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Full text: Spritzen und Pumpen (Gruppe XIII, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

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Peter Zwiauer. 
Die Ventile, gewöhnliche Sitzventile, waren mit Stahlfedern garnirt, welche 
einen fichern Schlufs derfelben verforgten. Die Pumpen gingen im Durch’fchnitte 
mit 16 bis 18 Touren per Minute, ein ziemlich langfamer Gang. Esrefultirt daraus 
eine Kolbengefchwindigkeit von circa2Fufs oder 630Millimeter per Secupde. Die 
Maschine war für hohe Expanfion gebaut, um möglichfle Dampferfparnifs zu erzielen. 
Im vorliegenden Dia 
gramme, welches von 
Herrn Profeffor J. F 
Radinger aufgenom 
men wurde, zeigt fielt, 
dafs die Mafchinemit 
circa o 15 Füllung ar 
beitete ; das Mano 
meter am Windkelfel 
zeigte 55 Pfunde. Man 
fieht klar, dafs, wo 
es fich um eine flabile 
Anlage handelt, man immer diefe Pumpen, oder Pumpen mit rotirender Bewe 
gung, hochgefpanntem Dampf und geringer Füllung, bauen wird, während für 
proviforifche Anlagen, oder doch folche, welche fehr fchnell hergeflellt fein 
wollen, die diredl wirkenden Pumpen irgend welcher Conflrudlion gut zu 
verwenden fein werden. Man mufs fich dann eben gefallen laffen, dafs die 
Mafchine das Brennmaterial geradezu frifst, und die Oekonomie des kurzen 
Betriebes hintanfetzen. 
Ueber die anderen bei der Ausftellung befindlichen Pumpen mit rotirender 
Bewegung zu fprechen, würde zu weit führen, befonders, wo eigentlich Neues 
nicht geboten wurde. 
x\ls Anfänge der Eifeninduflrie in Italien mufs eine Pumpe von De Morfier 
e Mencotti in Bologna erwähnt werden, welche in ihren Details recht htibfeh 
ausgeführt war und in der ganzen Dispofition das Beflreben zeigte, im Raume 
möglich!! zu fparen. Diredl hinter dem Dampfcylinder war eine Schwungrad 
welle eingelegt, welche zwei kleine fchwere Schwungräder mit Kurbelzapfen 
trug, von denen die Triebflangen zu dem Gleitflücke zwifchen Pumpen und 
Dampfcylinder gingen. Auf der Schwungradwelle war das Excenter gekeilt und 
die Bewegung durch einen Zwifchenhebel auf den über dem Cylinder liegenden 
Schieber übertragen. 
Aus der Reihe der gewöhnlichen, nach bekannten Principien conflruirten 
Pumpen mit Kraftbetrieb wollen wir die von Lehmann in Berlin, dem Erbauer der 
Calorimotoren, erwähnen; die Pumpen find nett conflruirt und für Riemenbetrieb 
eingerichtet. 
Es find liegende Pumpen für Keffelfpeifung und flehende Pumpen für 
Schächte, Brunnen etc. Die Pumpen find Kolbenpumpen mit Lederflulpenlide 
rung conflruirt; die Ventile, auch Lederklappen, find geneigt angebracht, und 
zwar Säugventile und Druckventile oben. Diredl über den Druckventilen fland ein 
kleiner Windkeffel. Die Deckel für dieVentilkaflen find, weil diePumpen in fehr 
kleinen Dimenfionen ausgeführt find (65 Millimeter Durchmeffer und 150 Milli 
meter Hub) durch vier CharnieiTchrauben feflgehalten. Die beiden Rohre mün 
deten an entgegengefetzten Seiten. 
Die Pumpen flanden auf einem kleinen fchwachen gufseifernen Bett, welches 
auf einem Ziegelfundamente ruhte. Die Führung der Kolbenflange gefchah in der 
Stopfbüchfe einestheils und in einem Auge anderntheils, welches von der gabel 
förmigen Triebflange umfafst war; auf der einen Seite der gekröpften Achfe war 
I efl- und Losfeheibe für den Antrieb gekeilt, auf der anderen Seite ein kleines
	        
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