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Full text : Die Motoren (Gruppe XIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

Daniel  Straub  in  Geifslingen.

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Einftrömung  als  für  die  Ausftrömung  dienen,  daher  jede  ihrem  alleinigen  Zwecke
nach  am  heften  geformt  werden  kann,  und  insbefondere  die  Ausftrömung  tiefer
als  bei  jedem  oberfchlächtigen  Rade  ftattfindet.
Das  Syftem  ift  jedoch  nur  für  verhältnifsmäfsig  geringe  Radbreiten  ver
wendbar,  indem  der  innere  Einlauf  überhängende  Schaufeln  verlangt.  Diefe
balanciren  auf  einem  einzigen  Mittelkranz,  welcher  allerdings  durch  zwei  Naben
und  I-förmige  in  zwei  einander  zugeneigten  Kegelflächen  flehende  Arme  fteif
getiagen  wird,  aber  die  Schaufelung  felbft,  welche  frei  vom  Kranze  abfteht,  mufs  an
und  füi  fleh  balancirt  fein,  und  loll  es  auch  unter  den  Waffergewichten  verbleiben.
Der  Waffereinlauf  findet  durch  ein  Gerinne  ftatt,  welches  erft  das  Rad
gabelförmig  umfafst  und  deffen  Aefte  fich  dann  um  die  beiden  Hälften  der
Schaufelung  mit  360  Grad  Ablenkung  vollkommen  herumfehmiegen,  um  an  der
Innenfeite  nui  durch  den  Radkranz  getrennt  in  zwei  parallelen  Strömen  ins  Rad  zu
fallen.  Wäre  nun  die  Stärke  der  beiden  Ströme  nicht  fehr  angenähert  gleich,  fo
würde  eine  einfeitige  Belaftung  des  Rades  und  ein  Schwanken  des  ganzen  Baues
eintreten.  Diefe  Gefahr,  fowie  die  Mehrkoften  der  Anfertigung  durch  Material
und  Ausführung  befchränken  die  Verwendung  diefes  Syftemes  für  kleinere
Wafferläufe,  welche  dann  aber  bei  geringer  Umfangsgefchwindigkeit  mit  hohem
Güteverhältnifs  ausgebeutet  werden  können.
Der  Ausgufs  aus  den  beiderfeits  offenen  und  alfo  ventilirtenSchaufeln  findet
am  tiefftmöglichen  Punkte  des  Rades  und  unter  Waffer  ftatt,  fo  dafs  der  Motor
gegen  Stauwaffer,  den  gefährlichen  Feind  der  oberfchlächtigen  Räder,  ziemlich
unempfindlich  ift.
Nach  Angabe  der  Firma  foll  in  Folge  der  kegelförmigen  Arme  derSchwer
punkt  des  Wafferkörpers  rafch  ins  Innere  des  Rades  kommen,  aber  trotzdein
werden,  der  Stabilität  halber,  keine  gröfseren  Räder  als  für  0-25  Cubikmeter
maximalen  Wafferzuflufs  für  jeden  Meter  Beauffchlagung  gebaut.
Das  Ausftellungsrad  war  für  0-47  Cubikmeter  Waffer  per  Secunde  bei
einem  Gefälle  von  3-16  Metern  beftimmt.  Es  hatte  57  Meter  Aufsendurchmeffer,
war  2‘2  Meter  breit,  undbefafs  45  Blechfchaufeln,  welche  je  O'ögMeter  inradialer
Richtung  befafsen.  Die  beiden  Gufsnaben  trugen  bereits  die  in  die  Armflucht
geneigten  Rofetten,  von  welchen  je  neun  Arme  ausliefen.  Wo  fich  deren  beide
Kegelflächen  trafen,  waren  die  I-Arme  derart  gebogen,  dafs  fie  nach  weggemeifselten
Innenrippen  an  einander  hinliefen,  wobei  fie  ein  Füllftück  zwifchen  fich  aufnahmen,
welches  fich  zu  einer  Schaufel  erweiterte  und  mit  kurzen  Aufsenflanfchen  die
Mittel-  und  Seitenwände  des  Rades  trug.
Zwifchen  diefe  Blechwände,  deren  Ebene  durch  äufsere  Bandvernietungen
gewahrt  waren,  kamen  nun  auf  die  Entfernung  zweier  Arme  je  fünf  Blechfchaufeln,
  welche  mit  aufgebogenen  Conturrändern  an  die  Seitenwände  genietet
waren.
Diefes  Rad,  welches  ungefähr  15  Pferdeftärken  liefert,  wiegt  complet
fammt  Einlauf  und  Lager  12.500  Kilogramm.
Das  Rad  drehte  fich  4 - o  Mal  per  Minute,  was  feinem  inneren  Umfang  von
4  3  Meter  Durchmeffer  die  Gefchwindigkeit  von  0'9  Meter  per  Secunde  gibt.
Die  Einläufe  rvaren  je  0  857  Meter  breit  und  das  Waffer  rann  107  Millimeter  hoch
über  fie.
Bei  einer  Bremfung  am  1.  November  1873  ftellte  fich  der  Effecft  in  Folge
der  geringen  Waflermenge  auf  4  0  Pferdeftärken,  wobei  das  Rad  tadellos  lief.

P.  Fifcher  in  Wien.
Die  Turbinen,  welche  P.  Fifcher  bereits  in  vielen  erprobten  Exemplaren
bauten.  findRea&ionsturbinen  mit  äufserer  Beauffchlagung  und  innerer  Ausftrömung
des  Waffers.  Sie  zeichnen  fich  hauptfächlich  durch  die  Regulirvorrichtunc  aus,
welche  nach  völlig  richtigem  Principe  in  Folgendem  befteht:
            
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