Holzbearbeitungsmafchinen.
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fpitzen Winkel begegnet.* Arbey bringt dabei feine fchraubenflächigen Meffer,
von deffen Hobelmafchine her vortheilhaft bekannt, an, und hier ift ihre Wirk-
famkeit ganz befonders gut. Die helicoidalen Schneid meffer an
Fraifewellen für Zapfenmafchinen halten wir für einen wich
tigen technifchen Fortfeh ritt. Die Zapfen erhalten eine fehr voll
kommene glatte Oberfläche und können beliebig breit und lang fein, ohne dafs
diefs die geringfte Schwierigkeit macht.
Fig. 2i.
Wird nur ein Zapfen erzeugt, fo kann man die linke und rechte Seiten
fläche des Zapfens auf diefe eben angedeutete, der Tangential-Hobelmafchine
ähnliche Art erzeugen. Hat man aber zwei oder mehrere Zapfen herzuflellen, fo
mufs man Fraifen anwenden, deren Achfen fenkrecht zur Fafer flehen. Die
Schneide der Fraife arbeitet dann wie bei der in unferen Abbildungen 20 und 21
angedeuteten mittleren Fraife auf lothrechter Welle über Hirn; die einzelnen
Spähne werden von der Länge der Fafer quer abgefchnitten.
Bei Zapfenfrais* und Nuthmafchinen, wo man eben zwei oder
mehrere Zapfen regelmäfsig herzuflellen hat, wie bei Holzbearbeitungs-Mafchinen
für den Eifenbahn-Waggonbau, bei Werkzeug-Fabriken und dergleichen Anflal-
ten, zieht man es häufig vor, alle Fraifen an eine Achfe zu legen und in der
zuletzt angedeuteten Weife über Hirn wirken zu laffen. Allerdings ift der Kraft
verbrauch bei der Bearbeitung über Hirn ein höherer, aber die Adjuftirung auf
einer Welle ift eine einfachere. Man trifft dabei auch die Anordnung fo, dafs
das FIolz fefl liegt und die Fraifewelle an der Hirnfläche, in diefelbe mittelfl
der Fraifen eingreifend, vorbeiwandert. Die Fabriken von Arb ey, Ranfome,
R obinfon und Mc. Do wall, ganz befonders aber amerikanifche Etabliffe-
ments haben diefe Mafchine fehr ausgebildet; bei der Werkzeug-Fabrication hat
fie Weifs in Wien mit beflem Erfolge angewendet.
Die Herflellung von Nuthen und Zapfen wird auch mittelfl fchiefflehender
Circularfägen erzielt, fo zwar, dafs durch die Säge nach Mafsgabe ihres Schief-
ftellung verfchieden breite Nuthen oder Zapfenzwifchenräume durch Verwandlung
der betreffenden Holztheile in Spähne erzeugt werden. Es ift diefs eine fehr viel
Kraft abforbirende Procedur und daher nur in einem fpäter zu erwähnenden
Falle zuläffig.
* Diefe fchiefe Stellung der Mefferfchneiden zur Holzfafer hat Topham bei kleinen
Hobelmafchinen angewandt.