Spritzen und Pumpen.
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wiederholt. Es wird dann das zweite Zwischenrohr zum selben Zwecke benützt,
gegenüber dem erften, wie diefes gegenüber der Dampfdüfe. Schliefslich ift noch
das Condenfationskamin, welcher dann die Propulfion des Strahles vollzieht. Friedmann
verfieht das erfte Zwifchenrohr bei grofsen Injektoren mit fchraubenförmigen
Zügen, durch welche er eine genaue centrale Richtung des Strahles erlangen will.
In bisher unbekannten Dimenfionen führt Friedmann den Injektor als Schiffsleckpumpe
aus, mit vielen (bis 7) Zwifchenröhren. Die Wirkungsweife ift diefelbe,
wie bei der Keffelfpeife und Refervoirinjektoren; nur leuchtet hier die Nothwendigkeit
der Zwifchenröhren mehr ein. Die Apparate find bis zu 10.000 Cubik
fufs Leiftung per Stunde und per Atmofphäre Dampfdruck conftruirt. In dem
Wafferabflufsrohr ift bei folchen Apparaten in der Regel ein Ventil oder eine
Klappe eingefchaltet, welches man leicht von Hand fchliefsen kann, um den
Dampf zurückzufchlagen, fo dafs er durch das Saugfieb austreten mufs und diefes
gründlich vor dem Verftopfen bewahrt, welches der gefährlichfte Umftand bei
Schiffsleckpumpen ift. Häufige Anwendung findet der Friedmann’fche Injektor
zum Ausfchöpfen von Brunnen, Baugruben etc., nur mufs er dann ftets unter das
Wafferniveau gelegt werden. Er ift dann ebenfalls mit einem Saugfieb und mit
der erwähnten Vorrichtung zum Reinigen desfelben verfehen.
Der Haswell’fche Injektor ift eine etwas veränderte Art des Sellers’fchen.
Die Dampfnadel ift beweglich und öffnet die Düfe mehr oder weniger weit.
Ein Zwifchenrohr ift nicht vorhanden und bemerkenswert!! mögen nur die in das
Condenfationskamin gehauenen Nuthen fein, welche fowohl als Ringe, als auch
der Länge nach bis ungefähr in die Hälfte des Kamins reichen. Durch die Nuthen
beabfichtigt der Conftrukteur eine vollständigere Mifchung von Dampf und
Walter zu erlangen; jedenfalls aber wird die Anordnung nicht unbedeutende
Verlufte durch Reibungswiderftände verurfachen. Das Condenfationskamin ift
auch hier aus einem Stücke mit der Fangdüfe, und der Ueberfprungraum fleht mit
dem Saugraume in keiner Verbindung. Der Injektor fangt auch und kann auf der
Plattform der Locomotiven angebracht werden.
Blancke’s Injektoren find gleich den Haswell’fchen Variationen über den
Seller’fchen. Auch fie haben eine Dampfnadel, welche den Dampfftrahl als Ring
formt, um dadurch eine beffere Vereinigung mit dem Waffer zu erzielen. Der
Blancke'fche faugende Injektor unterfcheidet fich von dem vorher befprochenen
dadurch, dafs eine zweite Wafferaufnahme vomUeberfprungraumebeabfichtigt,
wefshalb in dem Schlabberrohr noch ein Säugventil angebracht ift; der nicht faugende
Injektor ift dem Schau’fchen nachgebildet. Doch haben auch fie, wie die
laugenden eine zweite, ja fogar eine dritte Wafferaufnahme. Die zweite findet
nicht im Ueberfprungraume ftatt, fondern es ift das Condenfationskamin von zwei
Reihen kleiner Löcher durchbrochen, noch bevor der Saugraum abgefchloffen
ist; die Conftruktion läuft im Wefentlichen auf das Friedmann’fche Zwifchenrohr
hinaus. Im Schlabberrohrftutzen ift ein Säugventil angebracht, durch welches die
dritte Wafferaufnahme ftattfinden foll. Das Rohr von dem Stutzen foll in einem
Wafferbehälter münden und Waffer bis zu 60 Grad Cels. aufnehmen können.
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