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J. F. Radinger.
verfchraubt anfchloffen. Die breite Verfchneidung diefer Ringe fichert eine fteife
Verbindung, aber für die Herftellung wird Gefahr und Zeit vermindert und der
Nachtheil, dafs die Dampfwege durch die Flanfchen hindurchführen, läfst fich
durch genaue Arbeit faft zum Verfchwinden beheben.
Der vordere Cylinderdeckel war mit dem Tragringe in Einem gegoffen und
enthielt nur eine eingefetzte Stopfbüchfe. Der rückwärtige Deckel war aber gefondert
angefetzt, um das Herausziehen des Kolbens ohne Weiteres zuzulalTen. Er
war noch von einer blanken Gufskappe überdeckt, welche die Umfangsfehrauben
und den Stopfbüchfen-Untertheil überkleidete. Der Cylinder ift mit Dampf zu heizen
und aufserdem mit Filz und Holz vor jeder Abkühlung möglichft gefchützt.
Oben in Mitte des Cylinders lag der Kaften eines Doppelventiles, deffen
Griffrad mit einer langen Rohrführung nach vorne und in handliche Entfernung
kam.
Der Kolben war ganz aus Gufseifen und mit zwei ineinander liegenden
gufseifernen Selbftfpann-Ringen verfehen. Seine Kolbenftange war vorne 90 und
rückwärts 75 Millimeter dick und conifch in den Kolben eingerieben, welchen fie
mit einer hohen theilweife verfenkten Schraubenmutter centrifch fefthielt. Die
Kolbenringe follen ebenfo wie der Cylinder aus einer der Abnützung gut widerftehenden
Gufseifenforte beftehen.
Die Geradführung fand in der rund ausgebohrten Colonne des Bajonnetbalkens
mit nachftellbaren Gleitflücken ftatt, deren Kreuzkopf die an den heutigen
Conftrudtionen moderne gute Form hatte.
Der Kreuzkopf ift nämlich ähnlich einem um 90 Grad gewendeten Zapfenlager
geformt, welches der Lagerplatte
entbehrt und dafür
mit einer mittleren auf die Kolbenftange
gekeilten Rohrnabe
verfehen ift. Der vordere Deckel
wird mit zwei durch den Kreuzkopf-Körper
hindurch gehenden
Schrauben gehalten und
geflattet das Nachziehen der
eingelegten Schalen, auf welchen
die Oscillation flattfindet.
Diefes Kreuzkopf - Lager
nimmt nun den Kreuzkopf-Zapfen
(hier 105 Millimeter dick
und 170 lang, 93 Atmofphären
Schalendruck) auf, welcher in
dem kurz gegabelten hinteren
Schubftangen-Ende conifch eingefchliffen
feflfitzt. Dadurch
wird die centrifche Druckübertragung
auf einen einzigenD rehzapfen,
ähnlich wie bei dem
gufseifsernen Gabel-Kreuzkopf,
aber mit einem verhältnifsmäfsig
einfachen Schmiedftücke gewahrt,
und noch der weitere
fonft entbehrte Vortheil erreicht,
dafs (ich die Abnützung
der Schubftangen-Schalen bei
vorne gefchloffenem Kopf und
Innenkeil von felbft ausgleicht,
indem beim Nach-1
!
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Mafsftab 1 : 24 der Natur.