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Full text: Die Kesselarmaturen und Schmiervorrichtungen (Gruppe XIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

-*■ ^ Vidlor Novelly. 
lifchen Keffeln unter der Benennung „the Afhcroft Low-water Deteftor and 
Alarm“ ausgeftellt. 
Derfelbe befteht aus einem circa 60 Centimeter hohen, verticalen, zwei 
Centimeter ftarken Rohre, das oben auf einer hohlen Kugel die Dampfpfeife hat 
die durch einen eingefchraubten, bei 212 Grad Fahrenheit (Siedepunkt des 
Waffers^unter dem gewöhnlichen Luftdruck) fchmelzende.n Metallpfropfen abge- 
Die untere Oeffnung des Rohres befindet fich im Niveau des Tiefwaifers ; 
bet dem Fallen des Wafferfpiegels im Keffel bis zu diefer Höhe fällt das 
bis dahin in der Röhre befindliche Waffer herunter und es dringt nun Dampf in 
diefelbe, die den Pfropfen fchmilzt und die Pfeife ertönen läfst. 
In England, fagt der Profpedt, find 10.000 folche Apparate in Verwendung. 
In der deutfchen Abtheilung waren die Apparate diefes Syftems noch 
nach der Art der bekannten Black’fchen Conftrudltion, mit einer Kupferrohr- 
Spirale. (Ausgeftellt von Watremetz und Kloth, welche bis 1871 laut Profpedl 
über 6000 Stück erzeugten.) 
III Die Sicherheitsventile. 
Von diefen waren zwar ziemlich alle Syfteme vertreten, jedoch durchwegs 
nach ihren ursprünglichen Conftrudtionen ohne jedwede Aenderung; blos in 
der amerikanifchen Abtheilung fanden wir ein ganz eigenthümlich conftruirtes 
Sicherheitsventil, benannt „Afhcroft’s Patent Nickel seat Pop (fchnell 
öffnendes) S afe ty valve“. 
Der Ventilfitz ift aus Nickel; der Profpedl fagt, fo hart wie Stahl, unoxydir- 
bar wie Gold, fo dafs jede Corrosion unmöglich wird, 
Die eigenthümliche Conftrudtion des eigentlichen Ventils ift die, dafs das 
felbe über der konifchen Sitzfläche in der Peripherie nach abwärts geftülpt ift 
und fo eine halbkreisförmige Hohlkehle bildet. 
Der untere Sitz des Ventils jedoch hat in feiner äufseren Peripherie eben 
falls eine kreisförmige Hohlkehle, die jedoch nach aufwärts geftülpt und einen 
gröfseren Durchmeffer, als die obere hat. Beim Auffitzen des Ventils greift nun 
die obere Stulpe in jene der unteren ein. 
Hebt fich nun der Konus nur um ein Geringes, fo flaut fich der ausftrö 
mende Dampf in diefen Mulden und vergröfsert momentan den Druck auf das Ventil, 
hebt dasfelbe höher, als es der im Keffel befindlichen Dampffpannung ent- 
fprieht: ein Vortheil, welcher befonderen Werth bei plötzlich grofsen Dampf 
entwicklungen (Siedeverzug etc.) hat. 
Aufserdem ift die Ventilfläche demzufolge bedeutend kleiner, und leichtere 
Dichtung -ermöglicht. 
Das Ventil wird auf feinen Sitz durch eine verticale Spiralfeder (quadra- 
tifchen Querfchnittes) niedergehalten und kann auch durch einen Hebel mit 
der Hand leicht geöffnet werden. 
Bios in England waren die Ventile diredl mit Gufseifenplatten belaftet, 
alle anderen Keffel hatten Sicherheitsventile mittelft indirekter Hebelbelaftung. 
An den Locomotiven waren blos an einer belgifchen , zwei deutfchen und 
einer öflerreichifchen die Meggenhofer’fche Federwage mit verftellbaren Gegen 
lenkern, alle übrigen Locomotiven hatten die gewöhnlichen Federwagen mit 
Schraubenftellung. 
IV. Dampihähne und Ventile. 
Im Allgemeinen fanden wir weder zur Dampfentnahme, noch zur Ab- 
fperrung von Dampfleitungen Hähne in Thätigkeit, und fcheint die richtige
	        
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