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Full text: Spritzen und Pumpen (Gruppe XIII, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

Spritzen und Pumpen. 
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T i : 
Die Prunier’fche Pumpe. 
Als die neueften und wichtig- 
iten find wohl die beiden Pumpen 
füvNiederdruckleitungen zu nennen, 
welche P r u n i e r in Lyon ausgeftellt 
hatte. Die Pumpen (landen an dem 
örtlichen Ende der Mafchinenhalle 
in einem eigenen Gebäude, welches 
zugleich das franzöfifche Keffelhaus 
bildete, und verforgte die Speifung 
des Nied erdruck-Refervoirs, welches 
in nächfter Nähe ftand. 
Auf einem thurmartigen, oben 
fich verjüngenden Gerüfte, welches 
fich auf ein Steinfundament ftützte. 
lagerte die Kurbelwelle mit zwei 
Schwungrädern. DerBrunnenfchacht 
war aus einem gufseifernen Rohre ge 
bildet und mit dem Mafchinengerüfte 
feil verbunden. Der Dampfcylinder, 
fowie ein Querhaupt befinden fich 
in der unteren Hälfte der Säule; ein 
anderes Querhaupt über dem Cy- 
linder führt die Triebftange. 
In demfelben fleckte ein zwei 
tes, unten offenes Rohr, der Pum- 
pencylinder. Die Urfache nun,warum 
der Brunnenfehacht durch diefcs 
Rohr erfetzt ift und der Pumpei- 
cylinder alfo ganz im Waffer fleht, 
geht klar aus der Befchreibung von 
Herrn Prunier hervor. Erbetrachtet 
nämlich das Sauggebiet der Pumpe 
als einen Kegel, deffen Spitze eben 
das untere Ende des Brunnen 
fchachtes, deffen Bafis durch einen 
Kreis auf der Oberfläche der waffer 
führenden Schichte gebildet wird. 
Mehr wird fich die Wirkungsfphäre 
der Pumpe einer Kugel nähern, 
deren Centrum das offene Ende des 
Brunnenfehachtes ift. Selbftverftänd- 
lich legt der Ingenieur diefe Kegei- 
fpitze möglich!! tief in die waffer- 
führende Schichte und gewinnt hie 
durch flets Waffer von gleicher Tem 
peratur,welches weiters keine fchäd • 
liehen oder unfchädlichen Subflan- 
zen enthält, als diejenigen, welche 
das Grundwaffer jener Schichte eben 
führt. Dadurch nun, dafs die Pumpe 
in jenem Schachte arbeitet, der mit 
feinem unteren Ende in die Waffen
	        
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