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Full text : Die Motoren (Gruppe XIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

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J.  F.  Radinger.

die  Beftimmung  des  an  Motoren  auftretenden,  fondern  des  von  Arbeitsmafchinen
verbrauchten  Effektes,  nicht  in  diefen  Bericht.
Sonft  waren  keine  Bremfen  in  der  Ausftellung.
Die  Indicatoren.
Der  weitaus  verbreitetfte  Indicator  ift  der  von  Richards,  deffen  Conftrudtion
  und  gute  Eigenfchaften  fchon  lange  bekannt  find.  In  jedem  gröfseren
Staate  ift  eine  einzige  Firma,  welcfie  diefelben  anfertigt,  wie  diefs  eintheilsbei  der
verlangten  Präcifion  des  Inftrumentes  und  anderntheils  durch  den  Umftand  bedingt
ift,  dafs  dasfelbe  häufig  (eigentlich  nach  jedem  anftrengenderen  Verfuch)  zum
Erzeuger  zurück  fo!l,  um  in  den  Gelenken  etc.  gründlich  gereinigt  zu  werden.
Die  Richards’fchen  Indicatoren  werden  in  England  von  Elliot  in  London,
in  Deutfchland  von  Schäfer  &  Budenberg  und  in  Oefterreich  von  J.  KraftinWien
überall  in  eben  genügender  Güte  angefertigt,  während  die  Mafsftabs-Beftimmung,
welche  der  Fabrikant  dem  Inftrument  beigibt,  ausnahmslos  falfch  ift  und  vomBeniitzer
  (falls  er  verläfsliche  Beobachtungen  machen  will)  felbft  und  individuell
für  jedes  Inftrument  und  jede  feiner  Federn  unter  Dampf  von  genau  bekannter
Spannung  vorgenommen  und  von  Zeit  zu  Zeit  wiederholt  werden  niufs.
Diefer  meift  vernachläffigte  Umftand  liefs  mich  keine  Effedtsbeftimmungen
in  diefem  Bericht  aufnehmen,  welche  die  Fabrikanten  auf  Grund  felbft  aufgenommener ­
  Diagramme  bereitwillig!!  mittheilen  und  wenn  ich  trotzdem  in  der
Ausftellung  mit  fremden  Indicatoren,  welche  meift  beigeftellt  waren,  Verfuche
wo  immer  möglich  vornahm  und  die  Diagramme  hier  wiedergab,  fo  gefchah  diefs
mehr,  um  ein  Bild  der  Dampfvertheilung  als  ein  Mafs  der  Arbeit  zu  bringen.
Die  beigefügten  Mafsftäbe  find  meift  (wo  ich  nicht  mit  meinen  Indicatoren  arbeitete) ­
  die,  welche  der  Erzeuger  angab.
Aufser  dem  Richards’fchen  waren  noch  folgende,  der  Mehrzahl  fürfpecielle
Zwecke  beftimmte  Indicatoren  zu  finden.
Totalifirender  Indicator  von  Carl  Pieper  in  Dresden.
Diefes  Inftrument  (Patent  Ashton  &  Storrey)  foll  die  Summe  derjenigen  Arbeiten
in  Kilogramm-Meter  anzeigen,  welche  in  einer  längeren  Zeit  auf  beiden  Kolbenfeiten ­
  einer  Dampfmafchine  auftritt.
Das  Inftrument  befteht  aus  einem  Indicator-Planimeter  und  enthält  einen
kleinen  flehendenCylinder  mit  eingefchliffenemKolben,  deffen  Stange  durch  eine
obere  Stopfbüchfe  hindurchgeht.  Die  Spiralfeder,  welche  die  Spannung  mifst,
befindet  fich  oben  aufserhalb  des  Indicatorcylinders,  deffen  beide  Enden  mit  den
beiden  Enden  des  Dampfmafchinen-Cylinders  durch  entfptechend  lange  Rohre
in  Verbindung  flehen.
Der  Indicatorkolben  foll  Folge  deffen  ftets  genau  den  am  Dampfkolben
herrfchenden  Ueberdruck  erfahren  und  der  Weg  feiner  Stange  nicht  wie  bei  den
gewöhnlichen  Indicatoren  den  Spannungen,  fondern  dem  auftretenden  Gefammtdrucke
  nach  Abfchlag  des  Gegendruckes  proportional  fein.  Wenn  die  Preffungsdifferenz
  Null  herrfcht,  fo  fteht  der  Kolben  des  Inftrumentes  in  der  Mitte  feines
Laufes  und  die  den  Einflüßen  der  Wärme  entzogene  Indicatorfeder  wird  in  dem
Mafse  abwechfelnd  gefpannt  oder  geprefst,wie  der  Hub  in  derMafchine  wechfelt.
Aufserhalb  des  Indicatorcylinders  und  zwar  zwifchen  ihm  und  der  hochliegenden
Feder  trägt  deffen  Kolbenftange  noch  ein  kleines  fchmalrandiges  Laufrad  und
darüber  einen  langen  Zahnradcylinder,  welcher  mit  einem  Vorgelege  auf  ein
Zeigerwerk  wirkt.
Wäre  nun  Alles  beendet,  fo  würde  der  Kolben  wohl  im  Mafse  der  auftretenden ­
  Dampfdrücke  auf-  und  niedergehen  und  der  Zahnrad-Cylinder  diefer
Bewegung  in  der  Richtung  feiner  Längsachfe  folgen,  aber  da  kein  Anlafs  zu  einer
            
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