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Full text : Die Motoren (Gruppe XIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

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J.  F.  Radinger.

Die  einzelnen  Theile  find  mit  der  gröfsten  Sorgfalt  ausgeführt,  und  insbefondere
  fällt  die  richtige  Materialvertheilung  durch  denMangel  jeder  unnöthigen
klobigen  Geftaltung  auf.  An  Bronce  ift  nirgends  gefpart  und  ich  weifs  aus  eigener
Erfahrung,  dafs  mehrere  folcher  Mafchinen,  deren  Arbeit  ich  dauernd  verfolge,  feit
Jahren  nicht  der  kleinften  Reparatur  bedurften.  Sie  leiften  wohl  nicht  mehr  als
den  zugefagten  Effetft  (fiehe  Keffelbericht),  aber  bis  zu  diefem  halten  fie  fich  verläfslich
  und  anftandslos.
Die  2-,  4-,  6-  und  8pferdigen  Mafchinen  haben
Cylinderdurchmeffer  von  115  150  170  und  190  Millimeter,
einen  Hub  von  200  260  300  und  350  Millimeter  und  gehen
115  95  85  und  75Mal  per  Minute,  woraus  fich
die  mittlere  Kolbengefchwindigkeit  zu  knapp  I  Meter  per  Secunde  ergibt.
Die  Gewichte  betragen  1050,  i960,  3480  und  4500  Kilogramm  fammt  Keffel,
und  die  Preife  2400  3500  4600  und  5800  Franken  loco  Paris.

Maulde  Geibel  &  Wibart  in  Paris  bauen,  flehende  Mafchinen
nach  einem  dem  vorigen  ähnlichen  Mutier.  Der  Hängfack-Keffel  (fiehe  Keffelbericht) ­
  fleht  frei  im  Innern  eines  gufseifernen  Mantels,  der  die  Mafchine  trägt.
Diefer  Mantel  umfchliefst  den  Keffel  mehr  als  Hermann  Lachapelle’s  Halbfäulen
es  thun,  ohne  dafs  ein  befonderer  Vortheil  dadurch  zu  erfehen  wäre.  Die  beiden
Mantelhälften  ftofsen  nämlich  oben  und  unten  im  vollen  Kreis  zufammen  und
find  mit  je  einer  Querfchraube  vereint.  Unten  fleht  derfelbe  mit  einer  Kreisflanfche
auf  der  gufseifernen  Grundplatte  und  oben  fchützen  auch  hier  einige  Stirnfehrauben
den  Keffel  und  die  Mafchine  gegenfeitig  vor  dem  Schwanken  und  Zittern.
Der  Dampfcylinder  ift  unten  an  den  Mantel  mit  vier  gehinderten  Pratzen
angefchraubt.  Die  Kolbenftange  ift  nur  in  einem  Auge  geführt,  welches  die  langgegabelte ­
  Schubftange  umfafst,  um  auf  den  in  das  Schwungrad  eingefteckten  Treibzapfen ­
  greifen  zu  können.  Eine  Gegenkurbel  des  letzteren  fteuert  den  einfachen
Schieber  im  angefchraubten  Schieberkaften,  während  die  Welle  oben  quer  über
dem  Keffel  liegt,  um  drüben  nochmals  ein  Riemenfcheiben-Schwungrad  und  ein
Excenter  für  die  unten  an  den  Sockel  gefetzte  Speifepumpe  zu  tragen.  Durch
diefe  Anordnung  foll  eine  gleichförmige  Belaftung  der  Zapfen  und  mit  dem  der
Erhalt  der  horizontalen  Lagerung  der  Welle  ficherer  als  fonft  gewonnen  werden.
Ein  gewöhnlicher  Wattregulator,  welcher  von  einem  Riemen  mitgenommen
wird,  greift  in  die  Droffel  und  auch  die  übrigen  Theile  der  Mafchine  find
nicht  neu.
Bei  den  gröfseren  Mafchinen  diefer  Art  ragt  der  Keffel  oben  frei  aus
feinem  Mantel  hinaus.  Die  Schwungrad-Welle,  deren  Lager  in  den  Oberrand  des
Mantels  eingegoffen  find,  läuft  dann  in  einem  eingenieteten  Rohre  quer  durch
den  Dampfraum  des  Keffels.  Diefe  gröfseren  Mafchinen  haben  eine  Meyer-Steuerung
  mit  fall  am  Boden  liegenden  Griffrad,  während  die  Einftrömung,  wie
bei  fo  vielen  franzöfifchen  Mafchinen,  nur  durch  einen  Hahn  und  nicht  durch
ein  Ventil  erfolgt.

2-,  '  4-  und
135.  175  und
280,  400  und
110,  85  und
1785,  3360  und
2600,  4400  und

öpferdige  Mafchinen  haben
200  Millimeter  Durchmeffer,  bei
500  Millimeter  Hab,  welcher
70  Mal  per  Minute  durchlaufen  wid,  was  ro3  bis  13  Meter
per  Secunde  gibt.  Diefe  Mafchinen  wiegen  beiläufig
4700  Kilogramm  fammt  Keffel  und  koften  complet
5700  Franken  loco  Paris.

BuffaudFrbres  in  Lyon  hatten  eine  fchwere  Bettplatte  vorne  an  den
Keffel  geftellt,  an  welche  die  Mafchine  kam.  Diefe  Bettplatte  ftützte  fich  unten
auf  den  Gufsfockel  und  oben  an  den  Fieldkeffel  felbft.  Sie  verbreiterte  fich  oben
            
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