Daniel Straub in Geifslingen.
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Einftrömung als für die Ausftrömung dienen, daher jede ihrem alleinigen Zwecke
nach am heften geformt werden kann, und insbefondere die Ausftrömung tiefer
als bei jedem oberfchlächtigen Rade ftattfindet.
Das Syftem ift jedoch nur für verhältnifsmäfsig geringe Radbreiten ver
wendbar, indem der innere Einlauf überhängende Schaufeln verlangt. Diefe
balanciren auf einem einzigen Mittelkranz, welcher allerdings durch zwei Naben
und I-förmige in zwei einander zugeneigten Kegelflächen flehende Arme fteif
getiagen wird, aber die Schaufelung felbft, welche frei vom Kranze abfteht, mufs an
und füi fleh balancirt fein, und loll es auch unter den Waffergewichten verbleiben.
Der Waffereinlauf findet durch ein Gerinne ftatt, welches erft das Rad
gabelförmig umfafst und deffen Aefte fich dann um die beiden Hälften der
Schaufelung mit 360 Grad Ablenkung vollkommen herumfehmiegen, um an der
Innenfeite nui durch den Radkranz getrennt in zwei parallelen Strömen ins Rad zu
fallen. Wäre nun die Stärke der beiden Ströme nicht fehr angenähert gleich, fo
würde eine einfeitige Belaftung des Rades und ein Schwanken des ganzen Baues
eintreten. Diefe Gefahr, fowie die Mehrkoften der Anfertigung durch Material
und Ausführung befchränken die Verwendung diefes Syftemes für kleinere
Wafferläufe, welche dann aber bei geringer Umfangsgefchwindigkeit mit hohem
Güteverhältnifs ausgebeutet werden können.
Der Ausgufs aus den beiderfeits offenen und alfo ventilirtenSchaufeln findet
am tiefftmöglichen Punkte des Rades und unter Waffer ftatt, fo dafs der Motor
gegen Stauwaffer, den gefährlichen Feind der oberfchlächtigen Räder, ziemlich
unempfindlich ift.
Nach Angabe der Firma foll in Folge der kegelförmigen Arme derSchwer
punkt des Wafferkörpers rafch ins Innere des Rades kommen, aber trotzdein
werden, der Stabilität halber, keine gröfseren Räder als für 0-25 Cubikmeter
maximalen Wafferzuflufs für jeden Meter Beauffchlagung gebaut.
Das Ausftellungsrad war für 0-47 Cubikmeter Waffer per Secunde bei
einem Gefälle von 3-16 Metern beftimmt. Es hatte 57 Meter Aufsendurchmeffer,
war 2‘2 Meter breit, undbefafs 45 Blechfchaufeln, welche je O'ögMeter inradialer
Richtung befafsen. Die beiden Gufsnaben trugen bereits die in die Armflucht
geneigten Rofetten, von welchen je neun Arme ausliefen. Wo fich deren beide
Kegelflächen trafen, waren die I-Arme derart gebogen, dafs fie nach weggemeifselten
Innenrippen an einander hinliefen, wobei fie ein Füllftück zwifchen fich aufnahmen,
welches fich zu einer Schaufel erweiterte und mit kurzen Aufsenflanfchen die
Mittel- und Seitenwände des Rades trug.
Zwifchen diefe Blechwände, deren Ebene durch äufsere Bandvernietungen
gewahrt waren, kamen nun auf die Entfernung zweier Arme je fünf Blechfchaufeln,
welche mit aufgebogenen Conturrändern an die Seitenwände genietet
waren.
Diefes Rad, welches ungefähr 15 Pferdeftärken liefert, wiegt complet
fammt Einlauf und Lager 12.500 Kilogramm.
Das Rad drehte fich 4 - o Mal per Minute, was feinem inneren Umfang von
4 3 Meter Durchmeffer die Gefchwindigkeit von 0'9 Meter per Secunde gibt.
Die Einläufe rvaren je 0 857 Meter breit und das Waffer rann 107 Millimeter hoch
über fie.
Bei einer Bremfung am 1. November 1873 ftellte fich der Effecft in Folge
der geringen Waflermenge auf 4 0 Pferdeftärken, wobei das Rad tadellos lief.
P. Fifcher in Wien.
Die Turbinen, welche P. Fifcher bereits in vielen erprobten Exemplaren
bauten. findRea&ionsturbinen mit äufserer Beauffchlagung und innerer Ausftrömung
des Waffers. Sie zeichnen fich hauptfächlich durch die Regulirvorrichtunc aus,
welche nach völlig richtigem Principe in Folgendem befteht: