Spritzen und Pumpen.
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ming der Pumpe mit Plungerkolben war derart, dafs die Schwungradwelle
eines flehenden Locomobils durch ein Zahnräderpaar die Kunbelwelle der Pum
pen in Bewegung fetzt. Auf diefer Welle find zwei Kurbeln aufgefleckt, welche
zwei einfachwirkende Pumpen zu beiden Seiten eines Ständers betreiben. Die
Locomobile diefer Firma dürften längfl fehr vortheilhaft bekannt fein, die
Zufammenflellung mit einer folchen Pumpe hingegen weniger. Die beiden Stirn
räder, Eifen in Holz arbeitend, find vielleicht das einzige Detail, welches zu
Betriebsflörungen Anlafs geben könnte, denn die Zähne nützen fic-h ungünflig ab.
und die Bewegung erfolgt dann mehr oder weniger ruckweife. Die Pumpen-
cylinder find, wie erwähnt, fymetrifch rechts und links an einem hohlen gufs-
eifernen Ständer befefligt, deffen innerer Raum zugleich als Windkeffel dient und
die Kurbeln der beiden Pumpen flehen unter einem rechten Winkel. An der hin
teren Seite find die Ventilgehäufe angebracht und der Ständer ifl feparat an der
gufseifernen Grundplatte befefligt. Die geradlinige Bewegung wird durch die
grofsen Stopfbüchfen, in welche der Mönchskolben geführt ifl, genügend genau
hergeflellt, und die Triebflange ifl im Grunde des Mönchskolbens befefligt.
Um einen vollkommen gleichmäfsigen Wafferflrom zu erhalten, ifl hinter dem
Ständer ein Refervoir angebracht. Die Kolben, fowie die Stopfbüchfen find aus
Bronze ; die Fläche, auf welcher die Abnützung flattfindet, auffallend klein, und
laffen fich die Pumpen leicht controliren.
Im Allgemeinen kann man von diefer Conflrudlion nur Rühmliches
fagen. Namentlich find die Locomobilen für den Betrieb diefer Pumpen vor
züglich conflruirt, was übrigens in einem anderen Berichte befprochen werden
wird. Die Ventile find Sitzventile und find leicht zugänglich; die Gehäufe find
durch horizontale Deckel verfchlpffen, nach deren Wegnahme man das Ventil
unterfuchen und abnehmen kann Die Lager der beiden Wellen find mit Bronze-
fchalen verfehen und diredl an den Ständer angegoffen. Die Bewegung wird von
dem Locomobile aus verlangfamt, da die Kolbenpumpen keinen fehr rafchen
Gang vertragen. Die bei der Ausflellung thätig gewefene Pumpe hatte, obgleich
diefelbe nicht fo lange Zeit lief, fchon jene ruckweife Bewegung, welche die
Lxiftenz der Zähne fo fehr gefährdet. Die Schuld daran trägt der Umfland, dafs das
gröfsere Rad, das getriebene, Holzzähne hatte, diefe alfo gegen die Richtung
der Holzfafer beanfprucht wurden. In Folge deffen verfchleifsen die Zähne leich
ter, und wenn nicht mehr ihre regelrechte Form vorhanden ifl, fo geht die
1 .'eflrucflion rafch vorwärts.
Die California-Pumpe wurde von mehreren Ausflellern gebracht. Wilhelm
Knaufl in Wien hatte diefelben für Handbetrieb ausgeflellt. Die Pointe der Con-
flnnflion befteht darin, dafs ein Stück Leder zwifchen die Flanfchen des Ventil-
kaflens eingefpannt wird und aus demfelben Stück die Klappen fo gebildet find,
dafs Klappen und Dichtungsring aus einem Stück beflehen; hiedurch wird natürlich
ein ficheres Arbeiten erzielt. Das eine Lederftück liegt alfo zwifchen dem
Deckel des Ventilkaflens und einem Zwifchenftücke, das zweite Leder ifl
zwifchen diefem und dem Cylinderflücke eingefpannt; Saug- und Druckventile
liegen über dem Cylinder. Die letzteren find horizontal angeordnet, die erfleren
lind geneigt. Was den Antrieb der Pumpen anbelangt , fo hatte Knaufl eine
eigenthümliche Vorrichtung angewendet, mit einer ofcillirenden Achte, in
welche fäbelförmig gebogene Stücke eingreifen, an denen die Kolbenflangen
befefligt find. Die Vorrichtung ifl nicht mehr neu, hat aber den Nach
theil, dafs die bewegten Theile fehr unzugänglich find. Die Pumpe für Hand
betrieb wird an einen flarken, fefl eingerammten Block gefchraubt und die Röhren
gehen dann nach unten und durch den Block zum Ausguffe. Die Bewegung
erfolgte durch einen horizontalen Doppelhebel, deffen Drehzapfen in dem unte
ren Pumpenkörper gelagert war.