Keffelarmaturen.
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Die Eifenblech-Röhren der im Betriebe befindlichen Dampfleitung waren
theils mit Filz, theils mit Wollvliefsen umhüllt, theils lagen fie ganz frei.
VIII. Apparate zur Verminderung und Regulirung der Dampf-
fpannungen.
Den Gegenstand der Vorführung und Befprechung diefer Apparate, ftrenge
genommen nicht zu den eigentlichen Keffelarmaturen gehörig, bilden doch jene
integrirendeu, bei gewiffen Fabricationszweigen unentbehrlichen Theile derfelben,
deren Aufnahme in den Rahmen diefes Berichtes umfomehr gerechtfertigt erfcheint,
als eben diefe Apparate feit der Parifer Ausftellung vielfache Verbefferungen und
Neugeftaltungen erlitten, welche uns auf diefer Ausftellung vorgeführt wurden.
Es find wieder meift jene Firmen,
Erzeuger und Ausfleller diefer Artikel,
welche fchon bei den bereits genannten
Armaturen Erwähnung fanden.
S ch äff e r - B u d e nb e rg hatte feine
ältere Conftrudtion mit Doppelfitzventil,
deffen Stange in der Verlängerung nach
unten einen Kolben hat, der durch eine
regulirbare Spiralfeder dem Dampfdrücke
entgegenwirkt und demfelben das Gleich
gewicht hält. Die Feder ift durch eine
Membrane vom Dampfraume abgefchloffen.
Die Höhe der reducirten Dampf-
fpannung zeigt ein oberhalb des Ventiles
angebrachtes Manometer.
Das Reducirventil von Crofsley &
Hanfon in Halifax, in der englifchen
Abtheilung von Whitley-Partnersaus-
geflellt, ift ebenfalls ein Doppelfitz-Ventil.
Nebenftehende Figur zeigt dasfelbe
im Verticalfchnitte. Die Dampfdurchftrö-
mung gefchieht von links nach rechts.
Auf das eigentliche Ventilgehäufe ift eine
oben mit kleinen Oeffnungen verfehene
Hülfe gefchraubt, in welche das innerfte
kurze Rohrftück reicht; innerhalb desfel-
ben bewegt fich die mit diredt wirkendem
Gegengewichte verfehene V entilftange, mit
welcher ein oben gefchloffenes Rohrftück
feft und dampfdicht, innerhalb des Gehäu-
fes verbunden ift.
Zwischen der äufseren Hülfr und
dem innerften Rohrftücke befindet fich
das durch das Krummrohr eingebrachte
Queckfilber, in welchem das anderVentil-
ftange hefeftigte Rohr fchwimmt und da
durch auch unten abgefchloffen wird.
Tritt nun durch das im normalen Zu-
ftande durch das Gegengewicht offen ge
haltene Ventil Dampf von höherer Span
nung, als benöthigt, fo wird der Schwim
mer gehoben, das Ventil im Ve hältniffe
gefchloffen