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Full text: Die Motoren (Gruppe XIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

Erfte Brunner Mafchinenfabriks-Gefellfchaft. 
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Von dem verlängerten Kreuzkopfzapfen mit einer Lenkftange und 1*3 Meter 
langemVerticalhebel angetrieben, lag die Luftpumpe tief im Fundament. Sie 
hatte 246 MillimeterDurchmeffer, 0-237 Meter Hub, was i/ l0 des Cylindervolumens 
entfpricht und das gute Vacuum von 71 Centimeter gab. 
Luftpumpe, Condenfatorraum, die geneigten Fenfter der Saugklappen und 
die oberen horizontalen der Druckklappen-Sitze bildeten ein Gufsftück, während 
dei Warmwafferkaften oben aufgefetzt war. Dadurch blieben die unnöthigen 
Räume klein und die Zahl der Verfchraubungen gering. Gleichfalls war der 
vordeie Deckel der Luftpumpe mit der Stopfbüchfe und einer rohrförmigen 
Geradführung für den kleinen Kreuzkopf, an den die Hebelflange griff, in Einem 
gegoffen. Die Hebelachfe felbft fand ihren Drehpunkt in zwei Gufsbogen, die 
paiallel nebeneinanderliegend fich unten auf den Stein flützten und über das 
Geiadführungsrohr hinweg zum Condenfationskaften reichten, an welchen fie 
angefchraubt waren. 
Die Steuerung kann als bekannt 
vorausgefetzt werden, indem fie bereks 
auf der Parifer Auskeilung auftrat. Sie 
folgt übrigens der bei der Mafchine von 
Reinicke (Seite 117) gezeichneten An 
ordnung. Dafs fie wohl funclionirte, zeigt 
das nebenftehende, im September 1873 
der Ausfteilungsmalchine entnommene 
Diagramm. 
Hier war ein riemengetr.ebener 
Watt’fcher Regulator ohne Belaftungs- 
gewichte, aber mit Oelpumpe angebracht, welcher feitlich am Bettbalken ftand. 
Die Mafchine war im Ganzen höchft folid aber ohne jede Verfchwendung 
an blanken Flächen oder Bronce ausgeführt. Das Griffrad des Einftrömventiles 
war wohl verfilbert oder vernickelt, was aber zur Blankhaltung diefes oft ange 
griffenen Theiles dient, und fo eine reinliche Wartung erleichtert. Das Auffangen 
des Tropfwaffers und des ablaufenden Oeles an den Stopfbüchfen etc. beforgten 
zwanglos untergebrachte Flöhlungen der Conftrudtionsformen felbft und jedes 
Detail an der Mafchine trug das Merkmal der überdenkenden Sorgfalt. Die com- 
plete Mafchine wog 9000 Kilogramm mit, und 5400 Kilogramm ohne dem Rad, 
das ift 7 3 oder 44 Kilogramm per Quadratcentimeter Cylinderquerfchnitt. 
Die Mafchine der Hochdruck-Wafferleitung war eine gekup 
pelte liegende Dampfmafchine, welche mit variabler (Corlifs ) Expanfionsvor- 
richtung ausgeftattet war, aber ohne Condenfation arbeitete. Die Pumpen lagen 
hinter den Cylindern und ihre Kolben fleckten diredt auf den verlängerten 
Stangen der beiden Dampfkolben. 
Um den verfchiedenen Wafferbedarf, (Maximum 600 Cubikmeter per 
Stunde) zu entfprechen, mufste die Tourenzahl der Maschine veränderlich sein 
und thatfächlich arbeitete fie je nach der Tageszeit etc. mit 15 bis 24 Huben 
(Maximum 3°)- Um die untere Grenze möglichft tief zu erhalten, war ein (6100 
Kilogramm) fchweres Schwungrad auf der gemeinfamen Kurbelwelle, welches 
selbft noch bei 8 Umdrehungen (und minder hoher Expanfion) über die todten 
Punkte ging. Diefes war auch fonft noch in Verbindung mit dem Syftem der 
gekuppelten Cylinder der Hauptfadtor für die Zuläffigkeit jener geringen 
Normalfüllungen von */ 5 , mit welchen die Mafchinen der Oekonomie halber zu 
arbeiten beftimmt waren. 
Die Dampfcylinder hatten je 500 Millimeter und die der Pumpen 303 
Millimeter Bohrung bei 1106 Meter gerneinfchaftlichem Hub. Die Flächen flehen 
daher unter Berückfichtigung der 80 Millimeter dicken Kolbenftangen im Mittel 
wie 1:2-8. 
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