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Full text: Die Motoren (Gruppe XIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

Gebrüder Sulzer in Winterthur. 
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Der hochliegende Winkelhebel, der im Bügel am Ventilgehäufe feinen 
Drehpunkt hat, und deffen inneres Armende halbkugelförmig ausgehöhlt ifl und die 
Stange des Einflrömventiles heben kann, wird am äufseren Ende von einer 
fchief abwärts gehenden, cylindrifchen Szange mit einer Charniere gepackt. Diefe 
ift am unteren Ende gegabelt und nimmt eine Stahlplatte zwifchen fich, welche als 
Angriffsfläche für eine Mitnehmung dient. Das untere Ende diefer fo armirten 
Hebelflange flützt fleh mittelfl eines kurzen, juflirbaren Zwifchenflückes auf einen 
Arm, und diefer ift auf eine Tragwelle gekeilt. Letztere fleht nun mit der Man- 
chette des Porterregulators in Verbindung und fchwankt nach aus- oder einwärts, 
je nachdem die Regulatorhülfe finkt oder fleigt, welche Bewegung dann auch von 
dem Stahlanfchlage der Hebelflange mitgemacht wird. 
Nun trägt die Steuerwelle, auf deren Längsachfe die fchiefe Hebelflange 
loszielt, ohne fle zu erreichen, vor jedem Einflrömventile ein Excenter, deren 
Stange durch zwei flache Blechfchilde gebildet ifl. Diefe umfaßen das oben 
befchriebene Geftänge und flützen fleh ober der Charniere des Winkelhebels auf 
die Fortfetzung der fchiefen Hebelflange mit einem ausgebüchflen Gleitflück. 
Diefe Doppel-Excenterflange nimmt nun auch eine Traverfe mit Stahldaumen auf, 
und diefe durchläuft bei jeder Drehung der Mafchine, alfo jeder Drehung des 
Steuerexcenters eine in fleh zurückkehrende eiförmige Linie. Daumen und Anfchlag 
find nun derart juflirt, dafs fle fleh eben am oberen, hohen Punkte diefer Ei-Linie 
treffen, wodurch das Mitnehmen des Anfchlagös und der Hebelflange ohne relative 
Gefchwindigkeit d. i. ohne Stofs, platzgreift und mit dem das Ventil gelüftet 
wird. Indem aber der Anfchlag durch den Regulator aus- und einwärts gefchoben 
werden kann, wodurch deffen Vorderkante mehr oder minder weit in die Ellipfe 
hineinragt, ändert diefs die Zeitdauer des Berührens, Mitnehmens, des Offenhaltens 
des Ventiles und alfo der Füllung. Denn im Augenblicke, wo der Daumen über 
den Anfchlag hinausgleitet, wird das Einflrömventil durch eine Spiralfeder zuge- 
geworfen, welche im Kopfe des Bügels am Ventilgehäufe eingebracht ifl und 
durch das Heben der Ventilflange gefpannt wurde. Diefe 
Feder ifl von oben mit einer Schraube flellbar und hat unten 
noch einen Luftkolben, um den Ventilfitz zu fchonen, und die 
Anordnung weicht hier von der bereits länger bekannten 
Löfung auch im Ferneren nicht mehr ab. 
Bei der Parifer Mafchine gefchah diefe Mitnehmung 
bekanntlich durch eine unrunde Scheibe auf der Steuerwelle, 
welche auf einen Hebel drückte, deffen Ende von einem ver 
fchiebbaren Riegel gebildet war. Diefer Riegel wurde vom 
Regulator aus- oder eingefchoben und die ablaufende Um 
rundung fuchte den Riegel nach einwärts zu fchieben, was 
auf den Regulator zurückwirkte und diefem trotz Oeltopf etc. ein periodifches 
Schwanken gab. 
Beim Loslaffen des Anfchlages erfolgt aber hier abfolut keine Rückwirkung 
auf den Regulator, indem das Abfallen des Excenterflangen-Daumens vom Anfchlag 
der Hebelflange an fcharfer Kante gefchieht. 
Von den anderen Theilen der Mafchine ifl nur mehr wenig zu fagen. Der 
Cylinder ruht auf einem Querträger gefchraubt, welcher die wegen den unteren 
Ausflrömventilen nöthige Längsfpalte des Fundamentes überbrückt. 
Der bajonnetförmige Seitenbalken übergreift in bekannter Weife den 
Rand des Dampfcylinders, deffen Vorderboden doppelwandig und angegoffen ifl 
und eine eingefetzte Stopfbüchfe enthält. 
Den Kreuzkopf bildet ein einziges gefchloffenes Schmiedflück, welches 
die Schalen mit vertical getheilter Fuge aufnimmt und vorne eine flarke Schraube 
mit Gegenmutter enthält, welche die äufsere Schale nachflellen läfst. Der Zapfen, 
welcher auf diefen ofcillirt, mifst So Millimeter Durchmeffer und 125 Millimeter
	        
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