeff en ein Trugfchlufs. Sobald es fich um die taufendfältige
Wiedernolung von Arbeiten handelt, welche auf Herftellung einer unregelmäfsigen
Form hinauslaufen, ift die Mafchine in ihrer ureigenften Domäne, und die
iandarbeit hat kein Recht, fich über einen Eingriff in ihr Gebiet zu beklagen
Nur dort, wo die Hand individuell fchafft, wo fie eine beftimmte Idee zum Ausdruck
bringt, zur Erreichung eines gewiffen Zweckes, fei es, um dem Schönheitsausgefchloffen
11 ’ d ° n * die Mafchine ansgefchloffen , aber auch für immer
Die Weltausftellung hat an C o p i r - F r a i s mafchinen nicht eine Neuio-kei t
zu age gefordert, wohl aber zwei bekannte, vielfach mit dem bellen Erfolge
arbeitende Mafchinen wieder zur Anficht gebracht. Da man in Oefterreich die in
die Iiaxis des Iabnkswefens eingeführten Copir-Fraismafchinen an den Fingern
von ein Paar Händen herzählen kann, die Einführung diefer Mafchinen aber auch
au serha 1 b der V erkftattenfür das Kriegsmaterial wünfchenswerth
iit, io wollen wir uns mit den exponirten Mafchinen etwas befaffen. Der Vorwurf,
dafs wir Bekanntes mittheilen, ift nicht fo bedenklich, wie jener, dafs wir
etwas Wichtiges, wenig Bekanntes nur oberflächlich berührt hätten.
Fr. Arb ey hat eine in Fig. 14 abgebildete, überaus vollkommene Mafchine
zum Fraifen von Radfpeichen, Gewehr- und Piftolenfchäften, Schuhleiften etc
(Fg. lg bis IQ) nach gegebenem Modell exponirt, welche vier Stücke gleichzeitig
arbeitet.
Fabrikant baut eine folche Mafchine, welche nur zwei Stücke
gleichzeitig fraift ; erftere koftet 35°o, letztere 2200 Francs.
Die Conftrucftion ift aus der Figur erfichtlich.
Die mit der Bandfage und Hacke im Rohen ausgeformten Holzftiicke weiden
auf der Mafchine fo vollftändig ausgearbeitet, dafs jede weitere Nacharbeit
ausgenommen das Abreiben der fertigen Stücke mit Glaspapier, überflüffig wird.
Die Mafchine producirt in je 10 bis 15 Minuten vier Exemplare, alfo in
einem Arbeitstage beiläufig 200 Stücke.
Ein befonderer Vorzug der Arbey’fchen Mafchine vor ähnlichen Conftructionen
deutfcher und englifcherFabrikantenbeftehtdarin, dafs die Rotation der
emgefpannten Holzftiicke durch ein Getriebe konifcher Zahnräder in einer
vt.i 61 , 1 , 1 gUle ' tet - welche eine fehr exatfte , mit der Drehung des gufseifernen
lodells minutiös genau übereinftimmende TransmifTion liefert.
Wenn die Räder durch den Gebrauch etwas ausgelaufen find, fo kann
man diefelben nachftellen und fo das „Spielen“ vermeiden. Bei den von Zimmermann
und Robinfon gebauten Mafchinen derfelben Gattung ift die Uebertragung
der Drehbewegung des Modells auf die Arbeitsfläche durch gerade Stirnräder
eingeleitet, fo dafs fich die Fehler multipliciren und eine minder präcife
Form refultirt.
A. Ranfome hat feine vortreffliche Copir-Fraismafchine, bei welcher die
Fraifen in einer fenkrechten Couliffe fich heben und fenken, nicht nach Wien
gefandt.