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Volltext: Die Motoren (Gruppe XIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

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J. F. Radinger. 
„ Daafo dem Dampfe bei geringer Gefchwindigkeit weite und bei grofser 
Gefchwindigkeit enge und gedroffelte Wege geboten werden, fo fcheint diefe 
Steuerung für hohe Kolbengefchwindigkeiten, für die fie ja angewendet ift gerade 
nicht als Ideal, wirkt aber immerhin ähnlich wie eine Stephenfon’fche Couliffe. 
Durch das weite oder geringe Einftellen des Excenterarmes vor dem 
Beginne der Regulatoreinwirkung ift die Normalfüllung für die Normalarbeit zu 
regeln und durch das Stellen nach der einen oder der andern Seite der todten 
Eage hin die Umdrehungsrichtung zu ändern. Beides wird aber nur beim Still- 
lland der Mafchine möglich. 
Die Ärbeitsftellung des Excenters beforgt nun ein Centrifugalregulator 
eigenthümlicher Conftrudtion, welcher fich in der Schwungfeheibe mit unterge 
bracht vorfindet. Zwei faft radial nach einwärts gekehrte Gewichte, deren Dreh 
punkte nahe dem Scheibenumfange liegen, nehmen an der Drehung Theil und 
luchen in deren Folge nach aufwärts zu fchlagen. Hievon werden fie aber durch 
je eine Spiralfeder abgehalten, welche fie nach einwärts zu drehen ftrebt. 
Für jede Gefchwindigkeit wird fich alfo eine beftimmte Stellung ergeben 
in der das Moment der Federfpannung dem der Flugkraft der Gewichte eben das 
Gleichgewicht hält, und auf diefe Art ein ftatifcher Regulator gefchaffen fein, 
welcher fich durch eine mögliche Regulirung der Federfpannung auf verfchiedene 
JNormalgefchwindigkeit einftellen läfst. 
Die beiden Gewichte ftehen durch eine Kuppelftange derart in Verbin- 
dung, dafs fich allfällige Ungleichheiten der Spannungen etc. ausgleichen. 
Von der Lage diefer Gewichte hängt aber nun die Lage des Excenters 
ab, indem diefe feinen Hebelarm fefthalten, wenn fie im Gleichgewicht ftehen 
und mitnehmen, wenn fie in Bewegung kommen. 
Diefes Halten unti Mitnehmen findet nicht diredl, fondern mit einer ftarken 
Ueberfetzung ins Langfame ftatt, um das Excenter trotz Ring und Schieberrei 
bung energifch zu regieren, und gefchieht (nach Hartuell & Guthrie’s Patent) mit 
einer an das eine Gewicht angefchraubten kreisgekrümmten Flachfchiene. deren 
Krummungs-Mittelpunkt bei mittlerer Stellung im Drehpunkte ihres Gewichtes 
liegt, und welche durch eine Führung im Excenterhebel hindurchgeht. 
Ift nun diefe Schiene nicht etwa fo geftellt, dafs thatfächlich ihr Krüm 
mungs-Mittelpunkt mit dem Drehpunkte des fie tragenden Gewichtes zufammenfällt. 
wobei fie durch die Führung im Excenterarm taub hindurchgleiten würde —' 
fondern ift fie excentrifch zum Gewichts-Drehpunkt fixirt, fo mufs fie beim Aus 
einandergehen diefer Gewichte ihren Aufsengleitbacken, und weil diefer vom 
Excenterarm gehalten wird, auch diefen um den Ausfchlag ihrer eigenen Excen- 
tncität mitnehmen, indem fie dabei eben felbft als Theil eines Fixirexcen- 
ters wirkt. 
Das Excentrilchftellen diefer ans Regulatorgewicht 
beteiligten Führungsfchiene gefchieht auf folgende Art: 
An das Gewicht ift ein wegftehender fefter Arm ge- 
fchraubt, an deffen Aufsenfheile das eine Ende der Schiene 
drehbar fitzt. Das andere Ende derfelben ift verlängert 
und enthält einen Schlitz, durch 
welchen eine ins Gewicht ge- 
fchraubte Stellfchraube hindurch 
geht, und fo die Schiene durch 
Klemmung hält. 
Steht die Stellfchraube genau 
in der halben Schlitzlänge, fo fleht die Führungsfchiene 
centrifch zum Gewichts-Drehpunkt und es fällt die Ex- 
centricität des Steuerexcenters in die verlängerte Kurbel- 
richtung, wobei Alles die todte Lage einnimmt. Dreht
	        
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