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Full text : Spritzen und Pumpen (Gruppe XIII, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

Spritzen  und  Pumpen.

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wiederholt.  Es  wird  dann  das  zweite  Zwischenrohr  zum  selben  Zwecke  benützt,
gegenüber  dem  erften,  wie  diefes  gegenüber  der  Dampfdüfe.  Schliefslich  ift  noch
das  Condenfationskamin,  welcher  dann  die  Propulfion  des  Strahles  vollzieht.  Friedmann ­
  verfieht  das  erfte  Zwifchenrohr  bei  grofsen  Injektoren  mit  fchraubenförmigen
Zügen,  durch  welche  er  eine  genaue  centrale  Richtung  des  Strahles  erlangen  will.
In  bisher  unbekannten  Dimenfionen  führt  Friedmann  den  Injektor  als  Schiffsleckpumpe ­
  aus,  mit  vielen  (bis  7)  Zwifchenröhren.  Die  Wirkungsweife  ift  diefelbe,
  wie  bei  der  Keffelfpeife  und  Refervoirinjektoren;  nur  leuchtet  hier  die  Nothwendigkeit
  der  Zwifchenröhren  mehr  ein.  Die  Apparate  find  bis  zu  10.000  Cubik
fufs  Leiftung  per  Stunde  und  per  Atmofphäre  Dampfdruck  conftruirt.  In  dem
Wafferabflufsrohr  ift  bei  folchen  Apparaten  in  der  Regel  ein  Ventil  oder  eine
Klappe  eingefchaltet,  welches  man  leicht  von  Hand  fchliefsen  kann,  um  den
Dampf  zurückzufchlagen,  fo  dafs  er  durch  das  Saugfieb  austreten  mufs  und  diefes
gründlich  vor  dem  Verftopfen  bewahrt,  welches  der  gefährlichfte  Umftand  bei
Schiffsleckpumpen  ift.  Häufige  Anwendung  findet  der  Friedmann’fche  Injektor
zum  Ausfchöpfen  von  Brunnen,  Baugruben  etc.,  nur  mufs  er  dann  ftets  unter  das
Wafferniveau  gelegt  werden.  Er  ift  dann  ebenfalls  mit  einem  Saugfieb  und  mit
der  erwähnten  Vorrichtung  zum  Reinigen  desfelben  verfehen.
Der  Haswell’fche  Injektor  ift  eine  etwas  veränderte  Art  des  Sellers’fchen.
Die  Dampfnadel  ift  beweglich  und  öffnet  die  Düfe  mehr  oder  weniger  weit.
Ein  Zwifchenrohr  ift  nicht  vorhanden  und  bemerkenswert!!  mögen  nur  die  in  das
Condenfationskamin  gehauenen  Nuthen  fein,  welche  fowohl  als  Ringe,  als  auch
der  Länge  nach  bis  ungefähr  in  die  Hälfte  des  Kamins  reichen.  Durch  die  Nuthen
beabfichtigt  der  Conftrukteur  eine  vollständigere  Mifchung  von  Dampf  und
Walter  zu  erlangen;  jedenfalls  aber  wird  die  Anordnung  nicht  unbedeutende
Verlufte  durch  Reibungswiderftände  verurfachen.  Das  Condenfationskamin  ift
auch  hier  aus  einem  Stücke  mit  der  Fangdüfe,  und  der  Ueberfprungraum  fleht  mit
dem  Saugraume  in  keiner  Verbindung.  Der  Injektor  fangt  auch  und  kann  auf  der
Plattform  der  Locomotiven  angebracht  werden.

Blancke’s  Injektoren  find  gleich  den  Haswell’fchen  Variationen  über  den
Seller’fchen.  Auch  fie  haben  eine  Dampfnadel,  welche  den  Dampfftrahl  als  Ring
formt,  um  dadurch  eine  beffere  Vereinigung  mit  dem  Waffer  zu  erzielen.  Der
Blancke'fche  faugende  Injektor  unterfcheidet  fich  von  dem  vorher  befprochenen
  dadurch,  dafs  eine  zweite  Wafferaufnahme  vomUeberfprungraumebeabfichtigt,
wefshalb  in  dem  Schlabberrohr  noch  ein  Säugventil  angebracht  ift;  der  nicht  faugende ­
  Injektor  ift  dem  Schau’fchen  nachgebildet.  Doch  haben  auch  fie,  wie  die
laugenden  eine  zweite,  ja  fogar  eine  dritte  Wafferaufnahme.  Die  zweite  findet
nicht  im  Ueberfprungraume  ftatt,  fondern  es  ift  das  Condenfationskamin  von  zwei
Reihen  kleiner  Löcher  durchbrochen,  noch  bevor  der  Saugraum  abgefchloffen
ist;  die  Conftruktion  läuft  im  Wefentlichen  auf  das  Friedmann’fche  Zwifchenrohr
hinaus.  Im  Schlabberrohrftutzen  ift  ein  Säugventil  angebracht,  durch  welches  die
dritte  Wafferaufnahme  ftattfinden  foll.  Das  Rohr  von  dem  Stutzen  foll  in  einem
Wafferbehälter  münden  und  Waffer  bis  zu  60  Grad  Cels.  aufnehmen  können.
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