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Full text: Die Kesselarmaturen und Schmiervorrichtungen (Gruppe XIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

Keffelarmaturen. 
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Die Eifenblech-Röhren der im Betriebe befindlichen Dampfleitung waren 
theils mit Filz, theils mit Wollvliefsen umhüllt, theils lagen fie ganz frei. 
VIII. Apparate zur Verminderung und Regulirung der Dampf- 
fpannungen. 
Den Gegenstand der Vorführung und Befprechung diefer Apparate, ftrenge 
genommen nicht zu den eigentlichen Keffelarmaturen gehörig, bilden doch jene 
integrirendeu, bei gewiffen Fabricationszweigen unentbehrlichen Theile derfelben, 
deren Aufnahme in den Rahmen diefes Berichtes umfomehr gerechtfertigt erfcheint, 
als eben diefe Apparate feit der Parifer Ausftellung vielfache Verbefferungen und 
Neugeftaltungen erlitten, welche uns auf diefer Ausftellung vorgeführt wurden. 
Es find wieder meift jene Firmen, 
Erzeuger und Ausfleller diefer Artikel, 
welche fchon bei den bereits genannten 
Armaturen Erwähnung fanden. 
S ch äff e r - B u d e nb e rg hatte feine 
ältere Conftrudtion mit Doppelfitzventil, 
deffen Stange in der Verlängerung nach 
unten einen Kolben hat, der durch eine 
regulirbare Spiralfeder dem Dampfdrücke 
entgegenwirkt und demfelben das Gleich 
gewicht hält. Die Feder ift durch eine 
Membrane vom Dampfraume abgefchloffen. 
Die Höhe der reducirten Dampf- 
fpannung zeigt ein oberhalb des Ventiles 
angebrachtes Manometer. 
Das Reducirventil von Crofsley & 
Hanfon in Halifax, in der englifchen 
Abtheilung von Whitley-Partnersaus- 
geflellt, ift ebenfalls ein Doppelfitz-Ventil. 
Nebenftehende Figur zeigt dasfelbe 
im Verticalfchnitte. Die Dampfdurchftrö- 
mung gefchieht von links nach rechts. 
Auf das eigentliche Ventilgehäufe ift eine 
oben mit kleinen Oeffnungen verfehene 
Hülfe gefchraubt, in welche das innerfte 
kurze Rohrftück reicht; innerhalb desfel- 
ben bewegt fich die mit diredt wirkendem 
Gegengewichte verfehene V entilftange, mit 
welcher ein oben gefchloffenes Rohrftück 
feft und dampfdicht, innerhalb des Gehäu- 
fes verbunden ift. 
Zwischen der äufseren Hülfr und 
dem innerften Rohrftücke befindet fich 
das durch das Krummrohr eingebrachte 
Queckfilber, in welchem das anderVentil- 
ftange hefeftigte Rohr fchwimmt und da 
durch auch unten abgefchloffen wird. 
Tritt nun durch das im normalen Zu- 
ftande durch das Gegengewicht offen ge 
haltene Ventil Dampf von höherer Span 
nung, als benöthigt, fo wird der Schwim 
mer gehoben, das Ventil im Ve hältniffe 
gefchloffen
	        
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