W. & J. Galloway in Manchefter.
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Ruflon Proctor & Comp, in Lincoln ;
B r o the r tho o cl & Har dingham;
Whitley Partners in Leeds ;
E. R. & F. Turnerin Ipswich :
D a,v i s & H o 11 in Leeds ;
John & Henry G w i n n e in London ;
Gwinne & Comp, in London;
Appleby Brothers in London.
W. & J. Galloway in Manchefter.
Eine der wenigen Mafchinen, Syftem Woolf, welche in der Ausftellung
auftraten, kam von W. & J. Galloway in Manchefter, und da fie eine Reihe
theils merkwürdiger und theils merkenswerther Detaile enthielt und auch über
haupt von einem der gröfsten Häufer kommend eine der gröfsten Mafchinen
war, fo nöthigt diefs zu einem längeren Verweilen.
Eine einzige untenliegende kaftenförmige Bettplatte lief von unter den
Cylindern bis weit vor die Welle hinaus und formte fo die denkbar gröfste Unter
lage. Hinten war diefe Grundplatte gefchloffen, aber vorne nach den Führungen
verbreiterte und gabelte fie fich in drei Balken, welche die Kurbelgruben umfafs-
ten, um fich dann nochmals zu vereinen.
Der mittlere und der Armbalken auf der Schwungrad-Seite erhoben fich
bald nach ihren Ausgangspunkten bei den Geradführungen von der fonft völlig
ebenen Plattenfläche, und enthielten je ein fchiefes Lager eingegoffen, um die
gekröpfte Kurbelwelle aufzunehmen.
Der Kolben des grofsen Cylinders griff nun diefe an; der des kleinen
Cylinders aberwirkte an einer aufserhalb aufgeftecktenKurbelfcheibe genau unter
180 Grad mit erfterer. Der Stirn-Treibzapfen nahm noch eine Schleppkurbel mit,
welche für den Regulatorantrieb und die Steuerung des kleinen Cylinders diente.
Deren Lager vereinten fich in einem am dritten Arm des Mafchinenbettes gefon-
dert aufgefchrauten Ständer, von welchem fpäter die Sprache fein foll.
Die Welle trug nun aufserhalb des Rahmens ein gedrehtes Riemen-Schwung
rad, und ftützte fich hinter demfelben in einem normalen (hier alfo dem dritten)
Lager.
Der Condenfator endlich ftand ifolirt am Steinfundament in der rückwärti
gen Flucht des Expanfionscylinders und der Kolben feiner doppelwirkenden
Luftpumpe hing diretft an der Stange des grofsen Dampfkolbens. Nur Mitte oben
lag eine einzelne ftarke Stehbolz-Spannftange ins Gufseifen des Condenfators und
die Flanfche des Mafchinencylinders verfchraubt zwifchen Beiden und unterftützte
das Feftftehen des Erfteren.
Der kleine Kolben der Dampfmafchine befafs 355, der grofse 610 und
jener der Luftpumpe 203 Millimeter. Alle drei hatten einen gleichen Hub von
076 Meter; das Verhältnifs vom kleinen zum grofsen Cylinder beträgt daher 1: 3
und jenes der Luftpumpe zu letzterem 1: 9. Die Mafchine arbeitete mit 60 bis
64 Umdrehungen oder einer Kolbengefchwindigkeit von 15 bis i*6 Meter.
Die innere Weite des Einftrömrohres betrug 100 Millimeter Durchmeffer
oder circa */ 13 des Cylinderquerfchnittes. Das Rohr zum Condenfator mafs
200 Millimeter licht, 1/9 der zugehörigen Kolbenfläche.
Diefe Canäle find nun ausnehmend weit und in die Formel
= C v ge-
etzt, kommt für die Einftrömungsconftante V 20 , was wohl des Guten zu viel fcheint.
Da aber die Fabrik gewohnt ift, häufig Indicatorproben ihrer Mafchinen
vorzunehmen, fo mag die Wahl fo weiter Canäle wohl eine Frucht des Einblickes
in die Droffelungen fein, welche willkürlich enge Canäle auf die Spannung im