132
J. F. Radinger.
Görlitzer Mafchinenbau-Anftalt.
133
Ueberfprüngen an den
todten Punkten nicht
gefährliche Vibratio
nen und Stöfse wach
ruft, konnte an cj,er
kaltl iegendenMafchi-
ne nicht erfehen wer
den.
Die übrigen Theile
folgten nun einem ge
wöhnlichen Plane.
Die Kolbenftan-
gen waren 5° und 72
Millimeter dick und
die des kleinen Cylin-
ders umgriff die Tra-
verfe mit einem auf
gekeilten Helme, wäh- -
rend die des grofsen
Cylinders direct ein
gekeilt war, was die
Montirung und ein
zwanglofes Arbeiten
erleichtert und nicht
etwa das Bett verlän
gert , nachdem die
engere Stopfbüchfe
des kleinen Cylinders
kürzer ift, als die des
grofsen.
Die Führungsklöt
ze an beiden Aufsen-
Ende-n der Traverfe
waren je 130 Millime
ter breit und 270 lang
und erleiden einen
Auflagedruck von 2 7
Kilogramm per Qua-
dratcentimeter. Die
Führungsfchienen wa
ren wohl auf den Bett
balken gefchraubt, je
doch in gefchmack-
voller Weife geformt,
wobei befonders das Detail erwähnenswerth fcheint, dafs das untere Gleitlineal
auf der ganzen Länge aufsen eine feitliche Wand angegoffen trug, welche den
fchlitzförmigen Zwifchenraum zwifchen Ober- und Unterfchiene nach aufsenhin
deckte, was fchön und reinlich ift.
Die innern Enden der Schubftange fafsten mit offenen Bügelköpfen die
95 Millimeter dicken und 100 Millimeter langen Halszapfen der Traverfe. Der
maximale Flächendruck ftellte fich dabei auf 115 Atmofphären.
Der runde Schubftangen-Schaft war wegen der Seitenbiegung ungewöhnlich
ftark und endete beim Kurbelzapfen mit einem gewöhnlichen Bügelkopfe und Keil.
F.W.BADER WIEN5C.
Centimeter ioo
MafslUi* Natur.
5 Meter
beiarmes verbanden die Nabe
die HerRellung erleichtert.
Die Kurbel fafs dicht
tangirend mit dem Auge
Die beiden, an den
Enden gleichen For
men der Köpfe ver
kürzen die Stangen
lange rafch.
Der Kurbelzapfen
mifst 110—i2oMillime-
ter und wurde äugen
fcheinlich defshalh fo
kurz gegen feinen
Du r chm e ffe r g e h al t e n,
um unter den Seiten-
beanpruchungen, wel
che bald den Aufsen-
bald den Innenrand
treffen, weniger zu
leiden und den Druck
mehr wie auf eine
Schneide zu übertra
gen. Der Schalen
druck auf ihn hebt
lieh im Maximum auf
114 Atmofphären und
Unkt bis 55. Die fpeci-
fifche Abnützarbeit
beträgt örtlich bis ig
Kilogramm Meter und
finkt bis 0-95 als Mi
nimalwerth.
Der flählerne
Zapfen war in die
fchmiedeiferne Kur
bel gefleckt und rück
wärts verkeilt. Die
Nabe fchien mit glei
eher Rückficht wie der
Zapfen geformt, was
hier gröfsere Länge
wegen des Heraus
brechens verlangt. Sie
Rack circa i'2 Mal
des Durchmeffers lang
auf dem 170 Millime
ter dicken Achskopf.
Die Seiten des Kur-
was gut ausfieht und
an den Schalen des viertheiligen Kurbellagers,
welches auf einem erhöhten Angufs des Bettes aufgcfchraubt und mit jederfeits
zwei Deckeln und zwei Keilfehrauben verfehen war. Die weiters 185 Millimeter
Rarke Welle lag 168 Millimeter dick, 240 Millimeter lang im Lager, erfuhr
einen Horizontaldruck von 37 Atmofphären im Maximum und von 18 Atmofphären
im Minimum und bewirkte eine Reibungsarbeit zwifchen 094 und 0 47 Kilo
gramm-Meter per Secunde und Quadratcentimeter Auflagfläche. Diele Zapfen
beanfpruchungen find ganz enorm und es iR doppelt fchade, dafs die Mafchine