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Rudolf Baron Potier des Echelles.
Gruppe XVII:
Das Marinewefen,
hat feit allgemeiner Einführung der modernen, gewaltigen Hinterlader-Kanonen
eine vollftandige Umwandlung erfahren, und mit Annahme der Schiffspanzerung
den Beweis geliefert, dafs die Technik, wenn fie Trutz bietet, auch zugleich für
Schutz zu forgen weifs, und in Löfung diefer Aufgabe von der In du ft rie fehr
wir - am unterftutzt wird, welche in der Befchaffung der Marinebedürfniffe aller
Art vielfache Anregung und Befchäftigung findet, wie diefs deutlich die Ausftellun-
derk. k. Seebehörde dann jene des ö ft e r r e i c h i f c h e n Lloyd und der
Donau-Dampffchiflfahrts-Gefellfchaft bewiefen.
■ r J m .S r °[ sen Ganze " l^fert die Induftrie für die Kriegs-Marine fo
ziemlich diefelben Segel, Takelwerk und andere Schiffs-Ausriiftungsgegenftände
gehaken find nne ’ ^ die Dimenflonen gröfser und ftärker
Anfnr„S° Ch ^ ^ E11 f 11 / 1 n d u r * e vorwiegend für die Kriegsmarine in
Anfpruch genommen, und übernimmt fie nicht nur den Bau des Schiffskörpers
eingehend! h ^ e " t . auch dle gewalbgen Panzerplatten, zu deren Erzeugung wieder
eingehende Studien Verfuche und Einrichtungen notwendig waren, deren
Erfahrungen und Leitungen auch die Induftrie bereichern, fomit der Allgemeinheit
pofitiven Nutzen brachten. Nächft den Panzerplatten find noch Torpedo’s diefe
unheimlichen, fürchterlichen Seeminen zu erwähnen, welche, natürlich ungefüllt,
Anna" t?« eftei r rn Ch a Und En f 1 and unter d ^r harmlofen Geftalt „mechanifcher
Apparate in verfchiedenen Syftemen und Formen zu fehen waren.
einer ^ cV* 6 ? S r° lS f“ » MetaUbirnen “ gar nicht an, dafs die Explofion
und die mff lbe r n “m S d ‘ e än S ftlichfte Vorficht, den kühnften Heldenmuth
dle aufopferndfte Tapferkeit zu paralyfiren. dafs fie ein ftolzes Kriegsfchiff mit
fenkenverma^ enfChen “ B ° rd ehlem IIaUdl in die Tiefen des Meeres zu
FnalaVi nZe J P c la i Uen J foWOlÜ in rund ' als P la ttgewalzter Form waren blos in
‘ und Schweden ausgeftellt. Erfteres zeigte im Pavillon Armftrong
" ' ' l6 T f entl “ ftai ; k "' mit eingefchnittenen Stückpforten verfehene
r t f H “ e i U Thurmlchiffe un. Proben von deren Widerftandsfähigkeit gegen
Stahlfpitz-Gefchoffe; letzteres hatte eine elfcentimetrige Panzerplatte exponirt
vveiche in der Mitte von Stahlfpitz- Projeailen durchgefchlagen erfchien wie
Kartenpapier, wahrend die linke untere Ecke gar weggefchoffen war.
fchiffe lt e M age / Ung de , S Panzers ’ fowie die Conftruction der Panzer-
n “° nitors u warde an zahlreichen Modellen gezeigt, welche in Rufs-
nd, Oefterreich, Frankreich und Italien ausgeftellt waren und
allgemeines Intereffe erregten.
Den gewaltigen Unterfchied zwifchen „Einft und Jetzt“ zeigten die in der
11 all enifchen Abtheilung ausgeftellt gewefenen Modelle einer alten Segel-
fregatte mit Auxihar-Mafchine und des neuen Panzerfchiffes „Roma“.
Wsa „ Sch ’,’ tZ U " d V U ‘ Z , halten fich in der Kriegsmarine nunmehr fo ziemlich die
W aage, indem die Gefchoffe nur dann wirkfam find, wenn fie in geradem Schufte
aut den Panzer treffen, was nur höchft feiten der Fall ift.
r ■ Der r K u m ? f ZU1 See Wird daher künfti g weniger von der Kraft als dem
G e . ft e entfchieden werden. Und wellen diefer, gleichviel ob auf Holz oder Eifen-
fchiffen, fähig ift das lehrt die That Farragut’s, die heldenmütige Epifode des
^:™ e p Llnlen [ cblffes l “ ( Kaifer ‘ i ’ welches in der Schlacht bei Liffa die Angriffe
von vier Panzerfch.ffen abfchlug, vor Allem aber diefe Schlacht felbft die würdig
lüpft 6 Slanzendften See-Siege fich anreihend, Oefterreichs Marine den ehren-
vollften Ruhm für alle Zeiten fichert.