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Full text : Die Motoren (Gruppe XIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

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J,  F.  Radinger.

kraft  erzielt  werden,  wenn  nicht  der  Wafferdampf  eine  eigentümliche  Rolle  dabei
fpielte^  Ift  beifptehweife  (nach  Siemens)  die  Temperatur  der  kalten  Schal  e  50
Grad  Celfms  und  die  der  heifsen  100  Grad,  fo  würde  fich  die  Luft  nur  um  V«
ihres  Volumens  durch  die  Erwärmung  um  50  Grade  ausdehnen,  während  gefättig’
ter  Dampf  durch  eine  Temperaturerhöhung  von  50  auf  100  Grad  das  iofache
olumen  erreichen  würde.  Durch  beide  vereint  würde  mithin  eine  Volumsver
gröfserung  auf  nahezu  das  Doppelte  ftattfinden.
(® e *  Anwefenheit  von  15  Volumeinheiten  Luft  würde  fich  diefelhe  auf
17  />  inheiten  ausdehnen.  Sind  aber  nur  i*/ 2  Volumeinheiten  Dampf  von  50  Grad
beigemifcht,  fo  füllt  diefer  bei  ioo  Grad  bereits  15  Volumeinheiten.  Die  Summe
)eidei  kommt  alfo  von  i6*/ 2  auf  3 2, /2>  m hhin  nahezu  auf  das  Doppelte.)
Die  Regeneratoren  dienen  daher  nicht  allein  dazu,  der  Luft  abwechfelnd
Warme  zu  entziehen  und  wiederzugeben,  fondern  fie  condenfiren  auch  den  Dampf,
um  ihn  wieder  zu  entwickeln,  was  bei  genügender  Gröfse  der  Regeneratorflächen
und  Anwefenheit  von  Luft  als  Träger  desDampfes  fo  lange  auf  das  Vollkommenfte
erreicht  wird,  als  das  Waffer  nicht  kocht.
Wird  die  Erhitzung  des  Aufsengefäfses  fo  weit  getrieben,  dafs  das  Waffer
zum  Sieden  kommt,  fo  würden  die  Innenräume  und  die  Regeneratoren  als  Conden
fatoren  dienen,  und  fich  fomit  rafch  bis  zum  Kochpunkt  erwärmen,  womit  jede
Wirksamkeit  derMafchme  aufhören  wurde,  indem  dann  keine  Temperatur-,  refpective
  Spannungsdifferenzen  zwifchen  den  Zellen  diefs-  und  jenfeits  der  tiefften
Lage  auftreten  könnten.
Es  darf  daher  unter  normalem  Druck  und  Anwendung  von  Waffer  die
1  emperatur  von  100  Grad  nicht  erreicht  werden.  Aber  andere  Flüffigkeiten
konnten  zur  Verwendung  kommen,  deren  höherliegende  Siedepunkte  %rofse
1  emperaturdifferenzen  zulaffen.
Die  nöthige  Kühlung  gefchieht  durch  Einführen  von  kaltem  Waffer  in  den
inneren  Hohlraum  der  Mafchine.  Nachdem  nun  die  fämmtlichen  Abtheilungen
beider  Schalenringe  durch  die  unteren  Oeffnungen  ftets  mit  diefem  oben  offenen
Innenraume  in  Verbindung  bleiben,  fo  ift  das  ganze  Syflem  unter  fich  als  auch
mit  der  Atmofphäre  verbunden,  mithin  kann  kein  anderer  als  der  durch  die  innere
            
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