Mignon &Rouart in Paris.
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jene neue Lage des Geftänges zurecht, bei welcher die normale Drehungszahl
wieder eingehalten werden kann.
Es ift einleuchtend, dafs diefe wenig complicirte Uebertragung auch in
anderer Weife, als nun befchrieben, anzuordnen möglich ift und beifpielsweife die
Doppelkegel auch oberhalb des Droffelarmes eingefchalten werden können. Die
Hängftange kann ferner flatt der Droffel die Daumenwelle einer Farcotfteuerung
ftellen, wie es die ausftellende Firma auch anwendet, und dürfte auch auf andere
Steuerungen vortheilhaft verwendbar fein.
Mignon & Rouart in Paris brachten die kleinfte Mafchine der Aus
heilung, den fogenannten Moteur domeftique. Diefer kleine Apparat foll
einfach die Kraft eines (fchwachen) Menfchen
(Schwungrad- oder Fufstritt-Arbeit) erfetzen und
liefert auch thatfächlich nur circa % Pferdekraft,
indem die gefteigertfte Leiftung an einer Bremfe
81 Kilogramm-Meter per Secunde beträgt. Zum
Betriebe einer kleinen Pumpe, einer Drehbank,
eines Schmied-Blasbalges, einer Nähmafchine und
ähnlicher kleiner Werkzeuge mag diefer „Haus
mann“ dann ein erwünfchter Diener fein.
Diefe Mafchine befteht aus einem mit Gas
geheizten Dampfkeffel, einer kleinen Dampfma-
fchine und einigen Sicherheitsapparaten für den
gleichmäfsigen Gang. Der Keffel befteht aus
einem 240 Millimeter weiten, 550 Millimeter
hohen Blechmantel, der unten mit einer Rohr
wand gefchloffen ift, und auf einem Gufsfockel
fteht, in deffen Innenraum eine Krone von 24
Bunfenbrenner Gasflammen die Heizung beforgt.
Die Verbrennprodudte fteigen durch einen
Kranz kupfener, 20 Centimeter langer Rohre in
eine Rauchkammer, um durch ein eingefetztes,
mittleres Abzugrohr wieder nach abwärts zu
1 kehren und in einen Schornftein zu entweichen,
I der fleh an den Gufsfockel fchliefst. In diefes mitt
lere, 85 Millimeter weite Abfallrohr hängt aber
noch ein Blechfack von 60 Millimeter Durchmeffer nieder, der von der
Gufsdecke der Rauchkammer getragen wird, aber im Innern des Keffels bis
nahe zur Decke reicht, wo er offen in den Dampfraum mündet. Die Entnahme
des Dampfes aus dem Keffel gefchieht aber fall am Boden diefes von den abzie
henden Verbrennprodudten geheizten Sackes und erfolgt daher in möglich!!
trockenem Zuftande. Die Gröfse diefes Dampftrockners und Ueberhitzers wurde
angeblich derart auserprobt, dafs die Temperatur des Dampfes nie 240 Grad C.
überfteigt. Andere Keffel haben ftatt der Rohre einfach eine gewellte Gufswand
eingebaut.
Der Keffel befitzt einen Mignon-Manometer,aber keine Speifepumpe, fondern
nur einen hahngefchloffenen Fülltrichter, durch welchen der Wafferbedarf eines
halben Tages eingegoffen werden kann. Statt Wafferglas und Sicherheitsventil ift
ein kleiner Gasdruck-Regulator verwendet, der aus einem auf dem Keffel fitzenden
gefalteten Metallrohr befteht, welches der Dampf zu ftrecken und ein Gewicht zu
flauen beftrebt. Diefes gefaltete Rohr foll fleh unter der minderten Druckfchwan
kung in eine andere durch die Gewichtsauflage regulirbare Höhe ftellen und den
Gashahn völlig verläfslich halten. Da aber das Belaftungsgewicht in den Keffel
hineinhängt, und ein fteifes Gehäufe das dehnbare Rohr umfchliefst, fo foll nie
eine höhere als dni zuläflige Spannung (8 Atmofphären) eintreten können, indem