Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Die Kesselarmaturen und Schmiervorrichtungen (Gruppe XIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

Schmiervorrichtungen.  31
Auch  diefer  Apparat  hat  keine  Wafferabhaltungs-Vorrichtung,  überhaupt
aufser  den  eben  erwähnten  Theilen  keinen  anderen.
Jedenfalls  der  einfachfte  Apparat  diefes  Syftems.
.  Die  in  der  öfterreichifchen  Abtheilung  ausgeftellte  A.  GebauerTche
Schmiervafe  ift  gleichfalls  den  Zabel-Schauwecker’fchen  Principien  unterworfen.
Die  Dampfeinftrömungsröhre  derfelben  ift  unten  enger,  erweitert  fich  nach  oben
und  ift  durch  eine  Schraube  vollkommen  gefchloffen.  In  der  Mitte  des  erweiterten ­
  Rohrtheiles  finden  wir  das  Capillarrörchen,  welches  in  ein  zweites,  dünneres, ­
  mit  der  Dampfeinftrömungsröhre  paralleles  Rohr  mündet;  diefes,  bis  nahe
an  den  Boden  des  Oelgefäfses  reichend,  verjüngt  fich  gegen  abwärts  und  kann,
durch  eine  fehr  fpitze  glatte  Nadel  noch  mehr  verengt,  regulirt  werden.  Diefe
Nadel  endet  nach  aufwärts  in  eine  Schraube,  deren  Kopf  eine  Theilung  zur
genaueren  Juftirung  enthält.
Ein  nennenswerther  Unterfchied  gegenüber  den  anderen  Apparaten  diefes
Syftemes  befteht  darin,  dafs  der  Dampf  fowohl  beim  Eintritt  als  auch  beim  Austritt ­
  die  Capillarröhre,  die  regulirbare  dünne  fenkrechte  Röhre  und  das  Oel
felbft  paffiren  mufs;  ein  Uebelftand,  welcher  jedenfalls  zu  Gunften  der  früher
erwähnten  fpricht.
Gegen  das  Anfammeln  des  Condenfationswaffers  ift  ebenfalls  nicht  geforgt.
Der  Verfchlufs  und  die  Füllung  werden  durch  eine  mit  Blei  abgedichtete
Deckelfchraube  bewerkftelligt.
Von  jenen  Schmierbüchfen,  welche  das  bei  den  bisher  erwähnten  fo  nachtheilige ­
  Condensationswaffer  zum  Zwecke  des  continuirlicben  Oelabgebens  nutzbar
machen,  ift  in  erfter  Reihe  der  in  der  franzöfifchen  Abtheilung  ausgeftellt  gewefene
  und  an  fehr  vielen  dortigen  Mafchinen  angewendete  automatifche  Condenfations-Schmierapparat
  von  M.  J.  Bouillon  in
Lyon,  welcher  dort  eine  im  grofsen  Mafsftabe
eingerichtete  Fabrikzurfpeciellen  Erzeugung  diefer ­
  Handelsartikel  befitzt;  daher  wohl  die  fo  auffallend ­
  grofse  Anzahl  diefer  in  Frankreich  in
Verwendung  flehenden  Apparate.
Obwohl  Schäffer-Budenberg  in  Magdeburg
bereits  feit  geraumer  Zeit  eben  folche  Apparate
erzeugt  und  felbft  einen  folchen  unter  der  Benennung ­
  »Schmierhahn  nach  Jacobi“  in  feiner  Ausftellungsgruppe
  hatte,  find  diefe  am  deutfch-öfterreichifchen
  Markte  bedeutend  fpärlicher  anzutreffen. ­

Nebenftehende  Figur  zeigt  einen  Bouillonfchen
  Apparat  mittlerer  Sorte  im  Verticalfchnitte
in  Viertel  natürlicher  Gröfse.
Die  Handhabung  und  Wirkung  ift  folgende:
Nachdem  der  Oelbehälter  durch  das  Abfperren
des  unteren  Hahnes  vom  Dampfe  abgefchloffen,
wird  der  obere  geöffnet  und  die  Büchfe  mit  Oel
gefüllt;  ift  diefer  nun  gefchloffen  und  der  untere
Hahn  geöffnet,  fo  tritt  der  Dampf  durch  die  durch
das  Oel  gehende,  mit  zwei  gegenüberliegenden
Seitenöffnungen  verfehene  Röhre  ein  und  condenfirt
  fich,  das  hiedurch  entftandene  niederfinkende ­
  Waffer  hebt  den  Oelfpiegel  und  läfst  ihn
durch  die  Seitenöffnungen  in  die  Röhre  fallen  ;
der  nicht  condenfirte  Dampf  ftrömt  dann  beim
nächften  Spannungswechfel  durch  das  oben  offene
3
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.