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Full text : Spritzen und Pumpen (Gruppe XIII, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

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Peter  Zwiauer.

Aufteilung  der  Pumpe  ifl  vertical  und  fie  erfordert  keinen  gemauerten  Brunnenfchacht,
  fondern  ein  weites  gufseifernes  Rohr,  in  Verbindung  mit  dem  ganzen
Geftell,  erfetzt  denfelben.
Aufserdem  waren  Pumpen  in  fehr  grofser  Anzahl  vertreten,  deren  Conflruktionen
  nichts  Neues  boten  —  Waffer  Stationspumpen  etc.
Eine  Pumpe,  welche  längft  zu  den  Verfchollenen  zählte,  tauchte  hier  wieder
auf;  es  ifl  die  Kettenpumpe,  noch  angewendet  für  fehr  unreine  Flüffigkeiten;  fie
wurde  namentlich  von  England  und  Amerika  gebracht.
Die  Centrifugalpumpen  nehmen  wegen  ihrer  unbeflreitbaren  Vorzüge  eine
unglaublich  rafche  Verbreitung.  Sie  find  namentlich  fo  beliebt,  weil  fie  bei  ganz
geringem  Raume  fehr  grofse  Waflerquantitäten  fchaffen  und  weil  aufserdem  eine
bedeutende  Forcirung  ihrer  Leiflungsfähigkeit  möglich  ifl.  Dagegen  geben  faft
fämmtliche  nicht  mehr  als  60  bis  70  Percent  Nutzeffekt.  Eine  deutfche  Firma  baut
nun,  wohl  zum  erflen  Male,  Centrifugalpumpen  mit  einem  äufseren  Leitfchaufelapparat,
  um  hiedurch  den  Nutzeffekt  der  Pumpe  bedeutend  zu  erhöhen.  Zum
Anfüllen  des  Saugrohres,  refpeklive  zum  Anfaugen,  benützt  diefelbe  Firma
Ejeklionsapparate,  und  zwar  Waffer-  und  Dampfejecluren  beide  ihr  eigenthümliche
  Conflruktionen.  Sie  wirkten,  wie  ma'n  an  den  ausgeftellten  Pumpen  fehen
konnte,  ganz  vorzüglich.  Mit  diefen  Apparaten  erfpart  man  das  läflige  Bodenventil ­
  und  ifl  aller  diefsbezüglichen  Unannehmlichkeiten  enthoben.  Die  anderen
Centrifugalpumpen  hatten  keine  Leitfchaufeln,  fondern  nur  centrale  Anfaugung
und  tangentialen  Austritt.
Eine  neue  rotirende  Pumpe  haben  Brotherhood  &  Hadingham  in
London  gebracht,  diefelbe  Firma,  welche  die  einfach  wirkender  Drei-Cylinder
Mafchine  „Paragon“  ausflellte.  Auch  eine  Verbindung  diefer  beiden  Objekte  war
zu  fehen.  Die  ausgeflellte  Pumpe  T  Helical“-Pumpe  kann  flehend  oder  liegend
angebracht  werden.  Sie  befleht  aus  einem  Rade,  welches  acht  radial  gelleilte
Arme  von  gleicher  Höhe  enthält.  Um  den  Cylinder  herum  ifl  nun  ein  Canal
von  gleicher  Breite  fchraubenförmig  gewunden.  An  einer  Stelle  des  Umfangs  geht
nach  einer  Seite  das  Saugrohr,  nach  der  anderen  Seite  das  Druckrohr.  Die
Peripheriegefchwindigkeit  diefer  Pumpe  ifl  wefentlich  kleiner  als  die  der  übrigen.
Um  einen  ruhigen  Gang  der  Pumpen  hervorzubringen,  zeigte  die  Chemnitzer
Mafchinenfabriks  Akliengefellfchaft,  dafs  man  Centrifugalpumpen  durch  Friktionsräder ­
  antreiben  kann.
Das  Hauptaugenmerk  des  Conflrukleurs  richtet  fich  bei  den  Centrifugal
pumpen  immer  auf  die  leichte  Demontirung  der  ganzen  Pumpe  und  auf  eine
gute  Zapfenconflruklion.  Durch  die  gefleigerten  Anfprüche,  die  man  an  Centrifugalpumpen ­
  und  an  Ventilatoren  flellt,  gelangte  die  Umfangsgefchwindigkeit
  diefer  Mafchinen  auf  fehr  grofse  Ziffern  und  bei  nicht  genau  äquilibrirten
  Flügelrädern  entliehen  Schläge,  welche  für  den  Zapfen  fehr  fchädlich
werden.
Ein  ganz  neues  Produdl  find  die  Pumpen  mit  zwei  ineinander  greifenden
Rädern,  gleichfam  rotirende  Kolben.  Eine  folche  Mafchine  mit  ungleichen  Umdrehungszahlen ­
  der  beiden  Kolben  war  von  der  belgifchen  Mafchinenfabrik
(L.  Moreau  Direkteur  Bruxelles)  ausgeflellt.  Die  übrigen  befanden  fich  aber  durchgängig ­
  in  der  amerikanifchen  Abtheilung,  wo  fogar  auch  eine  Dampf-Feuerfpritze
„Mockba“,  Patent  Holly,  ausgeflellt  war.
Diefe  hatte  alle  ihre  Bewegungsmechanismen  rotirend,  felbft  die
Dampfmafchine,  nur  eine  kleine  Speifepumpe  für  den  flehenden  Keffel,  war
nicht  rotirend,  fondern  hatte  wie  alle  anderen  Dampffpritzen  einen  Plungerkolben. ­

Eine  andere  Art  von  Pumpen,  fchon  theilweife  auf  der  Parifer  Ausflellung
  bekannt,  welche  aber  heute  einen  unendlich  gröfseren  Wirkungskreis
haben,  die  Injektoren  und  Ejekloren  haben  grofse  Verbreitung  erfahren  und
waren  bei  der  Ausflellung  fehr  zahlreich  vertreten.
            
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