MAK

Full text: Apparate der chemischen Grossindustrie: Abdampf- und Destillir-Apparate für Laboratorien und pharmaceutische Zwecke, Eismaschinen und Apparate der Leuchtgasfabrication (Gruppe III) officieller Ausstellungs-Bericht

38 
Johann Stingl. 
Fi S- S- 
hiszu 150 Brenner und für 200 Brenner und darüber; ferner Regulatoren für 
grolsere Gasleitungen (Regulateurs d'emijjioti). 
Diefe letzteren Regulatoren haben eine etwas abweichende Conftru&ion 
von den früheren. 
Während bei den elfteren der Druck für einen beftimmt begrenzten Gas- 
confum merkbare Veränderungen nicht erleidet und diefelben rafch durch den 
Regulatorausgeglichen werden, find diefe Druckfchwankungen bei gröfserenStädte 
leitungen oft bedeutendere und es handelt fich darum, diefe Druckfchwankungen 
rafch auszugleichen und in der Stadt einen conftanten Druck zu erhalten. 
Diefs erreicht Gir oud dadurch, dafs er von einem beftimmten Punkte des 
vohrennetzes der Stadt ein enges Rohr, (tuyau de retotir) (25 bis zo Milli 
meter im Lichten) zu dem Druckregulator in der Gasfabrik zurtickführt welches 
das Gas unter die Glocke des Regulators bringt und fo die Schwankungen im 
Drucke demfelben mittheilt. s 
Fig 4 ftellt einen Regulateur de confommation für über 200 Bren 
ner dar. Die Einrichtung desfelben ift folgende: 
Das Leuchtgas gelangt aus dem 
Refervoir durch A in die Kammer B • 
von da zwifchen dem Ventil b und der 
unteren Wand der Kammer B in den 
Raum C. Durch das Rohr D wird das 
Gas weiter geführt. Die Kammer B 
fteht mit ihrem Inneren durch die Röhre 
mit dem Raume/'in Verbindung, der 
nach unten zu mit Waffer abgefchloffen 
ift. Der Druck, der in B herrfcht, theilt 
fich daher F mit. Steigt derfelbe in B, 
fo auch in F. Hiedurch wird die Glocke 
G, die mit ihr verbundenen Schwimmer 
h, ferner die Syphon », m und die Röhre 
o gehoben. 
Da nun das Kegelventil b durch 
die Röhre a und durch die Verfteifungz< 
mit der Glocke feft verbunden ift, “fo 
mufs das Ventil in diefem Falle fich 
ebenfalls heben, wodurch die Durchlafs- 
öffnung für das Gas verengert und hie 
durch die ungünftige Wirkung des er 
höhten Druckes behoben wird. Ift der 
Druck bei B geringer, fo öffnet fich das 
Ventil b nach abwärts, es kann mehr 
Gas nach C gelangen. 
1 reten nun Gasfchwankungen im Confume ein, fo werden diefelben durch 
D fich bemerkbar machen. Ift der Confum zum Beifpiel ein erhöhter fo tritt 
momentan eine Art Verdünnung im Raume C ein. Diefe Verdünnung wird fogleich 
ausgeglichen durch die Röhre « und den Raum K, der durch r mit a in Verbin 
dung fteht. Gas ftrömt alfo in entgegengefetzter Richtung der Pfeile nach C hin. 
Hiedurch kommt das früher erwähnte bewegliche Syftem zum Sinken, das Ventil b 
bewegt fich nach abwärts und mehr Gas kann nach C gelangen. 
Umgekehrt find die Bewegungen von Gas und Glocke, wenn der Confum 
fich plötzlich verringert. Dabei fchliefst fich das Ventil in entfprechendem Mafse. 
Dafs die Dimenfionen und Belaftungen durch die Gewichte^ ganz genau berechnet 
und approbirt find, verlieht fich von felbft. 
Die nähere Einrichtung eines Regulateur d’emiffion mit einem Rück- 
nufsrohre (tuyau de retour) erhellt aus der Fig. 5.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.