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Full text: Die Motoren (Gruppe XIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

Berliner Union-A<5liengefellfchaft. 
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In guter und fchöner Weife fchloffen fich die Schalenborten am Kurbel - 
zapfen dicht an die Scheibe, deren Nabe dicht ans Lager und am anderen Ende 
desfelben die zwei Steuerexcenter ebenfo an. 
Das Schwungrad war als Riemenfeheibe gehalten , hatte ungefähr 
3 Meter Durchmelfer und 280 Millimeter Breite aufsen am "7“-förmigen Kranze. 
Das Hinterlager war wie das Hauptlager mit übergreifendem Deckel und einfeitig 
flellbarer Seitenfchale, aber mit einem häfslich hohen und fchmalen Fufs 
verfehen. 
Der Hauptbalken felbfl erinnerte mit feinen weichen Formen theilweife an 
das Bett der Allen-Mafchine. Hier war er beträchtlich hoch (faft iy 4 Cylinder 
Durchmeffer), endete hinter dem Lager plötzlich abfallend, und während die eine 
innere Fundamentfehraube oben fafs, kam die andere tief unten an einen Lappen. 
Der Regulator ftand innerhalb des Lagers am Bette; er war von einem 
Riemen angetrieben und feine Bewegung durch einen Oelkolben gebremft. 
Seiner Form nach ftand er zwifchen Watt und Porter, indem er grofse Kugeln und 
ein kleines unfehönes Belaftungsgewicht trug. 
Die Steuerung gefchah nach Meyer, jedoch mit der Abweichung, dafs die 
Stellung der beiden Platten aufserhalb des Schieberkaftens und durch den Regu 
lator ftattfand. Zu diefem Zwecke befafs jede der Deckplatten ihre eigene 
Schieberltange, deren eine ober-, die andere unterhalb des Mittels angriffen und 
durch zwei über einander liegende Stopfbüchfen nach aufsen gingen, wo fie 
mittelbar an der gemeinfamen Excenterftange hingen. 
Die Verbindung gefchah dadurch, dafs die 
beiden Schieberftangen - Enden an einer runden 
Scheibe, gleichfam an dem erweitertet Zapfen eines 
Kreuzkopfes hingen, welcher von der Expanfions- 
Excenterftange hin- und hergeführt wurde. Diefs 
fand in einer feitlich an das Bett gefchraubten Gerad 
führung ftatt und nun brauchte der Regulator nur die 
Zapfenfeheibe zu verdrehen, um mit dem die Platten 
ohne Störung des Hin- und Herganges zu verfchieben. 
Die Stellung der beiden Zapfen vertical über einander 
entfpricht dabei dem genähertften Zuftande, und 
jede Neigung vergröfsert deren Abftand gleichmäfsig 
von der Mitte weg. 
Diefe Verdrehung wurde, wenn nöthig, durch einen (zwei) Verticalhebel 
beforgt, welche von der Scheibe (dem vorliegenden Zapfen der Schieberftangen) 
mitgenommen wurden und um wenig von der Geradführung entfernte Fixpunkte 
fchwangen. 
Diefe Hebel trugen aber etwa in einem Drittel ihrer Länge vom Fixpunkt 
weg je einen Anfchlagbolzen eingefchraubt. Diefe fchwingen daher mit und zwar 
fo lange paffiv, als ihre Mitbewegung nicht gehemmt wird. Falls aber Letzteres 
eintritt, halten fie in Verbindung mit dem unteren Fixpunkt den Hebel und daher 
auch fein oberes Ende, den Scheibenzapfen feit. Nachdem aber das Excenter den 
die Scheibe umfaffenden Rahmen fortzieht, fo mufs fich diefe felbft und zwar um 
jenenBogeubetrag drehen, um den das Hebelende ohne die Steuerung ausgefchwun- 
gen wäre. Diefe Hebelenden waren felbftverftändlich mit länglichen Augen an die 
Scheibe gehangen, um die dabei eintretende Hebung der Zapfen zuzulaffen; 
aufserdem wird diefe Endform auch durch den Normalgang verlangt. 
Der alfo die Verdrehung der Scheibe und die Füllungsänderung bewir 
kende Anfchlag für die Hebelbolzen ward durch die Wände je eines fchiefen 
Schlitzes in einen Rahmen gegeben, welcher durch ein einfaches Geftänge an der 
Regulatormanchette hing. Diefer Schlitz war fo weit, dafs der Hebelbolzen bei 
ungeänderter Stellung des Regulators eben frei in ihm fchwingt, und derart die
	        
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