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Full text: Die Motoren (Gruppe XIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

J. Belle ville & Comp, in Paris. 215 
und trug die vorhängenden Lager der gekröpften Kurbelwelle angegoflen, während 
der Cylinder unten angefchraubt war. Der Cylinder trug an einer Seite den Schieber 
kalten und an der anderen den Körper der Speifepumpe angegoffen , wobei 
letzterer in fchlecht angebrachter Sucht nach Symmetrie in gleiche Form mit 
erlterem gezwängt wurde, und auch einen fo grofsen, wahrfcheinlich nur ver- 
fchalenden Seitendeckel erhielt, wie der Schieberkalten felblt. Von der Kurbel- 
welle hingen dann gleiche Excenterltangen zum Antriebe für Schieber und Pumpe 
nieder und felblt die Rohre krümmten fich in unnöthiger, aber fymmetrifcher 
Form. Der Stopfbüchfen-Auffatz überdeckte den unteren Fufs und der Kreuzkopf 
umfafste das flache Geradführunglineal auch von Innen, um gegen das Losheben 
gefchützt zu fein. Diefe und einige andere minder erwähnenswerthe nette Details, 
fowie eine im Allgemeinen zu maffig gehaltene Ausführung konnten aber der 
ganzen Anordnung das üble und unltabile Aeufsere nicht nehmen, welches fie 
durch die überwuchtige Anordnung des Motors mit der fchweren Platte einfeits 
des Keffels erhielt. Man fürchtete ftets, fie werde unter der eigenen Beialtung 
kippen, was bei halbwegs Itärkerem Riemenzug an der hochgelegenen Scheibe 
auch naherücken dürfte, wenn nicht gute Grundfehrauben angewendet find. 
Die Mafchinen von 2, 4 und 
haben Cylinder von 120, 160 und 
einen Hub von 160, 200 und 
140, 115 und 
0 9 Meter Kolbengefchwindigkeit per 
2400, 3500 und 
6 PferdeltärkSn 
175 Millimeter Durchmefler, 
260 Millimeter, machen 
110 Umdrehungen per Minute, 0'7 bis 
Secunde und kolten loco Lyon 
4600 Franken. 
J. Belleville & Comp, in Paris fetzen vorne an das Blechgehäufe 
ihrer Röhrenkeflel eine grofse Wandplatte mit angegoffenen Blöcken für die 
fchiefen Kurbellager. Unten lieht der Cylinder, welcher mit fchwerem Kreuzkopf 
und fchrecklich grofsen Stangenköpfen die gekröpfte Welle treibt. Die Führung 
findet wieder auf einer hohlliegenden Schiene mit untergreifendem Hinterbügel 
ftatt und die Dampfvertheilung gefchieht durch ein einziges feltgekeiltes Excenter. 
Die Speifepumpe wird vom Kreuzkopf mitgenommen und aufser einem Wader- 
Vorwärmer im hohlen Bettbalken trägt die Mafchine noch jene Reihe von Auto 
maten, welche bereits im Keffelberichte angeführt wurden. 
Chevalier & Grenier in Lyon. Die Mafchinen diefer Firma haben 
liegende Keffel, auf welchen der mit dem Dampfdom zufammengegoffene Cylinder 
ruht. Zwifchen Dampfdom und Keffel reicht aber die durchgehende Grundplatte, 
welche erfteren mit gedrehter und verfchnittener Flanfche trägt. Die Führung ift 
colonnenförmig ausgebohrt und an den Vorderdeckel gegoffen. Die Steuerung 
gefchieht mit einem einzigen Excenter und der Schieberkalten-Deckel enthält das 
Anlafsventil, während ein parabolifcher Regulator auf die Droffel wirkt. Hinter 
dem Cylinder lieht ein Speifewaffer-Druckvorwärmer, welchen das Rohr des 
abgehenden Dampfes auf dem Wege zum Schornltein durchzieht. Für das Nach- 
fehen des Kolbens ilt alfo der Raum nach jeder Seite befchränkt. 
In der Mafchinenhalle lag noch eine zweite Mafchine diefer Firma, welche 
einen Theil der franzöfifchen Transmiffion betrieb. Diefe war nach Woolf’s Syltem 
zweicylinderig conltruirt, aber die Kolben griffen an einer gemeinfamen Traverfe 
an. Die Steuerung fand in den jederfeits aufsen liegenden Schieberkällen ohne 
variable Expanfion und mit je einem Excenter ftatt, und auch hier war ein auf 
die Droffel wirkender Regulator vorhanden, deflen Kugeln centrifch auf para- 
bolifch gekrümmten Rundltangen liefen. Der Condenfator Itand feitlich und 
feine Luftpumpe hing an einem Excenter der Schwungrad-Welle. Das Ganze war 
ein ziemlich unförmiges und oberwuchtiges Ding, welches trotz der vielen glän 
zenden Flächen doch nur einen trüben Eindruck hervorbrachte.
	        
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