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MAK

Full text : Holzbearbeitungs-Maschinen (Gruppe XIII, Section 2), offocieller Ausstellungs-Bericht

Holzbearbeitu  r.gsmafchinen.

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Es  entftand  dadurch  eine  Art  Dilettantismus,  deffen  Spuren  auch  noch  in
den  Formen  mancher  modernen  Hoizbearbeitungsmafchinen  zu  finden  find.
Der  Bau  der  Hoizbearbeitungsmafchinen  wurde  defshalb  auch  lange
Zeit  hindurch  nicht  als  ein  vollberechtigter  Zweig  des  Ingenieurwefens
betrachtet.
Die  gefammte  technifche  Literatur  diefes  Faches  verfügt  bis  auf  den
heutigen  Tag  kaum  über  ein  Dutzend  beachtenswerther  Erfcheinungen.
Ein  Hauptübelfland  für  die  Entwicklung  diefer  Branche  aber  befleht
darin,  dafs  die  Holzinduftrie  häufig  nicht  in  den  Centren  teclinifcher
  L  e  i  flu  n  g  sf  äh  i  g  k  e  i  t,  das  ifl  in  den  grofsen  Städten,  concentrirt
erfcheint  ,  fondern  über  den  ganzen  Flächen  raum  des  Landes  verbreitet ­
  ifl.
Die  hier  flüchtig  angedeuteten  Verhältniffe  haben  zur  Folge,  dafs  der
Gegenfland  unferer  Berichterflattung  befonders  fchwierig  zu  behandeln  ifl.  Ein
Urtheil  über  Einrichtungen  zu  fällen,  die  fich  noch  im  Zuftande  fortwährender
Entwicklung  befinden,  ifl  fehl*  mifslich.  Dafür  war  aber  das  von  der  Ausflellung
gebotene  Materiale  ein  fehl*  reichhaltiges,  bemerkenswerthes.
Eine  Anordnung  des  Stoffes  nach  Ländern  und  Firmen  fcheint  uns
nicht  zweckmäfsig;  wir  werden  daher  die  einzelnen  Hauptgattungen  der
Mafchinen  der  Reihe  nach  behandeln  und  an  die  Befprechung  der
exponirten  Gegenflände  Bemerkungen  über  technifche  Fragen  und  den
gegenwärtigen  Zuftand  ihrer  Löfung  knüpfen.

I.  S  ägemafchin  en.
Die  an  eigenartig  geflalteten  Individualitäten  überreiche  Familie  der
Säge  mafchinen  läfst  fich  überfichtlich  gliedern,  wenn  man  die
Bewegungsweife,  Befefligungsart  und  Form  des  Werkzeuges  zum
Eintheilungsgrunde  wählt.
Es  ergeben  fich  da  vor  Allem  zwei  grofse  Gruppen:
1.  Sägen  mit  hin-  und  her  gehend  er  oder  reciproker  Bewegung ­
  und
2.  Sägen  mit  continuirlicher  oder  fortlaufender  Bewegung. ­

Die  erflere  Gruppe  zerfällt  wieder  in
Gatterfägen  und  Sägen  ohne  Spannrahmen.
Die  Gatte  r  fügen  können  aufrechte  und  1  i  e  g  e  n  d  e  fein.
Zu  den  Sägen  ohne  Gatter  gehören  die  Mul  ey-Säge  und  die  Decoupir-
  oder  Schweiffäge.
Zu  den  Sägemafchinen  mit  continuirlicher  Bewegung,  alfo  mit
einer  in  demfelben  Sinne  fortdauernden  Bewegung,  zählen:
dieBandfäge  ohne  Ende,
die  Kreis-  oder  Circularfäge  und
die  Gylinderfäge.

i.  Gatterfägen.
Unter  den  Sägen  mit  hin-  und  hergehender  Bewegung  ifl  die  Gatterf
  ä  g  e  nicht  nur  die  ä  11  e  fl  e  ,  fondern  auch  weitaus  die  wichtigfle;
fie  fpielt  unter  den  Mafchinen,  welche  zur  e  r  fl  e  n  Formgebung  des  Holzes
dienen,  unbedingt  die  Hauptrolle.
Für  Länder,  in  denen  der  Waldboden  ein  hohes  P  e  r  c  e  n  t  der
productiven  Fläche  bildet,  namentlich  aber  dann,  wenn  ein  grofser  Reich-
            
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