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Full text: Spritzen und Pumpen (Gruppe XIII, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

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Peter Zwiauer 
eincylindrige und die dreicylindrige Spritze deren Mafchinen vertical angeordnet 
find, haben diefelben hinten am Keffel angefchraubt. Hiedurch wurde es noth- 
wendig, die Feuerung zur Seite zwifchen die Räder zu verlegen. Die ganze hintere 
Seite, welche fonft geftattete, auch während derFahrt zu feuern, wird nun von den 
Cylindern, von den Windkeffeln etc. eingenommen. Vor dem Dampfkeffel find 
Sitze für die Bedienungsmannfchaft und der Schlauchkaften etc. Der Keffel fteht 
vor der Hinterachfe und die ganze Mafchine wird von kräftigen Rahmen mit 
Uförmigem Querfchnitt getragen, die auf ftarken Blattfedern ruhen. 
Die Räder haben je nach der Befchaffenheit des Bodens, auf welchem die 
Dampffpritze fahren foll, entweder breite gufseiferne Kränze und fchmiedeiferne 
Arme oder find aus Holz, mit aufgezogenen fchmiedeifernen Laufkränzen. Der 
Keffel, welchen Sh and Mafon & Co. anwenden, ift ein eigentümlicher, mit 
einer Anzahl geneigter Röhren verfehener flehender Keffel, welcher von diefer 
Firma zu allen möglichen Zwecken benützt wird. Derfelbe hat die Hauptfeue- 
rungsthüre zwifchen den Rädern bei den ein- und dreicylindrigen; nur für die 
Benützung während der Fahrt ift noch hinten eine kleine Thüre angebracht, durch 
welche von dem Fufsbret aus gefchürt werden kann. Der Kohlenbehälter ift 
gerade unter dem Vordergeftelle des Wagens angebracht. Bei den horizontalen, 
zweicylindrigen Mafchinen liegt die Mafchine zwifchen den Rahmen, vor dem 
Keffel. Die Hinterwand derfelben ift frei und die Feuerung wird von dem Fufs 
bret auf welchem noch der Kohlenkaften angebracht ift, beforgt. Der Abdampf 
wird von den Dampfcylindern in den Schornftein geleitet, um den Zug durch den 
Keffel zu erhöhen. 
Um auch bei der eincylindrigen Feuerfpritze das Schwungrad, welches 
gewifs ein Hörendes Moment bei der Bedienung wäre, zu eliminiren, wenden die 
Conftrudteure einen zweiten Cylinderan, der in eigentümlicher Weife den todten 
Punkt in der Kurbelbewegung aufhebt. 
Es ift nämlich in der Achfe des Schieberkaftens gegen vorne ein kleiner 
Cylinder angefchraubt, in dem ein auf der Schieberftange befeftigter Dampf 
kolben fich bewegt. Die Bewegung des Hauptfchiebers gefchieht hier nicht 
durch ein Excenter, fondern durch eine kleine Kurbel, und die Bewegung 
wird durch einen kleinen Kurbelrahmen auf die Stange übertragen. An dein 
Schieberrahmen des Hauptfchiebers ift ein Anfchlag angebracht, welcher auf 
einen kleineren Schieber wirkt und diefen ruckweife bewegt. 
Diefer Schieber läuft auf einer Fläche fenkrecht zur Fläche des Haupt 
fchiebers. Die Kurbel des Hauptfchiebers ift unter einemWinkel von etwas mehr 
als ioo Grad gegen die Hauptkurbel geftellt, und die Wirkung des ganzen Syftemes 
ift alfo die, dafs der Hilfskolben beinahe in der Mitte feines Hubes ift, wenn der 
Mafchinenkolben an feinem todten Punkte fteht. Geht der Mafchinenkolben gegen 
die Mitte feines Hubes, fo fteht der Hilfskolben und alfo der Hauptfchieber am 
Ende feines Weges. 
Er hat auf einem Stücke Weges den Hilfsfchieber mitgenommen und die 
Dampfvertheilung für den Hilfskolben eingeleitet. Die Anwendung eines Schwung 
rades ift alfo überfiüffig, denn die Mafchine hat keinen eigentlichen todten Punkt. 
Im Wefentlichen aber ift die ganze Conftrudlion nur eine etwas vereinfachte 
Form einer zweicylindrigen gekuppelten Mafchine mit ungleichen Cylindern. 
Die Ausftrömung des kleinen Kolbens mündet in die Ausftrömung unter 
dem Hauptfchieber und ift durch einen im Gufs gefparten Canal hergeftelit. Die 
Einftrömungen gehen zur einen Seite durch den Schieberkaften-Deckel, zur 
anderen Seite durch ein Kupferrohr. Beide Mafchinen, die Hauptmafchine, fowie 
die Hilfsmafchine haben Kurbelrahmen, deren Fo'rtfetzung bei der Hauptkurbel 
die Kolbenftange des Pumpencylinders bildet. 
Der Hilfsfchieber wird von dem Hauptfchieber-Rahmen nur immer ein 
kurzes Stück des Weges mitgenommen, die Canäle find ziemlich klein, alfo auch 
die Schieberbewegung unbedeutend. Bei der eincylindrigen Mafchine, welche
	        
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